Im Dauertest: alugraphics gamerpro mit Apples Magic Mouse



Im Dauertest: alugraphics gamerpro mit Apples Magic Mouse

Wer im Begriff ist, sich ein neues Mousepad zuzulegen, der hat die Qual der Wahl. Soll es das wabbelige Fünfeuro-Stoffpad inklusive feschem im Batik-Stil sein? Vielleicht wird es ja auch ein höherpreisiges Kunststoff-Pad mit feiner Riffeltextur oder doch ein Schreibtisch-großes, hochwertiges Textilpad vom Markenhersteller?






Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Das Billig-Stoffpad ist vermutlich für ambitionierte Gamer viel zu klein und lässt Mäuse mit mehr als 1000 DPI nicht wirklich ihre Stärken ausspielen. Das Plastik-Pad sorgt dafür, dass die Maus-Füßchen bald abgeschabt sind und sich das Alter-Ego in Counterstrike durch die Map bewegt, als hätte es Ganzkörper-Tourette. Und das teure Textilpad mit Fasern aus der Raumforschung ist irgendwann durch Schweiß, Hautschuppen und Essensreste bald so verdreckt, dass man es als Biotop unter Naturschutz stellen müsste.


alugraphics gamerpro


Sind nun die neuen superflache Leichtmetall-Mousepads der goldene Mittelweg? Das wollten wir wissen und haben beim Deutschen Hersteller alugraphics um ein Testmuster gebeten. Dies wurde uns auch umgehend für einige Wochen zur Verfügung gestellt, so dass wir genügend Zeiten hatten, den Nageruntersatz auf Langzeittauglichkeit zu testen. Getestet haben wir das gamerpro, für welches wir uns aufgrund seiner ergonomischen Form und Größe entschieden haben.

Gleich nach dem Auspacken fiel die besonders gering ausgefallene Materialstärke auf. Gerade einmal 0,8mm stark ist das gamerpro an seiner dünnsten Stelle. Und dennoch fühlt es sich verwindungssteif und überaus stabil an. Die Kanten wurden ringsherum angefräst, so dass ein noch flacherer Eindruck entsteht. Das hat nicht nur optische Gründe, sondern verhindert auch beim Arbeiten das Gefühl, dass eine störende Kante im Weg wäre. Und so hebt sich das gamerpro von anderen ab, indem es nahezu völlig plan auf dem Schreibtisch aufzuliegen vermag.


alugraphics
 

Auf der Unterseite wurde ein gummiartiges Gewebe aufgeklebt, dass für die nötige Haftreibung sorgen soll. Wäre doch schade, wenn man mitten in einer nervenaufreibenden Schlacht statt der Maus auf einmal das ganze Pad wegschieben würde. Diese Aufgabe wurde auch gut gemeistert und auf unserem guten alten Holzschreibtisch ist das gamerpro keinen Millimeter verrutscht. Dennoch gibt es einen Nachteil zu nennen. Aufgrund der geringen Höhe des Pads, oder besser gesagt, der aufgeklebten Gummierung, vermag das Pad eventuelle Unebenheiten des Tisches nur schlecht zu neutralisieren. In unserem Fall bedeutete das, dass die Unterlage nicht plan auf dem Schreibtisch auflag und kippelte. Allerdings ist das Pad auch so stabil und steif, dass die Maus trotzdem noch plan auflag.

In unserem Langzeit-Test verwendeten wir Apples neue Magic Mouse mit Touch-Technologie. Diese hat, obwohl sie erstklassig verarbeitet ist, einen entscheidenden Design-Nachteil. Statt verschiedener Auflage-"Punkte" besitzt sie zwei schwarze Plastik-Schienen, auf denen sie letztendlich gleiten soll. Ist die Schreibtischunterlage jedoch nicht völlig plan, dann beginnt die Maus zu wackeln und das Resultat sind etliche "Verklicker", denn man hat die Maus nicht wirklich unter Kontrolle. Gerade bei der Bildbearbeitung oder Ego-Shooter kann das schnell dazu führen, dass die Maus bei einem ungezügelten Gemüt schnell an der nächsten Wand landet.

Aber grünes Licht - in unserem Test bewährte sich das Gespann aus Aluminium-Mousepad und Magic Mouse als sehr praktikabel. Die Maus lag, trotz krummen Schreibtisch, völlig plan auf dem leicht kippelndem und ließ sich problemlos so bedienen, wie es sich gehört. Dem gamerpro sind übrigens sogenannte Glidetapes oder Mouseglider beigelegt. Da die schwarzen Plastikschienen der Magic Mouse nicht ganz glatt sind, gab diese beim Hantieren auf dem Pad leichte Schab- und Kratzgeräusche von sich. Wir haben die Mouseglider an die vier Ecken der Schienen geklebt und schon flutschte die Mouse mit deutlich weniger Widerstand nahezu unhörbar über das Pad.


magic mouse


Kleiner Praxistipp: Die Glider unbedingt mit sehr festem Druck aufkleben und die abstehenden Ecken umbiegen. Denn der Laser der Magic Mouse hat nur wenig Toleranz und kann bei einem halben Millimeter zu viel die Oberfläche nicht mehr richtig abtasten. Apropos Abtastung. Das Pad ist mit einer feinen, gepunkteten Textur strukturiert, die bei optischen wie "gelaserten" Mäusen mehr Präzision verschaffen soll. Die Abstastung funktionierte stets zur vollen Zufriedenheit - ob mit der Apple Mouse, einer einfachen Logitech Optical oder einer Roccat Kone.

Fazit
Das gamerpro ist etwas für all jene, die sich ein langlebiges Mousepad wünschen, dass keine Kompromisse bei den Gleiteigenschaften, der Abtastung und Ergonomie macht. Gleichzeitig macht das Pad optisch einen edlen Eindruck und vermag so manchen Arbeitsplatz zu schmücken. Preislich liegt das Pad im oberen Preissegment, der Hersteller gibt einen UVP von 39,90 Euro für die (von uns getestete) Basic-Version an. Für die größere XXL-Version werden sehr happige 59,90 Euro fällig. Neben dem Pad werden auch Mouseglider mitgeliefert, so dass ein perfektes Zusammenspiel mit der Peripherie gewährleistet ist. Der Hersteller kommt übrigens aus Schwaben und wirbt neben "Made in Germany" mit einer 10 Jährigen Garantie auf die Oberfläche.



Wir möchten uns bei alugraphics sowie der PR Agentur Borgmeiner herzlich für die unkomplizierte Zusammenarbeit und das für den Testzeitraum bereitgestellte Mousepad bedanken.



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