Review: Racedriver GRID im Test



Review: Racedriver GRID im Test

Rennspaß vom Feinsten?






Mit „Racedriver GRID“ gibt es wieder ein neues Rennspiel auf dem großen Markt der Computer-Spiele. In den letzten Jahren wurde dieses Terrain von der Need for Speed Serie regelrecht beherrscht. Codemasters will dem nun ein Ende setzten und bringt mit Racedriver GRID einen sehr ansehnlichen Titel.


In Racedriver GRID spielt ihr euren eigenen Rennfahrer, welcher sich von unten nach oben durcharbeiten muss. Wird am Anfang noch für andere Teams der Asphalt aufgeheizt, geht man, sobald man genug Kohle hat, mit seinem eigenen Team auf die Jagt nach Ruhm und Ehre. Das Ansehen eures Teams ist von den Saisoneinnahmen abhängig. Fahrt ihr auf vielen Veranstaltungen auf´s Podest, sahnt ihr auch ordentlich Asche ab und euer Team wird populärer. Am Anfang könnt ihr allerdings nur die kleineren Events besuchen, da man für die großen Brocken bestimmte Lizenzen besitzen muss. Diese bekommt man durch gute Platzierungen in den Rennen. Ein Team würde allerdings nicht als Team bezeichnet, wenn es nur einen Fahrer am Start hätte. Um möglichst viel einzunehmen, braucht ihr einen starken Partner. Dieser verlangt natürlich auch Geld, bringt jedoch meist mehr ein.


Racedriver GRID verlagert das Spiel wieder auf die Strecke – gut so! Verbrachte man in Need for Speed und Konsorten noch sehr viel Zeit in seiner Garage um sein Auto zu tunen, entfällt dieses Feature in GRID komplett. Es gibt nur noch Autos zu erwerben, keine Einzelteile mehr. Weder für die Leistung noch für die Optik. Letzteres fehlt ein bisschen, da es doch ab und an schön ist, wenn sich das eigene Auto von den anderen deutlich abhebt. Beim Autokauf gibt es eine interessante neue Funktion. Man kann sich seine Karren nicht nur neu kaufen, sondern auch über eBay-Motors. Hier kann man mit Glück ein gutes Schnäppchen erhaschen und einen Haufen Geld sparen. Jedoch sollte man auf die gelaufenen Kilometer achten. Mit der Zeit, bzw. mit den Kilometern, sinkt die Leistung des Wagens und es wird schwerer den Sieg nach Hause zu holen.


Im Rennen selbst bleibt Nichts beim Alten. Kaum ein Gegner fährt ein Rennen ohne Fehler durch. Hier wird der Bremspunkt ein wenig verpasst, dort wird der Vordermann von der Straße gefegt. In GRID wirkt die KI menschlicher als in anderen Spielen. Vorsicht ist jedoch trotzdem geboten. Die KI macht zwar Fehler, erkennt allerdings auch die des Spielers und nutzt diese gnadenlos aus. Mit der Stufe der Schwierigkeit steigt dies immer weiter, bis es schließlich fast schon unmöglich wird, dauerhaft den ersten Platz zu abonnieren. In manchen Modi ist die KI dann fast auch schon zu stark. Im Crash derby hat man gegen Gegner der höchsten Stufe kaum eine Chance.


Da hat man kaum eine Gelegenheit sich die Umgebung mal genauer anzusehen, schade eigentlich. Die Grafik, das Schadensmodell und der Sound sind absolut top. Die Wagen sind extrem detailgenau modelliert und versprühen Freude beim Fahren. Fast noch mehr Spaß als das Fahren selbst, macht das Krachen gegen einen der unzähligen Reifenstapel. Das Auto verliert Teile, der Stapel wird von Grund auf neu definiert. Irgendwann ist allerdings Schluss mit Lustig. Fährt man zu oft gegen die Streckengrenze, werden wichtigere Teile als die Außenverkleidung des Autos beschädigt, bis sich schließlich der Motor verabschiedet. Dann kann man einpacken, neu starten oder die innovative Wiederholung benutzen. Hier kann man eine gewisse Zeit in der Zeit zurück reisen und den soeben geschehenen Crash vergessen machen.


Mit Racedriver GRID hat das Team von Codemasters einen echten Kracher produziert. Das Spiel macht einfach Spaß. Man muss nicht stundenlang um irgendwelche Einzelteile fahren um dann endlich eine Chance im Rennen zu haben. Das Rennen schaut dann auch noch richtig gut aus. Die Grafik und Physik ist gut gelungen und vermittelt einen sehr realistischen Eindruck. Gravierenden Mängel gibt es keine. Von uns erhält Racedriver GRID eine klare Kaufempfehlung!



Kommentare

  • Sehr vernünftig
    Finde es gut. Ich bin aber nicht wirklich optimistisch das man die Technologie bereits in den nächsten 5 JAhren als Anwender wirklich in die Hände bekommt.

    21. Sep 2006 - 18:33 Uhr
  • Steuerung
    Bei einzelnen Tastaturen benötigt ihr den aktuellen Patch 1.1, um richtig steuern zu können oder um die Unterstüzung von einigen Controllern oder Lenkrädern hinzuzufügen und den Mehrspielermodus zu optimieren.

    Meine Meinung habe ich im Forum "Die kleine Testecke" Kundt getan . Aber gute Arbeit Fr3dd1.

    28. Jun 2008 - 12:07 Uhr
  • Läuft auch auf "älteren" Systemen wunderbar
    Auch wenn ich bis jetzt nur die Demo gezockt habe und diese ja "nicht ausschlaggebend für die Qualität das Endproduktes ist" war ich erstaunt, wie flüssig das Spiel auf meinem schon etwas angegrauten System läuft. (19" 1280x1024, Opteron 146, 2gb ram, 7600GT). Also wirklich ganz große Klasse auch an die Programmierung.

    30. Jun 2008 - 16:03 Uhr
  • Hardwaretest ?
    Mir fällt gerade auf, dass der Test unter Hardwaretest eingeordnet wurde.

    Nurso nebenbei bemerkt

    30. Jun 2008 - 16:20 Uhr
  • Na huch
    Der Schuldige hat sich eben bereit erklärt, nen Runde Bier zu schmeißen.

    30. Jun 2008 - 16:40 Uhr

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