Medal of Honor: Airborne - Angetestet



Medal of Honor: Airborne - Angetestet






Eigentlich sollte es ein ruhiger Ausflug werden. So teilte es uns zu mindestens unser Kommandant mit. „Kommt mit nach Europa. schicke Frauen und gutes Essen erwarten euch dort“ Und jetzt? Nur Dreck und Geschosse, welche mir links und rechts um den Kopf herum pfeifen. Irgendwie fühl ich mich von der US Army verarscht. Aber Zeit zu Nachdenken habe ich auch nicht, den ich habe genügend damit zu tun meinen eigenen Arsch und den meiner Kameraden zu retten.

Medal of Honro: Airborne


In Medal of Honor: Airborne wird man wieder einmal in die Wirren des zweiten Weltkrieges herein katapultiert. Diesmal darf man sich als Fallschirmjäger beweisen und dadurch an der vordersten Front sein Können unter Beweis stellen.

Doch zum Beginn der Einzelspielermission wird erst einmal ein ordentlicher Absprung aus einem Flugzeug geübt, denn schließlich will man ja lebend unten ankommen und nicht als durchlöchertes Päckchen. Nach zwei bis drei Probesprüngen in der Nähe einer US Basis, geht’s dann auch schon ab in ein kleines italienisches Städtchen, welches die Deutschen verbittert verteidigen. Das erste Missionsziel ist die Ausschaltung der feindlichen Luftabwehr.

Nach dem geglückten Absprung begab ich mich sofort in Kampfposition und folgte meinen Kameraden. Schon an der nächsten Häuserecke werden wir von einem deutschen MG Nest erwartet. Immer wieder rufen mir meine Kameraden Befehle zu wie „Gib mir Feuerschutz“ oder „Achtung Granate“. In der rechten unteren Ecke befindet sich meine Waffe. Unten links die restlichen Statusanzeigen wie Gesundheit und die Positionen der Gegner.

Nachdem ich die ersten Gegner erfolgreich eliminiert habe, wurde meine Waffe allmählich blau eingefärbt. Erschrocken beobachtete ich diese etwas ungewöhnliche Aktion. Je mehr Gegner ich erledigte, desto mehr kam es zur Einfärbung der Waffe. Kurz vor Abschluss der Kompletteinfärbung, sah ich mich schon nach einer neuen Waffe um, da ich befürchtete, dass meine derzeitige gleich den Geist aufgeben würde. Doch mich erwartete nur ein elegantes Upgrade der Waffe, welche mich noch präziser Zielen ließ.
Diese neue Funktion wurde übrigens allen tragbaren Waffen und Granaten spendiert und bleibt auch bestehen, wenn man die Waffen mal gegen eine Andere eintauscht und erst später wieder verwenden möchte.

Medal of Honro: Airborne


Ebenfalls neu ist der Gesundheitsbalken. Der Balken ist in vier Abschnitte unterteilt. Sobald man verletzt wird, verringert sich in einem der Abschnitte die Gesundheit. Stürmt man jetzt weiter voran und wird wieder verletzt entleert sich der Abschnitt immer mehr bis er komplett verbraucht ist. Danach ist der nächste Abschnitt dran. Bleibt man jedoch ruhig in Deckung sitzen, füllt sich der Abschnitt langsam wieder auf, ohne dass man ein Sanipack suchen muss.

Grafisch ist Medal of Honor ein echter Leckerbissen und wirklich was fürs Auge. Die Soldaten sind so detail- und polygonreich animiert, dass sogar deren Kleidung realistische Falten und Schatten wirft. Den Strassen wurde zum Beispiel mit netten Bumpmapping-Effekten ein plastisches Aussehen verpasst. Im nächtlichen Mondschein spiegelt sich mitunter der Himmel in den Pfützen der Backstein-gepflasterten Strassen. Atemberaubend ist der Blick aus dem Himmel, wenn man sich gerade bei der Absprungübung in der Ausbildung befindet.

