Alpha Prime Preview



Alpha Prime Preview

Arnold, der alte Waschlappen, zieht ins Gefecht






Mit Alpha Prime kommt nun nach dem vor gut zwei Jahren erschienenen und mit mäßigem Erfolg gekrönten Shade: Wrath of Angels ein weiterer Titel der Spieleschmiede Black Element Software. Lohnt denn der Blick auf das kommende Science-Fiction Spiel? Zumindest eine Vorschau wollen wir wagen.

Hey, Arnold!
Die utopische Geschichte um Alpha Prime spielt - wie soll es auch anders sein - in einer fernen, nein sogar viel ferneren und düsteren Zukunft. Namensgeber ist eigentlich eine Basis auf einem kargen und kalten Asteroiden - die Alpha Prime. Dort dreht sich alles um eine geheime Verschwörung bei der die seltsame Substanz, genannt Hubbardium, eine wichtige Rolle spielt. Zusammen mit Arnold, dem Hauptprotagonisten dieser Story, werden wir dem Geheimnis auf die Spur kommen. Leider ist in der vorliegenden Demo-Version nicht sehr viel mehr herauszubekommen, aber die fortlaufende Geschichte verspricht zu einem echten Thriller zu werden. Der Prolog wird in Ingame-Zwischensquenzen erzählt, in dem wichtige Charaktere als Kollage vorgestellt werden, über die geheime Substanz Hubbardium wird getuschelt...und nicht zuletzt stellt sich heraus, daß unser Charakter ein echter Waschlappen sein soll. Nachdem wir diese Sequenz hinter uns gebracht haben, geht es in schnellen Kamerafahrten quer über den Asteroiden bis hin durch die Minen, so dass wir schon einen kleinen Eindruck des Leveldesigns inklusive Innen- und Aussenwelten erforschen können. Als Gegner stehen Minenarbeiter, Special Forces Einheiten und Arbeitsdroiden (die nebenbei den Droiden der Handelsföderation aus Star Wars Episode 1 scheinbar stark nachempfunden sind) Gewehr bei Fuss.


Nur echt mit 32Bit Farben
Im vorliegenden Demolevel findet man kaum grossartige Innovationen, die das Spielen ansich betreffen. Meistens geht es darum, von Punkt A nach Punkt B zu kommen und dabei so ziemlich alles in die Luft zu jagen, was bei Drei nicht auf dem Baum ist. Aber trotzdem erwartet den ambitionierten Ego-Shooter-Spieler das eine oder andere Schmankerl. Da Alpha Prime auf der Doom III - Engine basiert, darf man sich auf exzellente atmosphärische Grafiken ganz wie im vor kurzem erschienenen Prey freuen. EyeCatcher sind garantiert! Vor allem Waffensysteme wie der Flammenwerfer überzeugten mit detailreichen und realistisch anmutenden Effekten. Selbst voluminöse Mündungsrauchwolken zieren die Innenlevels beim Benutzen der feuerkräftigen Wummen, die das Sichtfeld doch nachhaltig sehr beeinträchtigen können.



Keine Einsteins, aber dafür bauernschlau
Ein weiterer wichtiger und vor allem Eindruck-hinterlassender Part war die gegnerische künstliche Intelligenz (KI). Black Element Software hat sich klar für einen nicht gescripteten Handlungsstrang - zumindest, was die Feuergefechte mit den Gegnern anbelangt, entschieden. So nutzen uns attackierende Einheiten alle möglichen Hindernisse und Gegenstände, um dahinter vor unserer Feuerkraft in Deckung zu gehen und schrecken nicht einmal davor zurück, den geordneten Rückzug anzutreten (Hmpf, diese Feiglinge! ;-) ) anzutreten, während sie gleichzeitig auf uns feuerten. Selbst geschlossene Türen waren kein Hindernis für sie, sodass - abgesehen von ein paar Bugs, unsere Feinde tatsächlich taktisch nachvollziehbare Handlungen vollzogen, um an unseren Skalp zu kommen.



Newtonsche Axiome praktisch eingesetzt
Doch damit nicht genug. Jedem Spiele-Interessierten ist sicherlich seit einiger Zeit aufgefallen, daß auch physikalische Vorgänge immer ausgefeilter dargestellt werden. Auch Alpha Prime macht davon Gebrauch. So zum Beispie werden Rag Doll Animationen beim Ableben unserer Gegner dargestellt, was dem Realismus zu Gute kommen soll. Das wird die Jugendfreigabe in Deutschland nicht unbedingt einfacher machen. Es ist ebenfalls möglich, seine Umgebung zu manipulieren. Kisten und andere Items schleppen, sortieren, stapeln...da lacht das Herz eines jeden Lagerlogistikers. Dabei macht Alpha Prime von den modernen AGEIA PhysX Karten für erweiterte Interaktionsmöglichkeiten im Spiel Gebrauch. Wer keine solche Karte sein Eigen nennen kann, muss leider auf so manchen physikalischen Effekt verzichten - schlicht, weil ansonsten die Rechenleistung der CPU erschöpft wäre.



Wenns mal wieder länger dauert

Rein spielerisch sticht der Sci-Fi Shooter nicht gerade hervor und bietet nur Einheitskost. Sich mit verschiedenen Standardwaffen (Schrotflinte, Pistole, Maschinenpistole, Flammenwerfer etc.pp) durch die Levels schlagen und dabei Unmengen von Gegner umzunieten spricht nicht gerade von viel Innovation. Ok, der Adventurepart wurde nicht gänzlich vergessen. An bestimmten Terminals kann man sich einhacken und so zum Beispiel in dne Basen Türen öffnen, Räume per Kameras überwachen oder Sicherheitssysteme ausschalten. Auch auf die berühmte Bullet-Time, welche zum Beispiel im Film Matrix oder zuerst im Spiel Maxx Payne eingesetzt wurde, durfte nicht verzichtet werden. So kann man im eingeschalteten Slow-Mode den Gegnern leichter Herr werden und sich Zeit fürs Spielen nehmen.  



F.A. zieht

Um es nochmal deutlich zu machen. Gerade aufgrund der visuellen Effekte wie der Einsatz von Licht & Schatten, Explosionen, physikalisch mechanische Interaktionen und dem intelligenten Gegnerverhalten ist Alpha Prime sehr unterhaltsam. Ich freue mich vor allem auf die angekündigten Schauplätze auf der Oberfläche des Asteroiden, auf man in der Demoversion schon ein wenig heiß gemacht wurde. Alpha Prime ist ein solider Ego-Shooter mit dem ein paar interessanten Ansätzen und Weiterentwicklungen. Der Erscheinungstermin der Verkaufsversion wurde mit "noch vor dem Jahresende" terminiert.

(ts)



Kommentare

  • Grafisch top
    aber spielerisch flop. Oder hab ich das Review falsch verstanden? Ansonsten sehr gutes Review. Ich hoffe es kommt endlich mal was für mich (Sport, Strategie). Ein Preview zu Command and Conquer 3 wäre genialst.

    2. Oct 2006 - 11:15 Uhr

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