Brugo - der Becher im Härtetest
Mit dem Versprechen, dass man ab sofort nie wieder kalten Kaffee trinken muss, versucht Brugo nun auch hierzulande Fuß zu fassen. Seit mehr als drei Wochen kann man das Unikat aus Amerika käuflich erwerben. Wir haben aus diesem Grund die Gunst der Stunde genutzt und unseren eigenen Brugo auf Herz und Nieren getestet. Wir wollten wissen, kann Brugo seine Versprechen halten oder ist am Ende doch alles nur kalter Kaffee?
Das erste was uns auffiel, als Brugo bei uns eintraf, war die Größe des Bechers. Daran sieht man gleich woher das Teil stammt, den bekanntlich ist in Amerika alles ein bisschen größer als hier in Europa. Durch die Größe hat der Becher einen sehr stabilen Stand und kann nicht so leicht umgekippen. Schon einmal ein Pluspunkt für Brugo.
Als Nächstes wollten wir natürlich wissen was in den Becher so reingeht. Also Wasserhahn auf, Brugo ordentlich abfüllen und danach den Inhalt in einen Messbecher gießen. Zwischen 300 bis 350 ml bekommt man ohne Probleme in Brugo rein. Zweiter Pluspunkt für Brugo weil wir ab sofort genügend Kaffee mit uns rumschleppen dürfen.
Jetzt hieß es die Verabreitung des Bechers etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Becher besteht komplett aus Plastik und hat außen am Deckel einen Metallring. Der Deckel weist drei verschiedene Verschlussmöglichkeiten auf. Lock für „komplett geschlossen“, Sip für „Trinken ohne Kontrollkammer“ und Tip & Cool für das „Aktivieren der Trinkkammer“. Den Deckel verschraubt man mit den Becher und eine Verschlusssperre sorgt dafür, dass der Deckel beim Draufschrauben automatisch in die Lock Stellung geht. Ein weiterer Pluspunkt für Brugo, da durch dieses kleine Gimmick ein Verschütten unmöglich ist.

Als Nächstes testeten wir die Trinkkammer und die Sip-Funktion. Die Trinkkammer dient dafür, dass nur ein Teil des Getränk auskühlt, während der Rest des Getränkes weiter warm gehalten wird. Für machten uns also einen richtig heißen Kaffee und kippten mit der Tip & Cool Funktion ein Teil des Kaffees in die Trinkkammer. Danach warteten wir eine Minute und setzten vorsichtig zum Trinken an. Zum Glück den der Kaffee war immer noch heiß.
Auch stellten wir fest, dass der Inhalt der Trinkkammer wirklich nur kleine Schlücke zulässt. Wer großen Durst hat wird mit dieser Funktion nicht glücklich werden, da nicht allzu viel Flüssigkeit in die Trinkkammer passt. Wir sahen dies jedoch nicht als negativen Punkt an, da über die beiden Funktionen Sip und Trink & Cool jeder sein eigenes Trinkverhalten festlegen kann. Die Sip Funktion funktionierte einwandfrei. Einmal eingestellt konnten wir ohne Probleme trinken, vorausgesetzt natürlich, dass das Getränk die geeignete Temperatur besaß.
Jetzt wollten wir aber wissen, wie lange sich in Brugo der Kaffee warm hält. Also ließen wir die nächste Portion Kaffee durch die Kaffeemaschine laufen und füllten diese in Brugo. Anschließen noch den Deckel drauf und natürlich zum Vergleich einen Pott Kaffee. Nach 20 Minuten war der Kaffe in der Tasse kalt und in Brugo immer noch kochend heiß. Eine Stunde später besaß der Kaffee in Brugo immer noch keine geeignete Trinktemperatur.
Nach insgesamt zwei Stunden und unzähligen Tassen Kaffee konnten wir endlich den Kaffee aus Brugo trinken ohne uns gleich den Mund zu verbrennen. Das gab natürlich einen dicken Pluspunkt für Brugo, denn schließlich hatte der Hersteller versprochen, das Besitzer von Brugo niemals mehr kalten Kaffee trinken müssten.
