Review - Kanes Rache Singleplayer



Review - Kanes Rache Singleplayer






Vor kurzem erschien von EA das Erweiterungspack zu Command & Conquer Tiberium Wars. Mit neuen Einheiten, neuen Gebäuden und vor allem neuen Superwaffen, will EA noch einmal für mehr Spielspaß im C&C Universum sorgen. Doch lohnt es sich wirklich, sich das AddOn zuzulegen? Wir werden für euch das AddOn aus zwei Gesichtspunkten testen. Der erste Test bezieht sich auf die Singleplayerkampagne. Im zweiten Part, welcher später folgen wird, werden wir uns ausführlicher um den Multiplayerbereich kümmern. Doch beginnen wir heute erst einmal mit dem Singplayerpart.



Aufstand in Rio

Kane ist ganz schön sauer. Verraten, vertrieben und dann von den eigenen Leuten als Tod erklärt, muss er sich wieder die komplette Kontrolle über alle Nodsplittergruppen zurück erobern um dann einen gebündelten Angriff auf die Basen der GDI zu wagen. Doch wie das Schicksal so spielt, muss Kane immer wieder seinen Plan etwas korrigieren. So hat er sich zu Beginn die Stadt Rio ausgesucht, in der er eine Revolte beginnen möchte um seinen Anhängern zu beweisen, dass er noch lange nicht tot ist.

Als Getreuer von Kane, gibt er dir sogleich auch den Befehl seinen Plan in die Realität umzusetzen. Deine Mission lautet: Zerstörung der GDI Verwaltungszentren und die Besetzung der Radiostationen um die Stimme Kanes in ganz Rio erhallen zu lassen.

Um einen guten Start zu bekommen, schenkt dir Kane eine Base mit ein paar Fußsoldaten und ein paar kleineren Fahrzeugen. Zwei Sammler stürzen sich zeitgleich auf das nahe gelegene Tiberiumfeld um für reichlich Rohstoffe zu sorgen.

Ein erster Blick auf die Produktionsgebäude zeigt dir jedoch auch, dass es ziemlich schlecht um die Einheiten von Kane steht. Weder Avatare noch Vertigobomber, stehen dir zur Verfügung um deine Mission zu erfüllen. Statt dessen musst du dich mit einfachen Bazooka Kampftrupps zufrieden geben. Um dich gegen Angriffe aus der Luft zu wehren, kannst du deine Base zusätzlich noch mit Nod-Mods und Raider-Buggys sichern.

Nach diesem Schock machst du dich gleich an den Aufbau deiner Armee und marschierst fröhlich auf das erste Ziel zu, welches dir immer mit gelben Pfeilen auf der Karte angezeigt wird. Die ersten GDI Einheiten warten schon auf dich, doch sicherlich haben sie nicht mit einer solchen Armee gerechnet. Nach ein paar kurzen Schusswechseln, darfst du dich auch schon auf die Zerstörung des ersten Verwaltungszentrum konzentrieren. Sobald das erste Gebäude dem Erdboden gleich gemacht ist, bekommst du zur Belohnung ein paar Fanatiker, welche nur darauf warten sich für dich in die Luft zu sprengen.



Ein Blick auf die Karte verrät dir, dass drei weitere Verwaltungsgebäude jeweils in den anderen Himmelsrichtung von deiner Hauptbasis liegen. Auf dem Weg zum nächsten Gebäude, passierst du eine Radiostation, die ebenfalls nur schwach bewacht ist und einen Tiberiumturm, den du auch unbedingt mit einem deiner Saboteure einnehmen solltest.

