Auf Gefechtsstation!
„Silent Hunter 4“ schickt US-Submarines im Pazifik auf Jagd
Und wieder einmal sind die Jäger der Meere unterwegs: Mit „Silent Hunter 4“ (SH4) haben die rumänischen (soviel zu unseren Vorurteilen über unsere neuen EU-Kumpels) Ubisoft-Studios den Schauplatz gewechselt und sind wieder zu den Wurzeln der Simulations-Reihe zurückgekehrt, dorthin, wo vor elf Jahren der erste „Silent Hunter“ unterwegs war – in den Pazifik.
Statt als "Kaleun" eines deutschen U-Bootes befehligt der Spieler nun wieder als Captain ein US-Submarine im Kampf gegen japanische Flugzeugträger, Konvois und Zerstörer in den Gewässern zwischen Pearl Habor, der chinesischen See und den Solomon-Inseln.

Zunächst die großmäulig-schlechte Nachricht: US-U-Boote waren im II-Weltkrieg nicht so wendig und technologisch fortgeschritten wie die deutschen und darauf muss sich auch der Spieler einstellen. Torpedo-Schnelllademechanismen, zielsuchende „Zaunkönige“ oder Hochgeschwindigkeits-Manöver wie in einem deutschen XXIer-Boot gab es mit den amerikanischen Submarines nicht und damit auch nicht in „SH4“.
Die gute Nachricht: Die Programmierer haben in der Fortsetzung die – seinerzeit schon bahnbrechende – Grafik von „SH3“ noch einmal deutlich mit modernen Blend-, Filter- und Textureffekten aufgemotzt, so realistisch wirkten Seeleute, Landschaften, Meer und Himmel noch nie in einer U-Boot-Simulation. Außerdem sind auch die Missionen abwechslungsreicher geraten, so stehen mehr Einzelmissionen mit Action-Garantie zur Auswahl, in denen wir zum Beispiel einen angeschlagenen Flugzeugträger jagen oder einen bestimmten kriegswichtigen Konvoi aufspüren müssen.
Auch in der Kampagne gibt das Marinekommando nicht mehr nur eintönige Befehle wie: „Patrouillieren sie in Sektor XY!“, sondern lässt uns auch mal einen Spion befördern oder eine feindliche Basis ausspionieren.
Der Netzwerk-Modus bietet in etwa den gleichen Spielspaß-Faktor wie in SH3, nur dass eben aufgrund der technisch unterlegenen U-Boote viele Manöver nun schwieriger auszuführen sind. Teilnehmen können bis zu acht Captains, zur Verfügung stehen fünf vorgefertigte Szenarien, neu hinzugekommen ist die „Zufallskarte“.
Zu empfehlen ist aber eine kleine Downloadorgie: Gleich nach dem Verkaufsstart musste Ubisoft einen allgemeinen und einen Sprach-Patch (letztere ist zuerst zu installieren) nachschieben. In der Verkaufsversion funktionierte nämlich die deutsche Sprachausgabe nicht, außerdem waren mehrere im Handbuch beschriebene Funktionen nicht verfügbar. Die beliebte Ortbarkeitsanzeige des U-Bootes arbeitet leider auch nach der Korrektur immer noch nicht, auch muss man das gepatchte Spiel erst von Hand auf das metrische Maßsystem umstellen.
Neben der Standardausgabe gibt es übrigens auch noch eine „Sammler-Edition“ von SH4, die sich zwar funktional nicht von der Basisvariante unterscheidet, aber eine Audio-CD mit der Spielmusik und ein gedrucktes Erkennungshandbuch enthält.
Fazit: Optisch ist SH4 ein deutlicher Fortschritt, technisch haben mir persönlich die deutschen Boote des Vorgängers besser gefallen, außerdem war die Bedienoberfläche in SH3 übersichtlicher.
Verfasser: thor





Glubschi
Wat denn noch alles?
LANParty inner Präsidentensweet und goldene Scheisshausschüsseln?
Pvt. Hudson
Dann bleib ich doch bei meinem XXI! ;-)
Schöner Testbericht. Vielen Dank.
Flo88
Geil
Das Spiel ist sehr geil nur muss ich sagen das mir Silent Hunter 3 n bissl besser gefallen hat!
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