Die Siedler 6: Aufstieg eines Königreichs - PREVIEW Vollversion



Die Siedler 6: Aufstieg eines Königreichs - PREVIEW Vollversion

Zum sechsten male siedlen - wir habens getestet!






Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs – Review Vollversion

Blue Byte schickt mit Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs, den mittlerweile sechsten Teil der bis dato knuffeligen Aufbaureihe an den Start. So gilt es auch beim neuesten Wirtschaftsstrategiespiel der Siedler-Reihe ein hilfloses Volk mit dem bekannten Warenwirtschaftssystem zu frieden zu stellen und sich selbst einmal mehr als fähiger Bau- und Wirtschaftsminister durchzusetzen.

Darum lest nun aufmerksam die folgenden Zeilen, die beschreiben, wie ich einst als junger Ritter mein eigenes Volk zu Ruhm und Wohlstand führte...



Ich bin der König

Um die Wirtschaft im eigenem Reich voran zu treiben, wurde ich von meinem einstigen König beauftragt, mitsamt ein paar mir treu untergebenen Leibeigenen eine eigene Siedlung zu gründen. In einer nicht allzu großen Entfernung, südwestlich der Grenze des einstigen Reiches, fanden wir ein lauschiges Plätzchen. Da die Grundressourcen - Holz zum Bauen und Wild für die Produktion von Nahrung - reichlich vorhanden sind, wird das wichtigste Bauwerk - das Lagerhaus - als zentraler Punkt für die neue Siedlung genutzt. Nachdem eine Holzfällerhütte, ein Jägerstand und eine Metzgerei errichtet wurden, beginnt allmählich das Leben zu florieren. Die Kirche ruft zum Gottesdienst, wonach die Bürger gut motiviert und spürbar flinker ihrem Handwerk fröhnen. Die Gerber nutzen das vom Jäger erlegte Vieh und beginnen mit der Produktion von Stoffen, aus denen simple Kleidungen hergestellt werden. Mit Kleidung werden die Bürger widerstandsfähiger und sind besser gegen Umwelteinflüsse geschützt. Dies öffnet neue Wirtschaftszweige und schon bald beginnt der erste Arbeiter mit dem klopfen von Steinen, welche den Ausbau der Burg ermöglichen.

                   


                   


Von Epoche zu Epoche

Nach der Erweiterung der Burg, haben auch die Architekten der Siedlung dazugelernt. So ist es ihnen von nun an möglich Farmen anzulegen, die den Bäcker mit Getreide versorgen. Ebenso können sie nun, Seife aus Tierknochen und Besen zum fegen herstellen, damit sie Haus und Hof schön sauber halten können. Wenn alles blitzt und funkelt, erheben sich die Bürger meiner kleinen Stadt in die nächste Ebene des Wohlstandes und es wird Zeit für meine Beförderung. Mit Saus und Braus feiern die Einwohner den Aufstieg Ihres Königs auf dem Dorfplatz.

Mit stolz geschwellter Brust und größerer Weisungsbefugnis, begebe ich mich in eine zuvor unerforschte Region. Die Neugierde meinerseits wird mit dem finden einer Eisenmine belohnt. Durch das errichten eines Wachturmes und der Angliederung des Neulandes zum eigenen Reich, kann auch schon bald mit dem Bau eines Bergwerks begonnen werden. Dies ist eine Neuerung in Sidler 6, denn die gesamte Karte ist verschiedene Regionen unterteilt. Hierbei unterscheidet das Spiel unter neutralen Zonen, Regionen, die dem Fein gehören, jene, welche friedliebender Völker angehören und natürlich den eigenen. Die Übernahme erfolgt stets durch das vernichten feindlicher und dem errichten eines eigenen Turmes.



Ignorante Siedler

Im Gegensatz zum Siedeln in früheren Zeiten, ist es jetzt jedoch den Arbeitern eines jeden Wirtschaftszweiges selbst überlassen, seine Waren an den Mann zu bringen. Sielder, die einzig für den Warentransport zur Verfüfung stehen, gibt es nicht mehr. Das wirkt sich schon bald negativ auf den Wirtschaftskreislauf aus, denn umso weiter ein Gebäude vom Lagerhaus entfernt steht, desto länger ist auch die Lieferzeit der entsprechenden Ressource. Um diesen Vorgang wenigstens etwas zu beschleunigen, kann jedes Gebäude in mehreren Stufen ausgebaut werden. So steigt nicht nur die Produktionsgeschwindigkeit, sondern es werden auch die Auslieferzeiten durch die Verwendung von Handkarren verkürzt. Dennoch sind Rohstoffquellen die weit vom Dorfzentrum entfernt liegen, zähe Lieferanten. Aber damit nicht genug, denn das vorhandene Lagerhaus ist auch noch das einzige, welches im Reich existiert ein zweites baun kann man nicht.