Die Gegenwehr der GDI lässt sehr zu wünschen übrig und nach ein paar weiteren Schusswechseln hast du deine erste Mission erfüllt. Doch plötzlich erhebt sich eine andere Stimme. Ein Rebell einer NOD Splittergruppe zweifelt daran, dass die Zerstörung der Verwaltungszentren auf die Kappe von Kane geht. Statt dessen will er dich aus seinem Gebiet vertreiben und seinen eigenen Kampf weiter führen. Ein klarer Fall für Kane und ein weiterer Auftrag für dich. Auf der selben Karte, welche während des Spiels erweitert wurde, geht es somit für dich weiter. Die eroberten Radiostationen müssen jetzt gegen die Angriffe der NOD Splittergruppe verteidigt werden und gleichzeitig muss die Hauptbasis der Splittergruppe zerstört werden. Zur Unterstützung erhältst du von Kane eine weitere Bauoption, den Scorpionpanzer.

Die Verteidigung der Radiostationen stellt kein wirkliches Problem da. Da man bei jeder Station einen eingeschränkten Baubereich besitzt, kann man diese mit Schredder- und Lasertürmen einzäunen. Damit wehrt man die kleinen nervenden Angriffe der Gruppe schnell ab, ohne große Truppenbewegungen vornehmen zu müssen.

Jetzt kann man sich darauf konzentrieren seine Armee aufzurüsten und einen ersten Angriff auf die Base der Abtrünnigen zu wagen. Erschwert wird der Angriff jedoch durch jede Menge Störsender, durch die unsere Einheiten gegnerische Gebäude und Truppenbewegungen nicht erspähen können. Zusätzlich stoßen wir auf die erste neue Einheit im AddOn, dem Reckoner. Dabei handelt es sich um ein schwer gepanzertes und schnelles Fahrzeug, welches sich in einen Bunker verwandeln kann. Diese Bunker wehren nicht nur unseren Angriff auf die Base ab, sondern können sich auch mal schnell in unseren eigenen Reihen als störend erweisen.

Doch mit genügend Bazookakampftrupps und Scorpionpanzern schafft man es irgendwann durch die feindlichen Linien durchzubrechen. Der Rest ist dann nur noch Fleißarbeit und bald kann man Kane Meldung erstatten und von seinem ersten Erfolg berichten. Dieser ist dann auch sehr zufrieden mit dir.



Rechtmäßiges Eigentum.

Nods Truppenstärke besitzt, gegenüber der GDI Einheiten, beachtliche Schwächen. Grund dafür sind die verlorengegangenen Pläne der Nod Einheiten nach dem 2.Tiberiumkrieg. Doch zum Glück hat Kane herausgefunden, dass eine Kopie dieser Pläne zur Zeit in GDI Archiven in Australien lagert. Damit steht dein nächster Auftrag fest. Du musst diese Pläne zurück holen, um die ursprüngliche Truppenstärke von Nod wiederherzustellen.

Schwere Hovercrafttransporter setzen dich an der Küste von Australien ab. Dort erhältst du, zur Unterstützung eine erste kleine Basis mit der du weitere Truppen ausbilden sollst. Unweit deines Landeplatzes befindet sich auch gleich noch ein Tiberiumturm, den man ebenfalls schnell einnehmen sollte. Ebenfalls haben wir jetzt die Möglichkeit ein paar Venomgleiter zu bauen, welche uns gegen die anrückenden Flugeinheiten unterstützen sollen.

Kurz nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben, sind auch schon die ersten GDI Einheiten zu uns unterwegs um uns aus Australien wieder zu verscheuchen. Die Steel Talons, eine Untergruppe der GDI, wollen unsere Expansionspläne zu Nichte machen. Wolverine, neue gepanzerte Kundschafter der Steel Talons, erkunden immer wieder das Gebiet und attackieren nebenbei unsere Truppen.

Eine weitere neue Einheit der Steel Talons ist der Titan. Dabei handelt es sich um einen langsamen, dafür aber schwer gepanzerten Predator Panzer auf zwei Beinen. Dessen Waffen haben nicht nur eine gute Durchschlagskraft, sondern er kann auch schnell einmal ein paar kleinere Fahrzeuge und Infantrie zertreten.



