Spore Preview: Evolution im Handumdrehen



Spore Preview: Evolution im Handumdrehen

Spore Preview






Spore – Evolution im Handumdrehen

Vor ca. 3,5 Milliarden Jahren, so der aktuelle Stand der Forschung, soll das Leben auf der Erde seinen Anfang in der Tiefsee gefunden haben. Erste organische Verbindungen haben sich hier gebildet, aus denen erste Einzeller entstanden. Diese haben sich dann wiederum zu immer komplexeren Lebewesen weiterentwickelt... und am Ende dieser Kette steht der fünfäugige, galoppierende und gelbgestreifte Zebrafrosch, der sich nun aufmacht, mit dem gerade erforschten Antimaterantrieb das Weltall zu erkunden, andere Planetenbevölkerungen zu terrorisieren bzw. Teile davon zu entführen oder nach vollendetem Terraforming einen Planeten gänzlich neu zu besiedeln. Klingt etwas verwirrend, ist aber durchaus denkbar. Zumindest in Will Wright’s aktuellem Projekt „Spore“.


Spore Video: Cellulare Phase

 Der „Sims“- Erfinder ist dabei ein Spiel zu erschaffen, welches die Simulation der Geschichte allen Lebens wagt. Dabei nimmt der Spieler ähnlich wie bei z.B. Peter Molyneux’s „Black & White“ eine gottgleiche Rolle ein. Dennoch ist „Spore“ nicht annähernd mit derartigen Titeln vergleichbar, den fast alles, was auf dem Bildschirm zu sehen sein wird, ist quasi von der Hand des Computerspielers entworfen wurden. Kontinente, Kreaturen, Gebäude, Fahrzeuge  – alles geschaffen nach individuellen Vorstellungen, eine Simulation der gesamten Schöpfung. Und so sollte „Spore“ auch zu Beginn der Spielentwicklung den Namen „Sim Everything“ tragen. Da aber anfangs ein Deckname für das Projekt benötigt wurde entschieden die Entwickler sich für „Spore“ …und blieben letzten Endes dabei.

Dass dieser innovative Titel bereits schon hohe Wellen geschlagen hat und somit auch die Erwartungen sehr hoch sind, zeigt sich unter anderem in Form von bereits eingeheimsten Preisen. So wurde „Spore“ 2005 und 2006 auf der Electronic Entertainment Expo („E³“) in Los Angeles zwei Mal in Folge als „bestes PC-Spiel der Messe“ gekürt. Auch die jährlich in Leipzig statt findende Games Convention zeichnete „Spore“ 2006 als „Bestes PC-Spiel“.aus. Dabei aber ist die Idee für ein solches Game an sich nicht unbedingt revolutionär. Bereits 1988 veröffentlichte der Publisher Ocean Software das Spiel „Eco“ für Atari ST und Amiga, in dem man als winzige Amöbe beginnend es bis zum menschlichen Wesen bringen kann. Knapp zwanzig Jahre später schickt sich nun „Spore“ an, die Karten der Evolution neu zu mischen.

Hierzu folgt der Spieler einem Ablauf, der in sechs Phasen unterteilt werden kann. Ähnlich wie in der Evolutionstheorie beschrieben startet man im grünlich-blauen Gewässer als einzelner Mikroorganismus. In dieser „Ursuppen“- Phase, welche sich in 2D-Ansicht präsentiert, ist es Aufgabe in Pacman- Manier andere Organismen zu fressen und stärkeren auszuweichen. Die dadurch gesammelten „DNS-Punkte“ werden dazu eingesetzt, die Eigenschaften seiner eigenen Kreatur, wie Geschwindigkeit und Angriffs- und Verteidigungsverhalten, auszubauen. Dies erfolgt über einen Kreatureneditor in dem dann die entsprechend freigeschalteten Körperteile am Organismus platziert werden können. So erhöht beispielsweise eine hinzugefügte Geißel die Bewegungsgeschwindigkeit oder ermöglicht das Anbringen einer „Waffe“, z.B. eines Stachels, das Angreifen anderer Organismen.



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