Command & Conquer 3: Tiberium Wars - Review Vollversion
09. May, 2007 - 14:57 Uhr | C&C, Command & Conquer, Tiberium Wars | | 4 Kommentare | 11577 Leser
Testbericht zur Vollversion von Command & Conquer 3: Tiberium Wars

Command & Conquer 3: Tiberium Wars ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich, als Spieler hat man also die Qual der Wahl.
C&C3:Tiberium Wars C&C3: Tiberium Wars - Kane Edition
Bei der Kane Edition handelt es sich um eine erweiterte Version von C&C3. Diese beinhaltet über das sonst identische Spiel hinaus, weitere Einheiten- Skins und fünf Karten für den Mehrspieler-Modus, fünf exklusive Wallpaper, eine Dokumentation über die Dreharbeiten der Zwischensequenzen sowie Strategiehilfen und Outtakes.

Command & Conquer 3: Tiberium Wars
Über 10 Jahre nach dem Erscheinen des damals revolutionären Echtzeitstrategiespiels „Der Tiberiumkonflikt“, erscheint nun der dritte Teil zur Auseinandersetzung zwischen der „Global Defense Initiative“ (GDI) und der „Bruderschaft von NOD“. Beide Gruppierungen kämpfen, seit dem erstmaligen Auftauchen des nicht irdischen Minerals „Tiberium“, um die Weltherrschaft.Nach mehreren Ablegern in andere fiktive Storyhintergrunde, hat Electronic Arts (EA) nun wieder den Command & Conquer – Ursprung aufgegriffen und führt die Story zwischen GDI und NOD weiter. Für Kenner der Serie, hält das Spiel dabei einige Überraschungen parat. So taucht auch der längst tot geglaubte Führer der NOD, der charismatische Kane wieder auf und möchte die Bruderschaft diesmal mit aller Macht endgültig zum Sieg führen.

Willkommen zurück, Commander!
Wie von der Serie gewohnt, gibt es zu Beginn einer jeder Mission ein Video, welches nicht nur die Geschichte weitererzählt, sondern häufig auch die jeweils anstehende Mission einläutet. Erstmals sind diese mit echten Schauspielern gedrehten Cuts in HD-Qualität zu sehen und versprühen den gleichen Charme wie die Szenen im einstigen Tiberiumkonflikt. Für einige Rollen konnte Electronic Arts bekannte Darsteller aus Serien und Filmen verpflichten. So wird der oberbefehlshabende General der GDI „Jack Granger“ von Michael Ironside gespielt, den Filmfans aus Blockbustern wie „Starship Troopers“ oder „Total Recall“ kennen dürften. Auf Seiten der Bruderschaft wirkt natürlich auch Joseph D. Kucan als Kane wieder mit und wird unterstützt von Josh Holloway, der bereits in der Science-Fiction-Serie „LOST“ mitgespielt hat. Auch die Nebenrollen sind allesamt gut besetzt und die deutsche Sprachfassung bemüht sich mit einer jedoch nicht immer synchronen Lokalisierung. Wie im ersten Teil der Reihe, gibt es häufig wieder die Übersichtskarte, auf welcher man seinen nächsten Einsatz auswählen darf. Leider ist die Kampagne jedoch nicht dynamisch, wodurch es keinen Unterschied macht, ob man einen Auftrag dem anderen vorzieht - spielen muss man alle. C&C-Veteranen werden sich jedoch an dieses, bereits in früheren C&C-Titeln bekanntes Element erinnert fühlen.

Eine neue Seite
Zu Beginn der Kampagne stehen neben einem sehr guten Tutorial, die beiden Kampagnen der GDI und NOD mit jeweils 17 Missionen zur Auswahl. Die im dritten Teil erstmals vertretene Seite der Außerirdischen Scrin, warten nach dem Beenden der beiden Hauptkampagnen, mit einer kurzen, vier Missionen umfassenden Storyline auf. An der Steuerung der Einheiten und dem bauen von Stützpunkten, wurde im Wesentlichen nichts verändert. Ist der Bauhof erst einmal platziert, kann man durch das errichten von einem Kraftwerk und einer Tiberium-Raffinierie den Stützpunkt langsam weiter ausbauen. Dabei unterscheidet das Spiel in zwei Baukategorien. So kann man defensive Gebäude und offensive Gebäude von nun an nämlich parallel in einem Bauhof produzieren. Vorausgesetzt man verfügt über ausreichen Ressourcen, welche Sammlerfahrzeuge von Tiberiumfeldern auf der Karte abbauen und in die eigene Raffinerie bringen. Im Menü selber gibt es im späteren Spielverlauf auch Zugriff auf alle errichteten Waffenfabriken und Kasernen. So kann man auch fernab der Produktionsgebäude neue Einheiten ordern. Dieses neue Feature kommt dem Spielfluss sehr zu gute. Neben den üblichen Befehlen wie „Stellung halten“, „Bewachen“ oder „Vorrücken“ gibt es, wie im Genre mittlerweile üblich, einen Routenbefehl und festlegbare Sammelplätze für neu produzierte Einheiten. Besonders der Routenbefehl ist wichtig, da die KI in Sachen Wegfindung (mal wieder) nicht die cleverste ist.