Nachdem wir die ersten kleineren Angriffe abgewehrt und unseren Stützpunkt ausreichend gesichert haben, wenden wir uns unserem Missionsziel zu, welches sich in der obersten rechten Ecke der Karte befindet. Ein kleiner Erkundungstrupp zeigt uns jedoch schnell, dass wir es hier mit einer stark befestigten Anlage zu tun haben. Mit dem einen Tiberiumfeld, welches uns zur Verfügung steht, kommen wir da nicht weit. Also heist es erst einmal, expandieren.

Nach einem kleinen Erkundungsausflug über die Karte finden wir schnell einen weiteren GDI Gegner in der oberen linken Ecke. Dabei handelt es sich um die Steel Talon Einheiten, welche ihr Gebiet auch mit einer weiteren neuen Einheit sichern, dem Behemoth. Dieses Artilleriegeschütz bietet zusätzlich Infantrieeinheiten die Möglichkeit sich in ihm zu verschanzen. Mit etwas Glück schafft man es diese Einheit mit einem Saboteur zu erobern und seine Fähigkeiten für sich einzusetzen.

Sobald man den Steel Talon Stützpunkt ausradiert hat, kann man sich dem eigentlich Ziel zuwenden. Man sammelt seine Truppen und vollführt einen Großangriff auf das Forschungszentrum der GDI. Mit den eroberten Tiberiumfeldern in der Hinterhand, dürfte dies jetzt kein Problem mehr sein.

Nach der Eroberung des Labors erhält man sofort einen weiteren Auftrag. Jetzt muß man das eroberte Labor solange beschützen bis der Datenupload beendet ist. Mehrere Land- und Lufteinheiten der GDIs stoßen jetzt von allen Seiten auf die Karte und versuchen das Labor zu zerstören. Jetzt zahlt es sich aus, wenn man zuvor die Karte von allen Gegnern befreit hat. Mit den übrigen Truppen welche auf der Karte verteilt sind, fügt man den Einheiten vorab schon etwas Schaden zu und vernichtet sie dann mit der restlichen Armee, die sich noch beim Labor befindet.

Nachdem der Upload beendet ist, spricht Kane zu dir und befiehlt dir den Rückzug aus dem Gebiet. Mit den gewonnen Informationen kann er sich endlich zu einem weiteren Schlag rüsten. Ein Schlag gegen die Abtrünnigen von Nod.



Überzeugungsarbeit

Bruder Marcion, der Anführer der „schwarzen Hand“, hat während Kanes Abwesenheit eine gewaltige Streitmacht hinter sich zusammen gescharrt. Hetzerisch äußert er sich immer wieder über Kanes Pläne und ist somit zu einer Bedrohung der Bruderschaft von Nod geworden. Kanes Plan sieht vor, Bruder Marcion gefangen zu nehmen und somit die „schwarze Hand“ für sich zu gewinnen. Natürlich macht er sich nicht selber die Hände schmutzig, sondern schickt dich dafür in die Schlacht.

Mit den eroberten Technologien stehen dir jetzt erstmalig wieder Stealth Panzer zur Verfügung. Diese getarnten Einheiten sind nicht nur gut gepanzert sondern verfügen auch über eine bessere Feuerkraft, als die anderen Fahrzeuge und eignen sich hervorragend zur Vernichtung feindlicher Fahrzeuge und als Flugabwehr.

Natürlich heist es wieder zu Beginn der Mission eine geeignete Basis aufbauen und diese gut befestigen. Dann kann man mit ersten Erkundungsausflügen beginnen. Auf dem Weg über die Karte stoßen wir immer wieder auf Impulsscanner der Steel Talons. Sobald diese uns entdecken, senden sie ein Signal und rufen feindliche GDI Truppen. Unterbinden kann man diesen GDI Weckruf nur durch die Zerstörung der Scanner.

