Lanparty-Organisator im Verhör
Interview mit einem Eastwave-Orga
Wieder einmal haben wir es geschafft, einen der Lanparty-Organisatoren der Eastwave zu entführen und ihn einem Verhör zu unterziehen. Anders kommt man ja heutzutage kaum noch an wichtige Hintergrundinformationen. Der Informelle Mitarbeiter war diesmal René 'wourhound' Meißner, dessen Aufgabenfeld mit Strom/Technik/Sponsoring schnell umschrieben ist. Also dann - auf geht's.
ProjectLAN.de: Hallo Rene, ihr hattet gerade eure Vereinssitzung. Plauder doch mal ein bisschen aus dem Nähkästchen und erzähl uns, was heute auf der Tagesordnung stand.
René: Klasse, dass wir euer Interesse wieder für unsere Veranstaltung wecken konnten.
Bei unserer heutigen Sitzung lagen das Augenmerk auf der Realisierung des virtuellen Sitzplans, des allgemeinen Netzwerkmanagements, sowie die Konzeptionierung des Stromplanes. Natürlich ging es auch um allerhand Kleinigkeiten, die aber für euch nicht weiter von Belang wären.
ProjectLAN.de: Stimmt. Eure Lanparty soll 300 Teilnehmer mehr als sonst unterbringen. Interessant ist dabei ja nicht nur der neue Sitzplan, sondern auch, wie ihr den höheren Strombedarf deckt. Reichen euch dafür die Kapazitäten der Halle aus?
René: Die letzte eastWave hat uns die Grenzen der derzeitigen Kapazität des Verteilernetzes aufgezeigt. Mit unserem Partner Stadtwerke Senftenberg zusammen, werden wir dies für die 9zero1 ausweiten. Den neuen Sitzplan wird man in den nächsten Tagen auf der Homepage einsehen können.
ProjectLAN.de: Dann arbeiten die Stadtwerke also mit euch zusammen? Wie weit reicht diese Kooperation und vor allem, was hält die Stadt von eurem Projekt?
René: Unsere wichtigsten Partner vor Ort sind die Stadtwerke, die Stadt Senftenberg und der TSV Senftenberg e.V.. Seit Beginn unterstützen uns die Stadtwerke mit der Installation, sowie Wartung des kompletten Kraftstromequipment und der TSV mit der Location. Die Stadt Senftenberg ist natürlich von unserem Einsatz begeistert. Sie wissen um die Bedeutung für die Region und helfen uns wie und wo sie können.
ProjectLAN.de: Auf Lanparty.de gab es ja schon ein erstes Diskussionsthema, mit dem ihr euch auseinandersetzen musstet - das Netzwerk. Auf eurer Website ist beispielsweise der Equipment-Verleih LanKöln als Netzwerklieferant angegeben, aber dessen Website ziert derzeit der Schriftzug "Kein Zugriff erlaubt". Kannst du inzwischen etwas Licht ins Dunkel bringen?
René: Diese Information ist noch aus der vergangenen Veranstaltung und wird natürlich ebenfalls in den nächsten Tagen, zusammen mit dem Sitzplan, aktualisiert. Natürlich wollen wir unseren Gästen wieder ein sehr gutes Netzwerk zur Verfügung stellen. Ich vertraue dort voll auf die Fähigkeiten unserer Netzwerker, die sich zurzeit fieberhaft mit der Konzeption des Netzwerkes beschäftigen.
ProjectLAN.de: Was genau wollt ihr im Netzwerksegment ändern und verbessern?
René: Nichts ;-)! Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass unsere Netzwerker bisher für jedes Problem eine Lösung gefunden haben. So verlief die letzte Veranstaltung ohne Zwischenfälle. Deshalb dürfen wir auch diesmal von derselben Qualität ausgehen. An dieser Stelle wollen wir unsere Netzwerker "realix" und "Chemi" noch einmal für ihre hervorragende und ausdauernde Arbeit loben. :)
ProjectLAN.de: Eure letzten beiden Veranstaltungen boten jeweils maximal 600 Spielern Platz, waren aber nie richtig ausgebucht. Was motiviert euch dazu, diesmal die Messlatte sogar auf 900-Mann raufzusetzen? Ihr macht das doch sicherlich nicht ohne handfeste Gründe.
René: Können wir die Frage nicht auslassen? ;-)
ProjectLAN.de: Nee.
René: Natürlich gibt es dafür Gründe. Allerdings müssen wir hierzu kurz in die Vergangenheit reisen. Die erste LAN, die "eWave", war ein Zusammenschluss aus verschiedenen Projekten.
Selbstverständlich ist klar, dass bei einem solchen Neuvorhaben mit Hindernissen gerechnet werden muss. Nicht alle konnten wir optimal überwinden. Die Folgeveranstaltung, die "eastWave", hat jedoch gezeigt, dass wir mittlerweile allen Herausforderungen trotzen können. Dies bewies das gute technische und organisatorische KnowHow des gesamten Teams. Wer als Besucher vor Ort war, weiß wovon wir sprechen. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, unsere Tradition fortzuführen und der Kitzel neuer Herausforderungen animiert uns auch dieses Mal, uns einen Schritt nach vorn zu wagen.
Die Organisatoren haben sichtlich Spaß bei der Arbeit
ProjectLAN.de: Aber erstmal müssen eure Besucher ja wissen, dass es euch gibt. Wie sehen denn eure Werbemaßnahmen aus
René: Kurz und knapp. Wir werben mit dem altbewährten Mittel Internet. Wer aufmerksam liest, hat uns dabei bereits in den unzähligen Forenwerbungen, Portaleinträgen (z.b.: Projectlan :P ) und IGMs entdeckt. Natürlich dürfen neben den virtuellen Werbemaßnahmen auch Flyer und Plakate nicht fehlen.