Schall und Rauch
Die Missionen sind allesamt recht abwechslungsreich, was man nicht von allen C&C-Titeln sagen kann. Vom verteidigen einer miserabel ausgebauten Basis, über das evakuieren von Flüchtlingen, bis hin zu „Vernichte-Alles-Karten“ ist so ziemlich alles dabei, mit dem Strategiespiele aufwarten können. Somit ist die Motivation zum weiterspielen prinzipiell gegeben. Auch die Grafik kann punkten und das, obwohl es die gleiche Engine ist, die auch schon Generals und Schlacht um Mittelerde in Szene gesetzt hat. Durch hinzugefügte Shader-Effekte und die generelle grafische Optimierung, läuft C&C Tiberium Wars auch auf vergleichsweise alten Rechnern ganz passabel und sieht dabei besser aus, als die ältere Strategiespiel-Titel von EA.
Die Bugs sind da
Leider jedoch wird der Spielspaß durch ein unfertig wirkendes Interface, die dämliche Wegfindung der KI, einem zu hohem Schwierigkeitsgrad und diverser anderer Mängel gebremst. Aber mal schön der Reihe nach. Im Großen und Ganzen wirkt das auf Version 1.4 gepatchte C&C3 recht Bug-Frei. Das spielen jedoch, wird einem mit den unterschiedlich schnellen Einheiten dermaßen schwer gemacht, dass ein geordneter Angriff nur auszuführen ist, indem man den umständlich einzusetzenden Formationsbefehl gibt. Besonders hektisch sind die „Pitbulls“ der GDI, welche der Luftabwehr dienen, stürzen oft fern ab der eigenen Reihen, in die gegnerische Abwehr. Auch ein hastiges Rückrufen der Einheiten, endet dank des extremen Wendekreises, wahrscheinlich mit dem Tode dieser. Der Formationsbefehl selber ist zudem recht umständlich anzuwenden (beide Maustasten gleichzeitig drücken und durch schieben die Richtung und die Formationsbreite auswählen). Weiterhin getrübt wird der Spielfluss, indem selbst Panzer mit der „Stellung halten“ Option nicht lange still halten. Dies wirkt sich negativ auf das Kampfverhalten aus, da Fahrzeuge eine schwächere Panzerung an den Seiten und am Heck aufweisen, als an deren Front. Besonders die Mammuts drehen sich beliebig of im Kreis, bieten ihren "Allerwertesten" dem Gegner an und brauchen zudem noch einige Zeit, um ihr Geschütz wieder auf den Gegner auszurichten. Weiter geht es mit den Mängeln in C&C3, mit dem „vergessen“ von Shortcuts. Weist man einer ausklappbaren Einheit eine Gruppe zu (STRG + #) vergisst diese ihre Gruppenzuweisung, selbst nach der Zurückverwandlung in die Mobile Unit. Leider kann man im Einzelspieler-Modus auch die Spielgeschwindigkeit nicht regulieren. Oftmals führt dies zu derben Verlusten, da man, mit dem Ursprungstempo des Spiels, einfach nicht auf bestimmte Situationen rechtzeitig reagieren bzw. nur an einer Ecke der Karte agieren kann.

Fazit:
Command & Conquer 3 ist wie die Vorgänger ein interessantes Spiel. Wenngleich die wenigen Neuerungen niemanden vom Hocker hauen werden. Die seit jeher bekannten Probleme mit der Wegfindung und im dritten Teil auch wieder vertretenen Kamikaze-Sammler, bremsen den Spielspaß jedoch nur unwesentlich. Die tolle Aufmachung, samt der ästhetischen Zwischensequenzen sorgen dafür, dass Tiberium Wars ein knallbuntes Action-Abenteuer ist, welches auch Neueinsteigern in das C&C Universum sehr viel Spaß bereiten dürfte. Für flinke Matches im Mehrspielermodus sorgen zudem drei abwechlungsreiche auswählbare Parteien.(RN)
CRACk2
Nice!
Nettes Review, schön umfangreich und gut bebildert. Haste feini gemacht. Nettes GImik sind ja diese Trennbalken, lockert alles n bissl auf.
Echt gut gemacht...
Jango30
nice
muss ich auch dazu sagen
habs selber gezockt und stimmt mit deinem Testbericht überein
maddin1604
geil
ahb jedes spiel der reihe gezockt einfacch geil!
SchlupfDom
EINFACH PERFEKT
Hab die ganze Reihe von C&C durchgezockt!!!
Jedes Game war sein Geld wert. C&C 3 sowieso
mexic0la
alle c&c warn geil! dies auch!
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