FIFA 07 - Vollversion Review



FIFA 07 - Vollversion Review

Teil 14 der legendären Fußballsimulation im Test bei projectlan.de






FIFA 07 - Jetzt kommt der Test, auf den es ankommt!

Was erwartet man von einem Spiel, dessen Publisher den nunmehr 14. Teil auf den Markt bringt? Denn pünktlich wie jedes Jahr, steht ein neuer Teil der FIFA-Chronik im Handel. Kann der neuste Spross der FIFA Reihe trotz der vielen erfolgreichen Vorgänger begeistern? Bringt er neue Ideen mit? Kann er simulationstechnisch der Pro Evolution Reihe das Wasser reichen?

 


FIFA erleben

Ein entscheidender Punkt, der FIFA zu dem gemacht hat, was es heute ist – nämlich die erfolgreichste Fußballsimulation auf dem PC – ist die Tatsache, dass Electronic Arts Jahr für Jahr in die originalen Fussballlizenzen investiert. So lässt sich der Publisher auch diesmal nicht lumpen und bietet uns wiederholt das Vergnügen mit Michael Ballack, David Beckham oder anderen bekannten Stars zu spielen. Die Spieler besitzen nicht nur alle Ihre originalen Namen, sondern sind auch noch optisch und leistungstechnisch ihren Vorbildern angepasst.

Zu Beginn des Spiels entscheiden Sie sich für eine der insgesamt 510 originalen Mannschaften aus 27 lizenzierten Landesmeisterschaften, welche auch die deutsche 1. und 2. Bundesliga beinhalten und beginnen Ihre Fußballkarriere. Wem es gelüstet, sein eigenes Team zusammen zu stellen, darf auch wieder selbst Hand anlegen und sich seine Traum-Elf inklusive eigenem Symbol manuell zusammenbasteln. Mit gewinnbringenden Einspielergebnissen und Zukäufen von Spielern anderer Mannschaften oder von Nachwuchsvereinen, darf dann nach Herzenslust der eigenen Elf auf die Füße geholfen werden.

 
Der Ball ist Rund

Als größte Neuerung ist die erstmals in der Geschichte von FIFA hinzugekommene unabhängige Ballphysik. Wurden bisher Spieler und Ball gemeinsam vom Programm geführt, ist der Ball jetzt ein eigenständiges Objekt und kann auch mal einen Spieler an stellen treffen, wo bei den Vorgängern noch eine Tabuzone war. Dies macht sich im Spiel durch ein etwas weniger fest planbares Geschehen bemerkbar und sorgt besonders in Mehrspielerpartien für mehr Abwechslung. So kann es durchaus sein, dass man den Ball nach einer missglückten Ecke verloren glaubt, aber durch eine unvorsichtige Bewegung des Torhüters der Ball doch noch ins Tor gelupft wird. Gleichzeitig wird das Passen jedoch etwas kniffliger, besonders für jene Optimisten, die mit Tastatur spielen. Für Benutzer, die mit dem Gamepad ihre Mannen übers Spielfeld jagen, ist die Bedienung wesentlich einfacher.

 

Jetzt ist die Saison

Am Gameplay selbst hat sich, bis auf die besagte Ballphysik, recht wenig getan. Das ist auch gut so, denn FIFA spielt sich wesentlich flotter als das simulationsträchtige PES. Zwar ist die eine oder andere Situation beim Konkurrenten sicherlich näher an der Realität aber der Spaß stand und steht bei FIFA schließlich im Vordergrund.

Kleine, im unteren Bereich des Bildschirmes eingeblendete Symbole, geben dem Spieler Informationen über den aktuellen Fußballer. Je nachdem kann er besonders flink rennen, ist stark beim Tackling oder kann, von seiner Konstitution abhängig, besser mit dem linken oder rechten Fuß den Ball weg treten. Eine Anzeige auf dem Rasen lässt jetzt auch den ungefähren Zielpunkt eines Eckballs erahnen und man ist in der Lage, seine Kopfballstarken Jungs besser in Position zu bringen. Solche Aktionen werden dann nicht selten spektakulär von FIFA in Szene gesetzt. Mit den - laut Electronic Arts - über 1000 Animationsphasen, von denen alleine 200 für Ballkontakte reserviert sind, macht somit auch das pure zugucken einen höllischen Spaß. Denjenigen welchen das Erreichen des Meisterschaftstitels nach dem x-ten Durchspielen keine Abwechslung mehr bietet, kann man getrost die insgesamt 112 Herausforderungen empfehlen. Bei diesen gilt, es diverse Ziele zu erreichen. So muss man zum Beispiel 75% eines Spieles im Ballbesitz sein oder möglichst viele Tore in einer Partie schießen. Dieser Spielmodus sorgt auch bei FIFA-Profis für Kurzweil, da einige Ziele nicht so einfach zu erfüllen sind, wie man anfangs gern glaubt.

 
Zweigeteilte Gemeinsamkeit

Das Klischee, dass sich PC- und Konsolenbesitzer meist spinnefeind sind, trifft zumindest auf die Spiele von EA Sports nicht hundertprozentig zu. Nicht selten erwischt man beide Fraktionen gemeinsam vor einem der Geräte hocken, um herauszufinden, wer der Bessere ist. So müsste auch Electronic Arts bewusst sein, dass beide verschiedene „Religionen“ aufeinander treffen. Umso unverständlicher ist es, weshalb die Grafik auf der XBOX360 um Welten besser ist, als auf dem PC. Wo die XBOX360 mit detailverliebten Kleinigkeiten, wie akkuratem Rasen und dem Schweiß auf Spielergesichtern aufwartet, sieht das Stadion auf dem PC hingegen aus, wie bei der Vorjahresversion. Auch auf den Rängen hat sich nichts verändert. Dieselben trostlosen Zuschauer wie in FIFA 06 zieren die Begrenzung des Fußballfeldes.

Umso mehr schallt es dafür aus den Boxen, was der Atmosphäre merklich gut tut. Die Zuschauer schreien sich beim Bejubeln von interessanten Szenen die Seele aus dem Leib und deutlich aufmerksamer muss man im Fangesang nach sich wiederholenden Samples suchen. Auch die beiden Kommentare Tom Beyer (WDR) und Sebastian Hellmann (Premiere) haben stets den passenden Spruch parat, was sich den alten FIFA-Titeln gegenüber erfreulich abhebt.


Screenshot von der XBOX360


(Spiel-)Hallenfußball

Im Mehrspielermodus kann man mit und gegen seine Freunde antreten. Bis zu 8 Spieler unterstützt das Programm dabei an einem PC - genügend Gamepads vorausgesetzt. Wahlweise bis zu vier menschliche Spieler pro Mannschaft können dann Ihre Lieblingsteams in das Turnier führen. Dabei stehen dann auch 43 lizenzierte Nationalmannschaften zur Auswahl.

Im Onlinemodus kann man gegen die ganze Welt antreten, um sich in den EA-Rängen nach oben zu kicken.

 
Fazit:

Für mich bleibt FIFA immer noch die erste Wahl, wenn ich am PC eine Runde kicken möchte. Das liegt zum einen an der einfachen Zugänglichkeit und zum anderen an der Atmosphäre, welche nicht zuletzt durch die vollständigen Lizenzen erreicht wird. Mag sein, das die Konkurrenz akkurater ist, aber der Unterhaltungsfaktor liegt eindeutig bei FIFA 07.

(rn)



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