Unsere Gebete wurden erhört - Prey Review



Unsere Gebete wurden erhört - Prey Review

Das surreale Abenteuerspiel Prey hat nun endlich Goldstatus erreicht






Man schlüpft in die Rolle von Tommy, einem indianischen Rabauken, welcher seine Herkunft leugnet. In der Bar, in der sein Großvater und seine Freundin Jen arbeiten, kann man die Leistungsfähigkeit der Prey-Engine das erste Mal bewundern. Kurz nachdem man am Fernseher die Programme gewechselt hat, sich an den Spielautomaten bei einer Runde Poker oder Pacman versucht hat, kommt eine Warnung im Fernsehen, dass angeblich über Nordamerika Ufos gesichtet wurden.

 
Dies bewahrheitet sich dann auch sofort, als die Ufos anfangen die vor dem Saloon stehenden Autos wegzubeamen und anschließend grafisch äußerst spektakulär die ganze Hütte auseinander nehmen. Ähnlich in Half-Life 1 am Anfgang der Bahnfahrt, wird auch in Prey das Intro präsentiert. Man gleitet nach der Enführung an Schienen entlang und wird in den Stauraum des Ufos gebracht. klar, dass nun wenigstens einem die Flucht gelingt und genau dieser sich nun um Freundin Jen und den Opa kümmern muss.

Grafik

Einfach erstaunlich, was die mitlerweile etwas trostlose Shootergemeinde da vor die Augen gesetzt bekommt. Die aktuelle Referenz Half-Life 2 sieht richtiggehend bescheiden aus, wenn sich in Prey Türen öffnen, Mechanismen in Bewegung setzen und organische Elemente im Feuerzeugschein feucht vor sich hinwabbern. Ein absolutes Highlight ist die Schwerkraft, welche es einem erlaubt an dieversen Stellen kopfüber an den Wänden und Decken zu laufen. Kein noch so kleines Detail wirkt billig und alles ist wirklich perfekt modelliert. Die Waffen sind eine wahre Augenweide. Nie gab es in einem Shooter bisher eine solche Flut an spektakulären Animationen, beim Schießen, beim Nachladen oder Zoomen.


Sound

Aus den Klangkörpern donnert und scheppert es, das man sich in einem Film ala Armageddon oder Aliens wägt. Die Laufgeräusche donnern im dumpfen Bass daher und man kann den Gegner förmlich sehen, selbst wenn er noch um die nächste Ecke ist. Die Waffen und Aliens tönen in höchst eingeneartigen Geräuschen und passen sich der fremdartigen Umgebung perfekt an.

Gameplay

Der Ego-Shooter-Freund fühlt sich sofort wohl und kommt mit der simplen aber sehr intuitiven Steuerung prompt zurecht. Wie in Quake III passt alles, die Sprungweite, das Aiming und auch die Physik, beim Strafen oder Schwerkraftwechsel.

Uns haben besonders beeindruckt

Die in den Demolevels nur 5 aber dennoch dermaßen abwechlungsreichen Waffen. Es gibt eine Art Plasmagun, welche man an Sationen mit unterschiedlicher Munition aufladen muss. So kann man rote Energiebälle verschießen oder aber man hat einen Kältestrahler um Gegner augenblicklich zu vereisen. Die Standardwaffe, eine Art Maschinengewehr, wird per Knopfdruck zum Scharfschützengewehr und das biologische Okular per Mechanismus ans Auge geführt.

An bestimmten Stellen kommt Tommy nicht weiter und kann in spiritueller Form seinen Körper verlassen um Knöpfe hinter Kraftfeldern zu drücken oder an zwei Stellen "gleichzeitig" zu sein. Es gibt Portale, welche in Kisten, Kraftfeldern oder sonstwo entstehen. Dort sieht man durch eine Art Scheibe den zu betretenden Levelabschnitt. So kann es ein, das man sich durch zwei entgegen gerichtete Portale selbst in einem anderen Raum sieht. Manche dieser Portale entstehen mitten in Räumen, welche sich dann krümmen und durch die Elektrizität merkwürdig verzerren. Ein DirectX9 Feature, welches die Grafik extrem aufwertet. Organische Türen öffnen sich irisartig und die Haut wird zusammengeschrumpft, wenn die Flügel sich bewegen.

Tatsächlich verwendet Prey die aus Doom 3 und Quake 4 bekannte Grafik-Engine aber grafische Unterschied zu Doom 3 oder gar Quake 4 ist nicht nur teilweise vorhanden, sondern stehts präsent. Die Texturen sind wesentlich schicker und wirken zudem auch besser aufgelöst. Von den häßlichen Außenlevels von Quake 4 will ich da gar nicht erst anfangen, denn Prey ist optisch erste Sahne!

Fazit

PREY strotzt vor neuen Ideen und kann auch mit der spielbaren Umsetzung trumpfen! Dieses Spiel ist eine Testinstallation allemal wert , ihr könntet sonst wohl den besten Shooter dieses Jahres verpassen!

(rn)

Mehr Bild gibt es in unserer Galerie.



Kommentare

  • Wo kaufen?
    Wo kann man Prey eigentlich billig (also günstig) kaufen?

    12. Jul 2006 - 12:31 Uhr

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