Es dauert nicht lange da stoßen wir auch auf die ersten Einheiten der „schwarzen Hand“. Neben den bekannten Einheiten, treffen wir auch auf Truppen mit dem wohlklingenden Namen Bekenner-Cabal. Dabei handelt es sich um Infanterie, welche mit Maschinengewehren und Haluzinogengranaten bewaffnet sind. Zusätzlich erhöhen sie die Kampfkraft naher gelegener Truppen erheblich. Ebenfalls begegnen uns auch gleich noch die zwei anderen neuen Einheiten der „schwarzen Hand“. Zum ersten ein Mantis, welcher unser Luftwaffe das Lebenslicht sehr schnell ausblasen kann und ein Läuterer, das Pedant zum Avatar. Dieser ist jedoch gleich von Beginn an mit Flammenwerfern und Lasern ausgerüstet und ein gefährlicher Gegner für unsere Fahrzeuge und unsere Infanterie.



Vor den Einheiten der „schwarzen Hand“ sollte man sich unbedingt in Acht nehmen. In „Null Komma Nichts“ können diese die komplette Armee ausradieren und die eigene Basis zerstören. Um dies zu verhindern, baut man zur Sicherheit auch gleich noch ein paar Störsender um seine eigenen Einheiten besser zu schützen.

Nachdem wir die ersten Angriffe erfolgreich abgewehrt haben, wagen wir einen kleinen Ausflug zur Base der schwarzen Hand. Bruder Marcion hetzt nicht nur über Kane sondern hat sich auch gleich mal zum neuen Erlöser gekrönt. Unzählige Statuten von Bruder Marcion zieren das Hauptquartier der schwarzen Hand. Diese Statuen tragen auch zum unbändigen Kampfwillen der Einheiten der „schwarzen Hand“ bei. Das heist natürlich für uns, dass wir diese Dinger zerstören müssen bevor wir uns an die Einheiten wagen können. Ansonsten wären die Verluste in den eigenen Reihen zu groß.

Nachdem wir unseren Job erledigt haben und der Stützpunkt der schwarzen Hand gefallen ist, versucht Bruder Marcion zu fliehen. Jetzt müssen wir ihm nur noch nachsetzen und den Verräter fangen. Damit beginnt eine wilde Verfolgungsjagd über die Karte, denn Bruder Marcion hat sich mit jeder Menge treuer Gefolgsleute umgeben. Nach mehreren kleinen heftigen Gefechten haben wir es endlich geschafft und können Bruder Marcion gefangen nehmen. Jetzt müssen wir ihn nur noch sicher zu unseren eigenen Basis zurück bringen und damit haben wir den nächsten Auftrag erfüllt.



Hier endet dann auch der erste Akt. Insgesamt folgen noch zehn weitere Einzelspielermissionen. Diese sind nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern bieten auch immer wieder mal die eine oder andere Einzelkämpfermission, bei der man mit nur wenigen Einheiten operieren muss ohne selber Nachschub produzieren zu können. Alle Missionen enthalten primäre und sekundäre Ziele und am Ende jeder Mission bekommt man Auszeichnungen für seine Leistungen. Wem die Missionen zu leicht sind oder wer nicht weiter kommt, kann zusätzlich zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen.

Fazit: Mir persönlich haben die Missionen sehr gut gefallen. Durch die ständige Ergänzung von weiteren Hauptzielen und die kleineren Nebenziele, kommt sehr viel Abwechslung in das Spielgeschehen. Schade ist dabei nur, dass man nur eine Nod-Kampagne hat und die Untergruppen der anderen Völker nur von der gegnerischen Seite kennen lernt. Wer sich trotzdem mehr mit den Untergruppen beschäftigen möchte, hat dazu die Möglichkeit im Spielmodus Gefecht. In diesem kann man nunmehr frei zwischen neun Truppengruppierungen wählen.



Kommentare

  • Naja
    Ich weiß nich ob ihc mir das Wirklich zulegen soll.
    Des Multiplayer war so unbalanciert.
    Es geht nichts über Red Alert 2

    10. Apr 2008 - 18:49 Uhr
  • Also...
    ... ich bin schon lange ein Fan der C&C-Reihen. Auch die Erweiterung gefiehl mir sehr gut.
    Aber man muss C&C mögen, um die üblichen Fehler in der Erweiterung zu übersehen.

    Und ... ich warte auf C&C RA3 im Herbst.

    10. Apr 2008 - 20:58 Uhr

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