Need for Speed Undercover Review



Need for Speed Undercover Review

Diesmal auf der anderen Seite






Eine Karriere als legaler Rennfahrer ist anscheinend nicht so interessant. Dies kann man zumindest vermuten, nachdem EA´s Ausflug in die Welt der legalen Rennen gerade mal für einen Teil der Need for Speed Serie angehalten hat. Präsentierte sich der Titel des letzten Jahres fast komplett ohne eine Story, wird der Punkt im neusten Sprössling groß geschrieben. Mit der Verpflichtung von Maggie Q. hat man auch die richtige Schauspielerin engagiert, aber dazu später mehr.


In Need for Speed Undercover geht es wieder in den Untergrund. Jedoch gehörst du nun zur anderen Seite. In dem Gebiet Tri City Bay Area passiert viel Unrechtes auf den Straßen. Illegale Straßenrennen gehören hier eher zu den Kavaliersdelikten. Das, was die Polizei und das FBI am meisten gegen den Strich geht, ist der massive Autodiebstahl und Autoschieberei. Deswegen wirst du ausgewählt, um das Ganze von Innen auszuspionieren. Dir wird also ein Wagen vor die Nase gesetzt und du musst versuchen ins Augenlicht der Untergrundkönige zu gelangen. Zwischendurch werden immer wieder Film-Sequenzen eingespielt, die der Story zu ein wenig mehr Leben verhelfen. Die Geschichte ist zwar logisch und konsequent durchgezogen, manchmal aber zu leicht durchschaubar. Am Ende sollte jeder Spieler eigentlich überrascht sein, dies werden aber nur die wenigsten wirklich sein.


Wie im Vorgänger gibt es auch in Undercover wieder ein Schadensmodell. Dieses ist aber deutlich beschnitten worden. Es gibt, bis auf einen Motorschaden, keine Schäden, die die Leistung des Wagens beeinträchtigen. Die optischen Schäden sind dafür um so detaillierter. Fährt man frontal gegen einen anderen Wagen oder gegen eine Wand, klappt die Motorhaube auf und fliegt, sofern man seinen rasanten Fahrstil beibehält, irgendwann weg. Fährt man einem Kontrahenten hinten drauf, öffnet sich dessen Kofferraum das ein oder andere Mal. Natürlich zerkratzt auch der Lack oder die Seitenspiegel verabschieden sich. Alles in Allem also ein sehr solides Schadensmodell ohne Aussetzer aber auch ohne Ausrufezeichen.

Die Grafik in Need for Speed Undercover ist gut. In Großen und Ganzen gleicht sie der des Vorgängers. Die Autos sind wieder einmal sehr liebevoll und detailliert gestaltet worden. Der Rauch aus dem Vorgänger wurde übernommen, auch wenn dieser jetzt nicht mehr so dicht ist. Leider sehen die Texturen der Untergrundflächen etwas matschig aus. Hier raten wir zum Textur Patch vom NFS-Planet User "An7hrax". Dieser verbessert die Qualität der Texturen ohne dabei die Performance zu beeinflussen. Erfreulich ist, dass das ganze Spiel auch auf weniger aktuellen Systemen noch gut und schnell läuft.


Nachdem das Fahrgefühl in Need for Speed Pro Street sehr ungewöhnlich für einen Teil der Need for Speed Serie war, hat man sich bei dem aktuellen Teil wieder für eine leichtere Steuerung entschieden. Die Hecks der Autos brechen zwar immer noch sehr leicht aus, dies wirkt aber weder übertrieben noch unrealistisch. Wie im echten Leben fährt sich jedes Auto anders, nicht nur was die Beschleunigung oder die Höchstgeschwindigkeit angeht. Insgesamt macht es Spaß über die Straßen zu brettern. Die KI-Gegner haben auch dazu gelernt. Sie verbremsen sich kaum noch und sind eigentlich nur einzuholen, wenn sie mal einen Unfall verursachen. Für geübte Fahrer stellen sie dann jedoch keine Bedrohung dar. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich nicht verstellen und so ist der Rennverlauf, besonders am Anfang des Spiels, meist sehr einseitig.


Wie es sich für ein Straßenrennspiel gehört, kann man auch in Undercover wieder ordentlich an seinem Wagen schrauben. Neben den einzelnen Leistungsupgrades, wie einen neuen Motor oder ein anderes Fahrwerk, gibt es nun auch wieder die Möglichkeit, die Optik seiner Karre zu bearbeiten. Eine Vielfalt an Karosserieteilen wie bei den „Underground“- Teilen gibt es jedoch nicht mehr. Mit dem Vorhandenen kommt man aber durchaus gut aus. Die Autos auf den Straßen sehen dadurch auch wieder unterschiedlicher aus, als sie es noch im Vorgänger taten.


Kommen wir nun zum Fazit. Need for Speed Undercover besitzt wieder eine Story. Nachdem der Vorgänger damit überhaupt nicht dienen konnte, hat man jetzt wieder eine schöne Geschichte mit Wendungen eingebaut. Durch die Videosequenzen wird das „Mittendrin statt nur Dabei“- Gefühl geschürt und manchmal will man unbedingt bis zur nächsten Sequenz weiterspielen. Das Fahrgefühl ist wiedereinmal Geschmackssache. Der Sound und die Grafik gehören weiterhin zur Oberklasse der Rennspiele, auch wenn es keine signifikanten Verbesserungen zu sehen oder hören gibt. Wer auf schnelle Rennen mit viel Aktion steht und auch nicht scheut, diesmal auf der Seite der Polizei zu spielen, kann sich das Spiel getrost zulegen.



Kommentare

  • Torpark
    Ich nutze Torpark sehr häufig, da mir meine UMTS-Flat nicht ganz geheuer ist. Der Vodafone-Proxy loggt mir zuviel mit und ganz wichtig: der Proxy macht alle Bilder durch eine zusätzliche Komprimierung hässlich. Mit dem Torpark werden die dann wieder einwandfrei angezeigt. Nur die Geschwindigkeit lässt noch etwas zu wünschen übrig.

    2. Oct 2006 - 11:07 Uhr
  • ich warte
    lieber auf den internet explorer 7. der ist mir irgendwie sympatischer. ich bin einer der gern alles von einer sorte hat. also vor allem beim computer (ms winxp, ms office, und bla).

    2. Oct 2006 - 11:43 Uhr
  • NFS Undercover
    Ich habs für PSP und PC un es ist einfach nur geil

    15. Mar 2009 - 15:01 Uhr
  • top
    Find ich auch :)

    27. Apr 2009 - 16:06 Uhr

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