Stranger Review
Stranger total strange?
Die Welt von Krot erwartet euch. Keiner hat es geschafft Krot zu verlassen, doch eure Zeit ist gekommen. Doch alles beginnt, wie so oft, ganz anders. Die drei Hauptcharaktäre des Spiels, Steiger, Kagar und Mordlock sind Mitglieder eines besonderen Magierordens.
Ziel des Ordens ist es, das Gleichgewicht der Welt aufrecht zu halten. Doch eine Regel zur Bewahrung wurde gebrochen. Und zwar darf innerhalb des Ordens keine Magie gewirkt werden.
Leidtragende dieses Vorfalls sind die uns bereits vorgestellten Hauptcharaktäre. Sie werden durch ein Portal in die Welt von Krot geschmissen und Ihrem Schicksal überlassen.
In einer mysteriösen und geheimnisvollen Welt kämpfen die drei um das Überleben und natürlich auch um einen Weg zurück in ihre eigentliche Welt.
Strategie und Rollenspiel?
Nun, viele Spiele wurden veröffentlicht um den Giganten des Genres Diablo und dessen Nachfolger Diablo II vom Thron zu stoßen. Ist Stranger auch ein Titel dafür? So leid es uns tut, dies müssen wir verneinen.
Obwohl Stranger viele Elemente aus Strategie, Rollenspiel und Hack’n’Slay miteinander verknüpft, reicht es dem Giganten aus dem Hause Blizzard nicht das Wasser.
Dies fängt schon bei den Charaktären an. Obwohl es keine direkte Klassenauswahl gibt, kann man die Helden getrost in 3 Gruppen unterteilen, Nahkämpfer, Bogenschütze und Magier. Diese Unterschiede werden vor allem in den Haupteigenschaften und Waffenfertigkeiten jedes einzelnen ersichtlich.
Die Fähigkeiten des Hauptcharakters lassen sich durch Punktevergabe weiterentwickeln und so den Helden weiter verbessern. Dieses Punktesystem kommt jedoch nicht nur dem Helden zu Gute. Jeder einzelne Kämpfer erhält während einer Mission ebenfalls Erfahrungspunkte, welche man in bessere Waffenfertigkeiten, Gesundheitspunkte oder Magiefertigkeiten ummünzen kann.
Wie schon angesprochen gibt es neben dem Spielerego auch noch eine Armee. Mithilfe von Diplomatischen Mitteln oder vor allem finanzieller Unterstützung kann man sich in jeder Mission eine Söldnerarmee zusammenstellen.
Dabei sollte man genau darauf achten, welche Männer, oder besser Kreaturen, ihr in eure Armee lasst. Einige unterscheiden sich in ihren Trefferpunkten und vordefinierten Eigenschaften. Die Söldnertruppen sind sehr teuer und Rohstoffe sind teilweise Mangelware.
Da haben wir bereits auch zwei Kritikpunkte. Zum einen sind die Söldnertruppen sehr teuer, zum anderen benötigt man viele davon, da eine Mission sonst nicht schaffbar ist. Also achtet auf eure Rohstoffe und Reserven.
Des Weiteren lassen sich Truppen nicht in die nächste Mission übertragen. Das heißt ihr verbraucht die Rohstoffe und die Erfahrungspunkte und fangt jedesmal bei Null an. Dies hemmt zum einen den Spielspaß und zum anderen steigt jedesmal den Schwierigkeitsgrad.
Wie in jedem guten Rollenspiel habt ihr die Möglichkeit euren Helden mit allerlei Spielzeug aufzuwerten. Neue Rüstungen und Waffen bekommt ihr nicht nur durch Quests, sondern könnt ihr euch sogar selber schmieden.
Dazu müsst ihr nur eine Schmiede einnehmen, diese reparieren und schon kann es losgehen. Mit ausreichend Erz und magischen Kristallen entstehen neue Rüstungen, welche gleich besondere Effekte mit sich bringen.
Leider ist die Bandbreite der Gegenstände sehr gering, wodurch diese typische Sammelleidenschaft recht schnell verfliegt.
Zauber, Magie und sonstige Effekte
Nicht nur mit Schwert, Axt und Bogen wird gekämpft. Sondern auch eine ganze Bandbreite an Zaubersprüchen steht euch zu Verfügung.
Da gibt es Zerstörungszauber, Unterstützungszauber oder auch Heilzauber. Damit ihr richtig loszaubern könnt, benötigt ihr kein Mana oder ähnliches Zauberhaftes, sondern besondere Kristalle.
Diese Kristalle, in verschiedenen Farben erhältlich, findet ihr am Wegesrand, bekommt ihr als Questbelohnung oder von erlegten Gegnern. Je mehr ihr von solchen Kristallen habt, desto länger und stärker sind eure Zauber.
Gleichzeitig dienen diese als Zahlungsmittel mit anderen Völkern, aber dazu später mehr.
Für Zauber benötigt ihr also diese Kristalle. Das wunderbare daran ist, ihr könnt diese kombinieren und stärkere Zauber entwickeln.
