World in Conflict – Review



World in Conflict – Review

Der Kalte Krieg wird hei฿!






Wir schreiben das Jahr 1989 und die Welt steht am Rande des Abgrunds. Russland greift Europa an und stürzt die restliche Welt in einen globalen Konflikt. Nachdem die Russen auch in Amerika gelandet sind und sich ein Konflikt mit China anbahnt, wir die Situation brenzlich.
Als Absolvent einer der besten Militärakademien werden sie sofort ins Kriegsgeschehen geschickt. Und zwar sollen Sie bei der Verteidigung Seattles helfen und vor allem die Zivilisten aus der Stadt begleiten.
Neben Kampfschauplätzen in den USA, wird der Spieler auch nach Frankreich und Russland geschickt, um dort den Iwan verheerende Niederlagen zu bringen. In den Schlachten versuchen die Amerikaner ihr Land vor den immer stärker werdenden Russen zu verteidigen und natürlich auch zu befreien. Dies alles gipfelt in einem entscheidenden Kampf zwischen den USA und Russland um Sieg oder Niederlage.

 

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Blühende Landschaften…

… nun ja, sowas sieht man in den ersten paar Minuten. Keine Viertel Stunde später zieren Krater und Wracks die Landschaft.
Jede Mission beginnt mit einem kurzen Briefing. Meist durch Ingamegrafik wird die Story vorangetrieben. Danach wird der Spieler sofort ins Spielgeschehen geschickt.

Man hat ein gewisses Kontingent an Aktionspunkten zur Verfügung und kann diese in neue Einheiten investieren. Nachdem man eine Landezone festgelegt hat, werden die frischen Truppen innerhalb von Sekunden per Luftpost geliefert. Kommt es während einer Schlacht zu Verlusten, so werden diese gut geschrieben und man kann wieder shoppen gehen.  Natürlich bekommt man auch während einer Mission mehr Aktionspunkte. Somit kann man eine kleinende rollende Armee auf die Beine stellen.
Die Einheiten selber gewinnen immer an Erfahrung. Während einer Mission kann ein Panzertrupp oder gar ein Infanteriespähtrupp immer stärker werden. Natürlich geschieht dies nur durch Abschüsse des Feindes. Negativ daran ist, dass man die so aufgewerteten Einheiten leider nicht in eine weitere Mission übernehmen kann. Obwohl die einzelnen Level aufeinander aufbauen, ist dies nicht möglich.

 Wie ihr mitbekommen habt, wurden bis auf Aktionspunkte keine anderen Ressourcen genannt. Dies ist ein Spielprinzip World in Conflict etwas realistischer zu gestalten. Das Farmen von Eisen oder Stein fällt weg. Auch der Aufbau einer Basis muss nicht beachtet werden. Damit wird das Spielgeschehen auf das eigentliche gerichtet – den Kampf.


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Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Wie schon geschrieben, hat man die Möglichkeit Truppen einfliegen zu lassen. Anders als im Singleplayermodus, hat man im Mehrspieler die Auswahl zwischen den vier Waffengattungen.
Während den Missionen bekommt man meistens Panzertruppen, nur ein paar Mal darf man zum Beispiel auf Kampfhubschrauber zurückgreifen.

Im Multiplayer hat man dann ganz explizit die Auswahl zwischen Infanterie, Panzertruppen, Lufttruppen oder Unterstützungseinheiten. Zu letzteren zählen auch Artillerieeinheiten.
So kommen vor allem Teamspieler zu schnellen Erfolgen. Eine Kombination aus Panzer und Lufttruppen ist fast unschlagbar im Mehrspielermodus. Doch mit jeder Kombination lässt sich der Gegner knacken, hauptsache die Taktik stimmt.

Die einzelnen Truppen unterscheiden sich nicht nur in der Art der Fortbewegung, zum Beispiel, sondern auch in ihrer Stärke. So hat man zum Beispiel verschieden starke Panzertruppen, leichte, mittlere und auch schwere Panzer, zu denen unter anderem ein Leopard 2 oder ein M1A1 Abrahams gehören. Die Fahrzeuge und Infanterie haben auch noch besondere Fähigkeiten. So kann man Spezialmunition für Truppentransporter nutzen oder Rauchwolken bei Panzerverbänden einsetzen. Je nach Situation können diese als Offensiv- oder Defensivmöglichkeit genutzt werden. Diese Fähigkeiten sind aber nicht immer einsetzbar. Denn nachdem man diese genutzt hat, haben sie eine gewisse Abklingzeit. Ist diese wieder aufgeladen, kann es weiter gehen.

Neben Truppennachschub hat man noch eine weitere taktische Möglichkeit eine Schlacht zu entscheiden. Und zwar gibt es sogenannte Taktische Schläge. Diese sind besondere Angriffe, die jeden Gegner einheizen, zum Beispiel Panzerbrecher, Artillerieschläge, Luft-Luft-Angriffe oder Anti-Vegetationsschläge. Natürlich kann man diese nicht permanent einsetzen. Auch hier gibt es ein Punktekontingent. Dieses kann man verbrauchen und sobald ein Gegner beseitigt wurde, erhält man wieder Punkte für dieses Konto. Bei einigen Missionen entfallen diese Taktischen Schläge, bei anderen sind sie die letzte Rettung.