ProjectLAN.de: Was sind denn IGMs?
René: Ingamemessages. Wir werben zum Beispiel, indem wir Spieler in World of Warcraft direkt anschreiben oder per ICQ Bekannte anschreiben.
ProjectLAN.de: Ihr habt zwischen der letzten und der nächsten Veranstaltung rund ein Jahr Pause. In einem Jahr kann viel passieren, man kann die Szene beobachten und sich weiterentwickeln. Habt ihr in dieser Zeit viel dazugelernt?
René: Natürlich beobachten wir die Entwicklungen ständig und nutzen auch diese Erfahrungen um uns voran zu bringen. Wer mit offenen Augen durchs Leben geht wird immer etwas dazu lernen.
ProjectLAN.de: Da gibt es doch sicher etwas, was dir dazu spontan als Beispiel einfällt.
René: Ja klar, ich nenn nur die Entwicklung von Clanarealen, Eventbereichen etc.. Die Zeiten, in denen sich Gamer zum puren Zocken getroffen haben, sind bekanntlich vorbei. Eine LAN- Party muss mittlerweile auch andere Bedürfnisse der Besucher erfüllen. "Mehr Party als LAN" :-)
ProjectLAN.de: Gibt es denn irgendetwas, was du unbedingt mal auf einer Lanparty verwirklichen möchtest?
René: 901 Gamer bei der eastWave 9zero1 im September 2008 :)
ProjectLAN.de: Gute Antwort. Und außerdem?
René: Eine Unterwasser-Lan im Senftenberger See ;). Nein Spaß bei Seite, wichtig ist nur, dass die Leute begeistert nach Hause zu gehen und sich auf die nächste freuen. Und dieses Ziel verwirklichen wir mit jeder unserer Veranstaltungen ein Stückchen mehr.
ProjectLAN.de: Mit einem Frühbucherpreis von 17 Euro seid ihr derzeit die günstigste Großveranstaltung im gesamten deutschsprachigen Raum. Wie schafft ihr es, mit diesen Eintrittspreisen, die Bedürfnisse der Teilnehmer zu befriedigen? Finanziert ihr eure Veranstaltung überhaupt maßgeblich durch die Eintrittspreise, oder springen an diesem Punkt eure Sponsoren ein?
René: Diese Frage ist einfach zu beantworten. Wir sind mit Leib und Seele dabei, es ist schon fast wie eine Droge. Die Einnahmen nutzen wir dabei komplett für die Deckung der Kosten. Unseren Gästen wollen wir natürlich das Maxium an Spaß für ihren Beitrag bieten, nur durch hohen Eigeneinsatz und die Unterstützung unserer Partner ist dies möglich.
ProjectLAN.de: Viele der Großveranstaltungen bieten nicht selten ein großes Rahmenprogramm samt Gamecasting und Multimedia-Show. Wie schaut's da bei euch aus. Habt ihr ähnliches im Petto?
René: Zusätzlich zu einer gemütlichen Livestreaminglounge, einer sportlichen Konsolenecke und dem traditionellen LAN-Pokerturnier wird es noch weitere überraschende Neuerungen geben - und Multimedia darf doch auf keiner LAN fehlen, oder?
ProjectLAN.de: Konsolenecke klingt gut. An was für Geräten darf denn gespielt werden und wie viele davon gibt es?
René: Alles ist hier noch nicht spruchreif, soviel sei jedoch gesagt: Der aufmerksame Leser unserer Homepage und Newsletter wird in absehbarer Zeit diese Informationen vorfinden. :)
ProjectLAN.de: Was wäre denn das schlimmste, was euch auf einer Lanparty passieren könnte?
René: Das ist eigentlich denkbar leicht. Ein kompletter Strom- und Netzwerkausfall oder gar ein Engpass von überlebenswichtigen Versorgungsgütern wie Bier, Kaffee und Energizer könnten jede Party leicht kippen. ;)
ProjectLAN.de: Wie viel Zeit steckst du denn privat in euer Projekt? Kannst du mal beispielhaft einen Tag im Leben eines eastWave-Orgas nachzeichnen?
René: Es gab schon Tage an denen der eine Orga nach dem Aufstehen dem anderen gute Nacht gesagt hat. Grundsätzlich kann man sagen, dass die LAN etwa zwei Stunden am Tag Arbeit kostet und eine Woche vor und nach der LAN etwa 14 Tage :)
ProjectLAN.de: Und darf man fragen, wie deine persönliche Lebensplanung aussieht? Was denkst du, wie lange wirst du selbst Lanparties mitverstalten.
René: Meine persönliche Lebensplanung sieht momentan so aus, dass ich Informatik an der Fachhochschule Lausitz studiere. Es wird kein Nach-der-Lan geben, denn nach der eastWave, ist vor der eastWave.
ProjectLAN.de:Zwei letzte Fragen seien uns noch gestattet. Warum darf man die eastWave nicht verpassen und woher kommt eigentlich dein Nickname?
René: Interessanterweise verhalten sich alle Wellen ähnlich, anfänglich ist kaum etwas zu sehen, wenn man jedoch von ihr erfasst wird, bekommt man die ganze Kraft zu spüren. Deshalb laden wir alle Lanbegeisterten auf die eastWave 9zero1 ein, um sich mit uns in die elektronischen Fluten zu stürzen. ;)
Ja... wourhound oder kurz wour (später) entstand aus einem "Missgeschick". Damals 1998, in meinen jungen Jahren, suchte ich einen Nick für ICQ und da hab ich mich dummerweise verschrieben. Anstatt Warhound -> Wourhound. Tja, ich war eben ein Noob :D









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