                   


                   


Lagerhaltung

Ebenso wird das Dorfzentrum mit den immer mehr werdenden Produktionsgebäuden immer enger bebaut. Eine Veredlungsstätte, steht neben der nächsten und zu guter Letzt, kann das Lagerhaus die produzierten Waren nicht mehr aufnehmen. Dieser Warenüberproduktion kann wiederum nur mit der Stilllegung des kompletten Produktionsstammes entgegen gewirkt werden. Einzelne Lieferanten in den Urlaub zu schicken, ist schlichtweg nicht möglich. Gegebenenfalls hilft da nur der Abriß eines Gebäudes, um den Warendruck zu entschärfen. Warenkreisläufe mit langen Produktionsketten (aus Kohle und Eisenerz wird Eisen – aus Eisen wird Werkzeug oder Waffen) sucht man auch vergebens. Schon bald ist es aber trotz sorgfältigster Planung der Fall, dass das Lager zum bersten gefüllt ist und wichtige Waren nicht mehr produziert werden, weil die Bürger nicht mehr wissen, wohin sie damit sollen. Häufig bleibt dann keine andere Wahl, als die zuviel produzierten Waren, an handelswillige Nachbarvölker unter Wert zu verkaufen.



Der Maler

Grafisch hat sich gegenüber den Vorgängern einiges getan. Ob man dem als Fan der Serie nun positiv gegenüber steht, bleibt abzuwarten. Die Grafik ist sagen wir mal eben noch zeitgemäß, sieht aber meiner Meinung nach gegenüber Anno 1701 wenig spektakulär aus. Die einst so wuseligen Siedler sind erwachsen geworden. Dadurch verliert das Spiel an Charme, der die einstigen Siedler ausgemacht hat. Die Handwerker gehen alle wieder hübsch animiert zu Tat und verlocken auch weiterhin zu zusehen. Aber die lustigen Einlagen der kleinen Knubbelnasenträger sucht man vergebens. Selbst durch den Versuch, die Hauptcharaktere mit den Spacheinlagen und den großen, animierten Avataren besser ins Spiel einzubinden, wirkt wie ein missglückter Kopierversuch beim eben schon erwähnten Anno 1701 und verleiht dem Spiel kaum mehr Tiefe. Die Zoomstufen sind beim sechsten Teil weiterhin sehr eingeschränkt, zusammen mit dem schleichendem Scrolltempo trägt es nicht unbedingt zur Übersicht bei. Allerings muss man Siedler 6 auch zugestehen, dass es in Sachen Hardwarehunger recht zurückhaltend ist.

                   


                   


Der Barde und der Gaudibursch

Die Geräuschkulisse von Siedler 6 passt meiner meinung nicht wirklich zur optischen Darbietung. Die deutschen Synchronstimmen sind zwar sehr gut ausgewählt und machen ihren Teil sehr gut, jedoch passt der Humor nicht hundertprozentik zum ernsthaften grafischen Stil. Im großen und ganzen wirken die Geräusche etwas flach. Auch die Musik plätschert belanglos im Hintergrund und erreicht nicht die Qualität des 5. Teils.


Die 4 verschiedenen Regionen in "Die Siedler - Aufstieg eines Königreichs"


                               



Auch die Story verdient nicht gerade einen Preis, denn bereits ab der zweiten Mission zieht sich der Aufbau zwischenzeitig wie zäher Kaugummi. Zudem ist diese nicht dynamisch und der rote Handlungsfaden, ist zu einer anfälligen, blassen rosa Schnur verkommen. Immerhin besteht ein wenig Abwechslung darin, das man vor jeder Kampagne seinen Hauptkarakter auswählen kann. So ist die gute Alandra geschickt geschult in der Kräuterkunde und kann verbündete Truppen heilen. Der mächtige Marcus ist ein wackerer Kämpfer, der es auch im Alleingang mit großen Gegnergruppen aufnehmen kann. Im Spielverlauf schließen sich immer mehr dieser wählbaren Ritter der Tafelrunde an, die jeder mit besonderen Eigenschaften einen minimalen Einfluß auf die Lösung der jeweiligen Mission nehmen kann.



