Review: Brothers in Arms - Hells Highway
Ab durch die Hölle
„Es gibt nur einen Weg aus der Hölle und dieser geht genau mitten hindurch“ Mit diesem Spruch wartet die Verpackung von „Brothers in Arms: Hells Highway“ auf einen. Der zweite Weltkriegs-Shooter erzählt die Geschichte der 101 Luftlanddivision. Diese tapferen Soldaten waren offiziell für die Operation „Market Garden“ eingesetzt. Recht schnell stellte sich jedoch heraus, dass sie in die Hölle auf Erden geraten waren.

Am Anfang des Spiels sieht man erst einmal eine lange Videosequenz, in der die Geschichte der Hauptfiguren erzählt wird. Dadurch bekommt man ein Feeling für die Situation in der Gruppe, wer ist mit wem befreundet, wer würde wem am liebsten im Sperrfeuer sitzen lassen. Auch zwischendurch bekommt man immer mal wieder Videosequenzen zu sehen. Diese sind wirklich gut gemacht und könnten auch in so manchem Hollywood-Film Einzug halten. Die Story wird sehr gut vorgetragen. Die Entwickler haben es geschafft einen aktionreichen Taktik-Shooter mit einer tief greifenden Story zu verbinden. Zusätzlich zur Haupthandlung gibt es noch mehrere Nebenschauplätze. Mal versucht „Matt Baker“, die eigene Spielfigur, einem einheimischen Niederländer dabei zu helfen, dessen Sohn in den Winkeln und Gassen von Eindhoven zu finden. Dann will sich der junge „Franky“ beweisen, in dem er im Alleingang ein Mädchen retten will, in welches er sich in Eindhoven verliebt hat. Natürlich endet die Rettungsaktion in einem dramatischen Finale.

Unter einem zweiten Weltkriegs-Shooter stellt man sich oft ein Spiel wie „Battlefield 1942“ vor. Man spielt eine der beiden Fraktionen und muss seine Missionen erfüllen. Dazu hat man sich selbst, selbst und vielleicht ein paar NPCs die aber kaum mitdenken und eigentlich nur wie wild drauflos ballern. Brothers in Arms schlägt hier einen anderen Weg ein. Ähnlich wie in den „Rainbow Six Vegas“-Teilen kann man Teams befehligen und sich so einen taktischen Vorteil herausarbeiten. Während der vielen Missionen, die Lückenlos aneinander gereiht sind, hat man die Befehlsgewalt über MG- und Bazoka-Teams. Teams mit Maschinengewähren sind gut um die Gegner in ein Sperrfeuer zu verwickeln. Während dessen schleicht man selbst unbemerkt über die Flanke und kann dann von dort aus jeden einzelnen gegnerischen Soldaten ausschalten. Haben diese sich hinter Sandsäcken versteckt, befiehlt man seinem Bazoka-Team die Säcke aus dem Weg zu räumen. Der eigene Erfolg hängt stark damit zusammen, wie geschickt man mit seinen Teams umgeht.

Optisch ist das Spiel ein echter Hingucker. Die verwendete Unreal 3 Engine kommt in vielen Spielen zum Einsatz und wusste bisher immer zu überzeugen. Auch bei Brothers in Arms: Hells Highway ist das nicht anders. Egal wo man ansetzt, die Grafik ist einfach top. Die Texturen sind sehr realistisch und die äußere Unschärfe beim genaueren Zielen mit einem Gewehr schaut auch naturgetreu aus. Dazu gesellt sich eine tadellose Physik. Mit seinem Bazoka Team kann man fast alles dem Erdboden gleich machen. Normalerweise wird man einen Sniper in einem etwas weiter entfernten Turm ebenfalls mit einem Scharfschütze attackieren. Im Spiel ist die Panzerfaust jedoch die eindeutig bessere Wahl, denn mit ihrer Hilfe ist nicht nur der Gegner, sondern direkt der ganze Turm verschwunden. Der einzige Wermutstropfen sind die hohen Anforderungen an den Computer, um das Spiel mit vollen Details spielen zu können. Schraubt man die Qualität etwas herunter, kann man aber auch mit etwas in die Tage gekommenen Systemen noch ordentlich Spaß haben.

Zum Fazit: „Brothers in Arms: Hells Highway“ hat uns sehr viel Spaß gemacht. Die Story ist authentisch, lebendig und verlangt danach, zu Ende gespielt zu werden. Das Ganze ist verpackt in einer wunderschönen Optik. Zwar kommt „Hells Highway“ nicht an „Crysis“ oder „Far Cry 2“ heran, die Unreal 3 Engine weiß aber zu gefallen. Schlussendlich würde die Story und die Grafik nichts bringen, wenn man wie Rambo einfach durchmarschieren könnte. Um dem entgegen zu wirken, haben die Entwickler eine ordentliche KI geschaffen. Die Kontrahenten aus dem Deutschen Lager sowie die eigenen Soldaten handeln meist nachvollziehbar. Nur selten gibt es Aussetzer. Öfter passiert es da schon, dass die Soldaten selbst an kleinsten Ecken fest hängen. Leute die viel Spaß an Aktion haben, dabei aber nicht einfach wie wild drauf los rennen wollen sollten sich „Brothers in Arms: Hells Highway“ zulegen.









MecklenburgerQuelle
bericht
ja,das ist ein echt guter bericht,weiter so,leute
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