Review PC: Command & Conquer – Alarmstufe Rot 3
Nunmehr acht Jahre nach dem Quasi-Vorgänger Alarmstufe Rot 2, erscheint der direkte Nachfolger aus dem Command & Conquer – Universum – Alarmstufe Rot 3. Die augenzwinkernd angelegte Hintergrundgeschichte, bietet auch diesmal wieder Russland. Diesmal geführt vom Premier Cherdenko (gespielt von Tim Curry), der per Zeitmaschine in die Vorkriegszeit reist und durch die Ermordung von Albert Einstein die Entwicklung der Atombombe verhindert. Durch das gleichstellen der Machverhältnisse der bis dato existierenden Supermächte Russland und Amerika, erhofft sich Cherdenko einen Sieg über die Vereinten Nationen.
Drei Seiten
Jedoch hat Cherdenko seinen Plan ohne die in den übersprungenen Jahren entstandene dritte Supermacht – das japanische Kaiserreich – gemacht. Somit stehen dem Spieler wie zuletzt auch in Tiberium Wars wieder drei Seiten zum spielen zur Auswahl.
Alle drei Seiten spielen sich recht unterschiedlich. Speziell in Gefechten oder in Mehrspielerturnieren fällt dies auf. So haben die Amerikaner wie gewohnt eine sehr starke Luftwaffe und die Russen trumpfen mit dicken Panzern und technischen Spielereien auf, die „aus der Not heraus“ entstanden zu seien scheinen. Die Japaner haben verwandelbare Einheiten, die technisch fortschrittlicher, jedoch weniger Robust sind. So können beispielsweise japanische Flugzeuge auch gegen Bodeneinheiten mobil machen, indem diese sich in Roboter verwandeln. Der Nachteil dieser flexiblen Einheit ist jedoch, dass sie nur in überlegener Anzahl gegen beiden Kriegsgegner effektiv ist.
Filmreife Inszenierung
Was schon immer eine Stärke von Command & Conquer gewesen ist, ist die Erzählweise, die dem Spieler zwischen den Missionen die Story vermittelt. In kleinen Minifilmchen, wird die jeweilige Kampagne fortgesponnen. Alles in herrlich trashigen Sets, absurden Details z.B. auf Cherdenko’s Schreibtisch oder Anspielungen auf die Spiele-Vorgänger.
Auch die Darstellergarde zählt zu der Prominentesten im Spielesektor. Neben Tim Curry als Premier Cherdenko („Steven King’s Es“, „The Rocky Horror Picture Show“, „Jagd auf Roter Oktober“) sind auch weitere Rollen brillant besetzt. So darf man filmische Größen wie Jonathan Price als Feld Marshall Robert Bingham („Ronin“, „Fluch der Karibik“, „James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie“), Peter Stormare als Dr. Gregor Zelinsky („Armageddon“, „Minority Report“, „Bad Boys 2“) oder J.K. Simmons als US-Präsident Howard T. Ackermann („Spiderman 1-3“, „Ladykillers“, „Astronaut Farmer“) begrüßen. Nahezu alle Rollen sind prominent besetzt, so können Star Trek Fans ihren lieb gewonnen George Takei alias Lt. Hikaru Sulu alias Imperator Yoshiro auf dem Japan-Feldzug begleiten oder nach den durchweg attraktiven weiblichen Darstellern wie Jenny McCarthy, Autumn Reeser oder Kelly Hu liebäugeln.
Schall und Rauch
Diese aufwändigen Videos und HQ-Qualität vermitteln sehr viel von der gewohnten Alarmstufe Rot – Atmosphäre, die auch im Spiel konsequent beibehalten wird. Panzer können sich als Vegetation tarnen, Spione laufen verkleidet in gegnerische Basen und dicke Zeppeline bombardieren gegnerische Basen. Erstaunlich gut ist den Entwicklern hierbei wiederum die Einheitenbalance gelungen. Jede Einheit hat mindestens einen Gegner, gegen den diese nahezu hilflos ausgeliefert ist. Auch die Superwaffen sind entschärft wurden und sind alleine nicht mehr Spielentscheidend. Das gefällt den Fans!