Der Landser

Leider gibt es auch im militärischen Bereich keine Änderungen, bei der sich Teil 6 mit Ruhm bekleckert. Zwar, ist es übersichtlicher, da es weniger weniger Truppentypen gibt, aber die verknoten sich bei schnellen Angriffen derart, dass ein taktisches Eingreifen unmöglich ist. Glücklicher Weise folgt das Spiel keinen wirklichem Stein/Schere-Prinzip und derjenige mit der größeren Masse gewinnt. Zwischen den Hauptquests und dem erledigen von Handel und errichten von neuen Bauwerken, wartet Siedler 6 mit kleineren Nebenaufgaben auf. Das Erldeigen aber wirkt sich nicht direkt auf den Spielverlauf aus, sodass man auch mit dem Lösen der eigentlichen Aufgaben das Spielende erreicht, ohne etwas zu verpassen.


                   

Wallpapers



FAZIT: Man könnte meinen, das sich Blue Byte einfach ein Stück des Weihnachtsgeschäfts mit abscheiden möchte. Neben einer lauen Kampagne, wenigen, unwichtigen Neuheiten und einer nur lapidar überarbeiteten Grafik mit einem zwar komplett neuem aber siedleruntypischen Stil, ist "Der Aufstieg eines Königreichs" eher eine Mischung aus Anno 1701 und Sidler 5 – ohne aus beiden Genrevertretern nur die positiven Eigenschaften herauszufiltern. Hinzu kommt, ein liebloses Wirtschaftssystem und fehelnde Abwechslung besonders in Hinsicht auf den Multiplayerteil.



                            


Versionsunterschiede

Es sind von "Die Siedler - Aufstieg eines Königreichs" zwei Versionen im Handel erhältlich. Die normale Packung, die "nur" das Spiel enthält, sowie die Limitierte Sondedition. Diese kommt neben dem Spiel auch mit den Soundtrack auf CD, einer Bonus-DVD mit dem "Making-Of", einem Artbook, In-Game-Skins, einem beidseitig bedruckteem Poster und mit handsigniertem Artwork und "Rechte und Pflichten eines Ritters" daher. Natürlich sind diese Exemplare Nummerierte Einzelstücke



Kommentare

  • Klasse Review
    Kann mich dem nur als Sielder-Spieler der ersten Generetion anschließen. Ein "richtiges" Siedler war es nur bis Siedler IV... was danach folgte ging im Hagel von Anno & Freunde unter... Viele siedler-typische Sachen fehlen schlichtweg schon ab dem 5ten Teil.
    Ich hoffe Ubisoft tritt in irgendeinem Kommenden Teil mal ein Stück tiefer in die Fußstapfen von BlueByte.

    31. Oct 2007 - 18:58 Uhr
  • Siedler 2 - Die nächste Generation
    ...war ja identisch mit dem Ur-Sielder 2. Nur die Grafik war aufgepeppt. Sebst die Karten waren identisch. Aber das neue zeugs ist nicht wirklich überzeugend. Leider!

    1. Nov 2007 - 20:42 Uhr
  • Die Siedler 2
    ...war zu seiner Zeit TOP! Aber selbst aufgepeppt ist es nicht mehr zeitgemäß... Wenn ich an Siedler 1 zurück denke - die Anfänge von BlueByte. Richtig einen Namen hat Siedler mit dem dritten Teil verschafft. Egal zu welcher Zeit, auf dem Online-Server war immer was los. Und jetzt, 90% schimpfen übers Spiel... davon 85%, die das Spiel nach den Missionen zur Seite legen.

    1. Nov 2007 - 22:18 Uhr
  • Siedler 2
    Sieht nice aus, hab von siedler schon viel gehört, werd mal schaun ob ichs mir auch organisieren kann, macht bestimmt bock ^^

    Zum glück is bald Weihnachten xD

    2. Nov 2007 - 03:30 Uhr
  • Siedler
    also ich find das neue siedler schon ziemlich geil, nua das mit den updates geht mir wirklch am geist

    2. Nov 2007 - 15:03 Uhr

Alle weiteren Kommentare (10 insgesamt) zu dem Thema findest du in unserem Forum.

Du bist nicht eingeloggt! Bitte melde dich erst an, um ein Kommentar zu schreiben.