Je nachdem wie viele Steine ihr von einer Farbe tragt, umgibt euch eine farbige Sphäre. In dieser Sphäre könnt ihr dann die gewünschten Zauber wirken. Aber natürlich nur diese, welche auch mit den dazu passenden Kristallen funktionieren.
Das heißt ihr müsst euch vorher im Klaren sein, welche Zauber ihr wirken möchtet und welche Sphäre somit aktiviert werden muss. Denn mehrere Sphären funktionieren nicht gleichzeitig.
Es gibt auch besondere, magische Gebiete welche heiß umkämpft sind. Erobert man solche Stellungen, so bieten diese vor allem Schutz vor angreifenden Gegnern. Da man diese Stellungen jedoch mit einem Mann mindestens halten muss, ist es schwer diese gegen Horden von Gegnern zu behalten.
Gegnerhorden und die eigene Truppe
Nun, wie schon beschrieben wird zum erledigen einer Mission eine schlagkräftige Truppe benötigt. Meistens bekommt man den einen oder anderen Helfer am Anfang spendiert, jedoch muss man sich jede Menge Soldaten zulegen.
Diese Söldner kann man sich von örtlichen Stämmen und Völkern erkaufen. Da jedoch nicht jedes Volk einem wohlwollend gegenübersteht, darf man diese erst bestechen. Dies macht man mit ein paar Kristallen.
Sind dann alle gut auf einen zu sprechen, darf man sich an den Truppen des Stammes bedienen. Mit ein paar weiteren Kristallen und etwas Erz hat man recht schnell eine schlagkräftige Armee auf die Beine gestellt.
Gleichzeitig bekämpfen sich die unterschiedlichsten Völker auch untereinander. Dies hat aber keinen Einfluss auf das Spielgeschehen und auch die zu kaufenden Truppen bleiben frisch und munter im Dorfzentrum stehen und warten auf einen netten Käufer.
Des Weiteren kann man seine Männer mit neuen Waffen und Rüstungen ausstatten. Jedoch sind diese von Anfang an recht gut bestückt, so dass dies eher selten vorkommt.
Um seine Armee erfolgreich in die Schlacht zu führen, kann man unterschiedliche Handlungsweisen und Formationen vorgeben. Da diese jedoch während eines Marsches wieder auf Null gestellt werden, sind diese auch im Kampf nicht wirklich nötig und bringen nicht immer den gewünschten Vorteil.
Besonders im Kampf denkt man, der Gegner kämpft mit Panzern und die eigenen Mannen sind Heuballen. Sollte man versuchen einen verwundeten Kameraden aus dem Schlachtgetümmel zu entfernen, klemmt er sich bei den Kameraden ein und stirbt an vorderster Front. Generell kämpfen die Soldaten weniger intelligent und lassen gerne den Helden vorne her spazieren und vor allem in den Tod rennen. Denn schnell steigt der Schwierigkeitsgrad. Nicht weil die zu lösenden Aufgaben komplexer werden, eher weil die Gegner mehrere Stufen über den eigenen Truppen und auch der des Helden stehen.
So benötigt man von Anfang an eine schlagkräftige Truppe, welche jedoch eine Menge an Rohstoffe frisst.
Die Welt von Krot
Vor allem bei Strategiespielen und auch Rollenspielen achten die Entwickler auf schöne und spannende Landschaften und Szenarien.
Mysteriös sieht die Welt von Krot schon aus. Jede Menge unterschiedliche Landschaften mit allerlei Getier gibt es zu besuchen. Vor allem abwechslungsreich sind diese gestaltet. Doch leider wirkt das Szenario nur noch trostlos und langweilig. Dies liegt vielleicht auch an der etwas veralteten Grafik. Nicht mehr auf dem aktuellen Stand werden Figuren, Gegner und auch die Landschaft ins rechte Licht gebracht.
Die grafischen Highlights werden nur durch die Zauber der Magier und ein paar besonderen Effekten der Kämpfe hervorgetan. Da diese jedoch nicht immer aufblitzen, war es auch schon mit dem Spaß.
Die Story und vor allem die Quests werden immer wieder durch kleine Textfelder erzählt, oder durch Comicsequenzen. Lieblos gezeichnet und mit wenig intelligentem Inhalt gefüllt, versuchen diese das Spiel voran zu treiben.
Fazit: Leider bringt Stranger nicht das rüber, was man von einem typischen Strategierollenspiel erwartet. Viele kleine Bugs, eine etwas lahme Grafik und die wirklich nicht schönen Zwischensquenzen tragen nicht viel dem Spielspaß bei. Vor allem nervt aber auch die schlechte Armee-KI. Im Kampf sterben zu viele durch einfach blöde Laufwege.
Selbst für ein paar kleinere Runden zwischendurch ist Stranger nicht geeignet, da der Schwierigkeitsgrad rasant ansteigt. Wer viel Zeit und Geduld in das Spiel investiert, wird jedoch auch mit diesem Titel seinen Spaß haben.









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