Massig Flugzeuge und Cumuluswolken verdecken fast den Blick auf das schöne Abendrot und beim freien Fall nach unten sieht man eine überaus detailreiche Bodenlandschaft. Umschauen lohnt sich also! Etwas gewöhnungsbedürftig aber dennoch interessant ist der Effekt beim Zoomen mit dem Scharfschützengewehr. Dann wird das Sichtfeld, in dem man scharf sieht, auf ein Minimum reduziert, während alles andere Drumherum unscharf wird. Ansonsten stehen bombastische Explosionen und nahezu realistische Rauch- und Nebeleffekte auf der Habenseite. Aber dabei muss man sich keine Sorgen um das nächste Hardware-Upgrade machen. Ein Computer der Mittelklasse und eine DirectX 9 Grafikkarte reichen aus, um flüssig und detailreich spielen zu können.

Medal of Honro: Airborne


Klanglich weiß der neue Weltkriegs-Shooter von EA Games ebenfalls zu überzeugen. Wer eine 6-Kanal Soundanlage sein Eigen nennen kann, wird sich in einer unglaublich dichten Soundatmosphäre wieder finden. Vorbeischnellende Kugeln und Splitter, Rufe und Kommandos der Soldaten und Feinde und Artillerie-Bombardement aus der Ferne werden in sehr realistisch synthetisiert und wiedergegeben. Dabei findet der Sound knackig, glasklar und definiert den Weg in die Ohren des Spielers. Ein echtes High-Fidelity Erlebnis frei nach dem Motto „Krieg ist die Hölle, aber der Sound ist geil!“.

Leider lässt die Anzahl der Einzelspielermissionen etwas zu wünschen übrig. Nur sechs Stück spendierte EA dem Spieler auf der immerhin 8 Gigabyte großen Originalversion. Die Missionen jedoch können sich sehen lassen. Nach Erreichen des ersten Primärziels, wird dem Spieler ein weiteres genannt. Das Ganze wurde mit echtzeitberechneten Zwischensequenzen verschönert. Doch leider ist für die meisten Spieler nach cirka 5 Stunden schon Schluss, denn im Durchschnitt benötigt ein erfahrener Spieler so lange, um alle Missionen durchzuspielen.

Fazit: Medal of Honor: Airborne erfüllt spielerisch und grafisch den derzeitigen Standart. Das Gameplay ist zackig und auf der Höhe der Zeit. Wer schon seit langem einen guten WII Egoshooter sucht, sei dieses Spiel nahe gelegt. Auch im Netzwerk wird Medal of Honor: Airborne jede Menge Freude bereiten. Einzigster Wehrmutsstropfen ist die geringe Anzahl der Einzelspielermissionen, welche den Kaufpreis nicht rechtfertigt.




Kommentare

  • Lohnt sicht
    Es lohnt sich das Game zu kaufen ist wirklich top nur etwas zu kurz!

    27. Oct 2007 - 03:02 Uhr
  • Naja
    Das spiel ist schon geil nur der Multiplayer lässt zu wünschen übrig...

    27. Oct 2007 - 09:50 Uhr
  • -
    Medal of Hornor war schon immer geil

    27. Oct 2007 - 11:11 Uhr
  • Cooles Game

    Das Spiel ist ansich schon geil und gut aufgebaut. Allerdings definitvi erheblich zu kurz. Da bist gleich durch. Brauchst höchstens länger, weil immer wieder alle Gegner von Geistes Hand auftauchen, die du schon umgenietet hast wenn du gestorben bist, obwohl angeblich ein Checkpoint gesichert wurde.

    Aber fette Grafik. Echt geil.

    27. Oct 2007 - 14:09 Uhr
  • -
    Ich fand, dass Spiel auch wirklich spitze, hatte es aber an 2 Nachmittagen schon auf leicht durch :-(
    Da wäre eine längere Story echt wünschenswert. Grafik ist aber top!

    27. Oct 2007 - 22:17 Uhr

Alle weiteren Kommentare (16 insgesamt) zu dem Thema findest du in unserem Forum.

Du bist nicht eingeloggt! Bitte melde dich erst an, um ein Kommentar zu schreiben.