Leider wurden aber auch verschiedene Schwachpunkte übernommen. So verklumpen größere Einheitenformationen beim Bewegen über das Schlachtfeld immer noch und bilden eine lustige Schlange. Beim produzieren von Einheiten über das Baumenü (ohne direktes Anklicken der Produktionsstätte) kann man immer noch kein Zielpunkt setzen und trotz des Formationsbefehles stehen die Einheiten mit viel zu großen Abständen zu einander.
Auch grafisch ist Alarmstufe Rot 3 sehr durchwachsen. Zwar wirken die Farben knallig, Explosionen wuchtig und das Spiel läuft auch auf älteren PC’s recht flüssig, jedoch auf hochgezüchteten Computern mit Shader-Verwöhnten Benutzern, vermag die alteingediente Engine die bereits in Command & Conquer Generäle zum Einsatz kam, kaum einen mehr in Staunen zu versetzen.
An der Steuerung und der Vertonung gibt es freilich nichts auszusetzen. Die Originalsprecher sowie die deutsche Synchronisierung sind hervorragend gelungen und erinnern besonders mit der Hintergrundmusik an die Vorgänger.
Ich bzw. Wir ziehen in den Pixel-Krieg
Wirklich neu ist der Koop-Modus, in dem man mit einem Freund über das Internet die kompletten drei Kampagnen gemeinsam durchschreiten darf. Da das Spiel auch offline (also auch ohne menschlichen Mitspieler) jede Mission mit einem KI-Kameraden unterstützt, dem man mit vier Befehlen den groben Weg zum Sieg weisen darf, ersetzt auf Wunsch ein lebensechter Kamerad den Mitstreiter. Unverständlich hierbei ist nur, dass dies nicht über LAN geht und man nur die Missionen spielen kann, die zumindest der Host bereits freigespielt hat. Vermutlich wird das aber später noch per Patch gefixed.
Fazit: Alles in allem, ist Alarmstufe Rot 3 ein typischer Command & Conquer – Vertreter: Es bietet eine hervorragend inszenierte, nicht ganz ernst zu nehmende Story, abwechslungsreiche Missionen, eine ausgeklügelte Einheiten-Balance (Mehrspieler-Modus) sowie klasse Sound und eine „noch“ gute Grafik. Die Langzeitmotivation fehlt leider ein wenig, da die Missionen zu linear aufgebaut sind und die geskripteten Sequenzen recht schnell zu durchschauen sind. Der neue Koop-Modus bringt aber frischen Wind ins Genre und macht gemeinsam mit einem Freund wirklich Spaß.
Autor: Robert Nolde alias Hudson
Zusammenfassung:
- drei unterschiedliche Kampagnen mit den drei Fraktionen
- 27 Einzelspieler-Missionen (wahlweise auch Kooperativ)
- 28 Mehrspieler-Karten
- 71 verschiedene Einheiten
- Verschiedene Mehrspieleroptionen
- ca. 60 Minuten HD-Zwischensequenzen
Titel: Alarmstufe Rot 3
Publisher: EA
Webseite: commandandconquer.com
Fanguro
Fazit..........
Zitat
Fazit: Alles in allem, ist Alarmstufe Rot 3 ein typischer Command & Conquer – Vertreter: Es bietet eine hervorragend inszenierte, nicht ganz ernst zu nehmende Story, abwechslungsreiche Missionen, eine ausgeklügelte Einheiten-Balance (Mehrspieler-Modus) sowie klasse Sound und eine „noch“ gute Grafik.Sorry, darüber kann ich nur laut lachen!
Das game hat nix mit C&C zu tun. Der Sound... wayne interessiert bei nem Taktikspiel der sound? Mich absolut nicht. Die Grafik ist absolut lächerlich und nicht zeitgemäß. Das Gameplay ist absoluter schrott. Die Videosequenzen samt teurer Schauspieler ist auch schon das einzig gute (wenn man überhaupt was gutes an dem game findne möchte)
Ich habe mir bisher JEDEN C&C gekauft & Lieben gelernt. So auch diesen neuen Teil, obwohl ich schon von den Trailern lachkrämpfe bekommen habe.