Nachdem wir mehrfach den Deckel von Brugo drauf und wieder runtergeschraubt hatten, stellten wir jedoch den ersten kleinen Mangel an der Verarbeitung fest. Der Verschluss funktionierte nicht mehr richtig und wir konnten ohne Probleme den Deckel über die Verschlusssperre drehen. Eine Sperre aus Metall hätte dies wahrscheinlich nicht zugelassen, denn der Sperre aus Plaste war schon leicht verbogen. Der erste Minuspunkt für diese Manko.

Wir stellten uns jetzt die Frage, wie sich Brugo bei kalten Getränken verhält. Denn was passiert wenn draußen vierzig Grad plus sind und man wirklich keinen Appetit auf heißen Kaffee hat. Muss man dann Brugo in die Abstellkammer stellen und bis zum Winter verstauben lassen?
Eine handvoll Eiswürfel sollte uns diese Frage beantworten. Und da die Außentemperaturen nicht den gewöhnlichen sommerlichen Temperaturen entsprachen, durfte ein schicker Umluftherd als Simulator der Temperaturen herhalten. Wir stellten die Betriebstemperatur auf vierzig Grad ein und stellten Brugo samt den Eiswürfeln in den Ofen.
Eine Stunde später wollten wir wissen was aus unseren Eiswürfeln geworden ist. Mit Spannung öffneten wir den Deckel und siehe da, die Eiswürfel hatten noch nicht einmal richtig damit begonnen zu schmelzen. Für diese hervorragende Kühlleistung gab es natürlich ebenfalls einen Pluspunkt von uns, da wir jetzt wussten, dass uns Brugo auch im Sommer zur Seite stehen wird.
Jetzt blieb nur noch eine Frage offen. Passt Brugo eigentlich auch in einen Getränkehalter. Der Becher kam uns dafür ziemlich dick vor und wir liefen zu unseren Fahrzeugen. Insgesamt testeten wir Brugo in drei verschiedenen Autos und stellten bei allen eins fest. In einen europäischen Getränkehalter passt Brugo nicht. Der zweite negative Punkt für Brugo.
Fazit: Wenn man von den beiden negativen Punkten absieht, erfüllt Brugo alle Erwartungen an einen Warmhaltebecher. Uns gefiel besonders, dass Brugo sehr viel Platz für warme und kalte Getränke bietet und das man die Möglichkeit hat selber zu entscheiden, wie man sein Getränk genießen möchte. Ebenfalls hervorzuheben ist der fest verschließbare Verschluss. Verschütteter Kaffee im Fahrerraum meines Autos gehört somit der Vergangenheit hat.
AngelProfi
Kaufen
Ich werde mir einen besorgen.
Ronny
Anmerkung durch den Brugo Vertrieb
Die Firma welche den brugo in Deutschland vertreibt war von unserem Test sehr begeistert. Auch auf die Negativpunkte sind sie noch einmal eingegangen. Diese wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten, da sie die beiden Punkte nahezu liquidieren.
1. Instabile Verschlusssperre
Zitat
Die kleine Plastik Nase am Deckel stellt keine Verschlusssperre da, sondern lediglich eine Markierung, die demNutzer zeigt, wie weit der BRUGO zugeschraubt werden soll, um die Funktion optimal zu nutzen. Das man den Deckel darüber hinaus drehen kann ist uns bekannt.
2. Zu groß für Getränkehalter
Zitat
Wir haben den BRUGO in Becherhaltern von VW, Audi, Mercedes, sowie BMW getestet und dort jeweils festgestellt, dass der BRUGO gut passt und einen festen Halt hat. Aber dies variiert sicherlich von Modell zu Modell.Rheinländer
neugierig
Bin jetzt neugierig geworden, vor allen Dingen, ob der in meinem Wagen paßt ;-)
Pvt. Hudson
Klingt für mich...
... nach einer Termonskanne mit Extra-Preis. Ca. 330 ml passen auch in eine Coladose. Okay, die bleibt nicht lange kalt aber wer nuggelt auch an 330 ml länger als 10 Minuten? Aufgrund der Größe ist er auch nicht wesentlich kleiner als eine herkömmliche Termonskanne (bsp. IKEA) - nur das weniger rein geht und der Burgo teurer ist.
Style hin oder her - Thermosbehälter sind zum isolieren des Inhaltes da, dass kann jede(r) isolierte Getränkebecher oder -flasche. Ob das den Preis rechtfertigt, sei jedem selbst überlassen.
haha
hahahhahahahhaha
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