Mein Fazit: Ich besitze jeden teil. Jeder ist auf seine art und weise gut. Ich bin ein absoluter C&C Fanatiker UND ich habe das Game nach 1ner Stunde zurück in den Laden gebracht!
Pvt. Hudson
Schreibt einer "Kenner" der Serie...
Zitat
Fanguro schrieb:
[...] Das game hat nix mit C&C zu tun. [...]
1. C&C besteht nicht nur aus den Konflikten zwischen NOD und GDI.
2. Der Sound, besonders die Kommentare der Einheiten sind sehr wohl abwechlungsreich, unterhaltsam und humorvoll.
3. Du schreibst, du besitzt jeden Teil... STIMMT NICHT, denn RA3 hast du zurück gebracht! ;-)
4. Es ist subjektiv, ob einem etwas gefällt, oder eben nicht.
5. Um sich eine Übersicht über ein Spiel zu machen, reicht eine Stunde nicht aus... Außer vielleicht bei "Moorhuhn"! :-P
6. Die Grafik als lächerlich zu bezeichnen ist ebenso unfair, da es nicht hässlich ist und im Gegenzug auch auf betagteren PCs läuft. Starcraft wurde seinerzeit auch nicht als hässlich beschimpft (ich will hier die beiden Titel nicht inhaltlich vergleichen, sondern deren Optik zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).
7. Und als letztes ein Hinweis: Ein Fazit, beschreibt einen Eindruck und keine Handlung! ;-)
Gruß Hudson
Goose13
Grafik
Ich hätte gern noch ein paar Randinfos gewusst... ab wann das Game flüssig läuft auf der Rechnerbude..
Fanguro
......

1) Das bestanden andere Teile auch nicht, und darauf war das nicht bezogen. Auf jedenfall gab es weder in den RA-Teilen, noch in Generals, noch in TW-Teilen kampfbären die von Zeppilinen vielen noch den anderen quatsch. RA war bisher immer "realistisch" gehalten. Was dieser teil auf jedenfall nicht ist XD
2) Wenn du ein Game länger spielen möchtest, sprich online, (nicht nur die paar stunden missonen) dann schaltet man sowieso den sound ab, und ehrlichgesagt, finde ich die "witzigen" Kommentare spätestens nach der 2ten wiederholung zum kotzen.
3) Sorry, ich besaß
4) da gebe ich dir recht, aber viele denken wie ich =)
5) Glaub mir, ich habe die stunde gut genutzt =) Und wenn ich da schon brechreiz bekomme, dann habe ich auch keine lust auf weitere gemeinsame stunden
6) DIe grafik ist auf jedenfall nicht zeitgemäß. Ich weiss auch nicht woher die hohen Systemanforderungen kommen........ Bis auf das wasser nix tolles, aja farbenfroh natürlich......
7) Das war halt dann mein Fazit
@Goose13
Kauf dir das neuste tetris. Macht mehr spass und läuft bestimmt auf deinem system =)
Pvt. Hudson
@Fanguro
Zitat
Fanguro schrieb:
Das bestanden andere Teile auch nicht, und darauf war das nicht bezogen. Auf jedenfall gab es weder in den RA-Teilen, noch in Generals, noch in TW-Teilen kampfbären die von Zeppilinen vielen noch den anderen quatsch.
Du meinst sicher: [...] ...Kampfbären, die von Zeppelinen fielen* ... [...] !? (*die Vergangenheitsform von "fallen")
Noch eine Frage Fanguro: Zeitmaschinen, wirre russische Diktatoren, durchgeknallte US-Präsidenten, Chronopanzer, sexy Agenten usw. klingt das für dich nach einem realistischen Strategiespiel? Was hast du denn erwartet?
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