 

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Tarnung ist das halbe Leben, und Verteidigung!

Im Krieg ist es das Beste seinen Gegner lautlos und ungesehen zu bekämpfen. Die Einheiten selber haben nur geringe Möglichkeiten sich zu tarnen.
Fußtruppen können sich in Wäldern verstecken oder sich in Häusern verschanzen. Dabei haben sie eine bessere Deckung und können zum Beispiel Panzertruppen von der Seite her angreifen.
Feuern jedoch Panzer und Artillerie auf diese Verstecke, war es auch mit den Fußtruppen vorbei.
Weitere taktische Möglichkeiten bieten Hügel und Vorsprünge. Hier kann man Truppen postieren die aus sicherer Entfernung den Feind aufs Korn nehmen.
Andere Möglichkeiten bieten noch Mauerreste oder Gebäude. Letztere lassen sich zwar einfach in den Boden stampfen, bieten aber weitere Verschanzungsmöglichkeiten.

Ein recht wichtiger Aspekt sind Kontrollpunkte. Im Einzelspielermodus dienen sie dem Fortgang der Mission, im Mehrspieler dienen sie dem erhalten von mehr Aktionspunkten.
Egal für was man sich entscheidet, besitzt man einen dieser Kontrollpunkte, werden automatisch Defensivgebäude gebaut. Diese Kombination besteht aus MG Nest, Anti-Tankstellung und Luftabwehr. Besitzt man solch eine Stellung, kann man diese auch halten, so hat man einen gewissen taktischen und natürlich auch spielerischen Vorsprung.

 

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Zu zweit macht es mehr Spaß!

Nun, der Multiplayer verspricht heiße Gefechte. Mit bis zu 16 Spielern lassen sich monströse Schlachten darstellen.
Wenn man selber ein Spiel erstellt, kann man eine Menge an Optionen einstellen. Unter anderem kann man die Spieldauer von 5 bis 40 Minuten einstellen. Des Weiteren warten 20 Karten auf euch, von idyllischen Farmlandschaften bis hin zu Stadt- und Kraterlandschaften.
Falls ihr zu wenig Spieler seid, könnt ihr die übrigen Slots mit Bots aufstocken. Diese übernehmen dann die Kontrolle über einen Truppenteil und agieren wie gewünscht. Den Bots kann man sogar noch Verhaltensweisen zuordnen. So agieren diese ausgewogen, defensiv, gehorsam oder aggressiv.
Nach wie vor machen Gefechte gegen menschliche Gegner doch am meisten Spaß. Denn diese sind unberechenbar und man muss immer wieder neue Taktiken anwenden.
Egal ob man gegen den Computer spielt, oder einen menschlichen Gegner hat, man kann zwischen drei Spielmodi auswählen, direkten Angriff, Vorherrschaft und Tauziehen.


Nun nochmal die kleinen Unterschiede der einzelnen Spielmodi.

Angriff | Assault - Hier kämpfen zwei Teams maximal 20 Minuten gegeneinander. Dabei muss der eine die Kontrollpunkte verteidigen und der Angreifer diese wiederum in einer gewissen Reihenfolge zurückerobern. Danach werden die Rollen getauscht. Je mehr der eine verteidigt, desto weniger muss er später angreifen und genauso anders herum.

Vorherrschaft | Domination - In diesem Spielmodi muss man soviele Kontrollpunkte einnehmen und halten wie nur möglich. Geschieht dies, vergrößert sich der Anteil der Domination Bar. Ein Standardspiel dauert 20 Minuten, oder sobald einer der Spieler 100% der Domination Bar erreicht.

Tauziehen | Tug of War - Hier muss man wieder Kontrollpunkte einnehmen, welche aber eine Frontlinie bilden. Das Ziel ist, diese Frontlinie soweit wie möglich in Richtung des Gegner zu schieben. Hat man dieses Ziel erreicht, oder ist die Spielzeit vorbei, so gewinnt man diese Runde.

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Die Stimmung macht die Musik!

Grafisch setzt World in Conflict neue Maßstäbe. Man könnte sagen es ist eine Art Battlefield, nicht als Shooter, sondern als Strategiespiel. Man hat die Möglichkeit bis auf wenige Meter an die Truppen heran zu zoomen. Natürlich kann man auch recht weit weg gehen um einen besseren Überblick über das Schlachtfeld zu erlangen.
Die Karten wurden liebevoll gestaltet und mit vielen einzelnen Details versehen. So kann man ganz klar eine französische Hafenstadt von einem russischen U-Boothafen unterscheiden.
Der Spieler wird in verschiedene Landschaften geschickt und zu verschiedenen Zeiten. Zum einen kämpft man in den Sommermonaten, dann im tiefsten Winter. Die Schlachten finden in Stadtschluchten oder Farmgebieten statt. Selbst zur Weihnachtszeit zieht der Krieg seine Züge.
Während einer Mission schaffen kleine Einspieler und Briefings eine Atmosphäre, welche einen an das Geschehen bindet. Nebenbei wird man durch dramatische Musik in die richtige Stimmung gebracht.
So erzeugt World in Conflict ein Szenario, welches einem fesselt und von dem Spiel nicht los lässt.

Die Story selber wird in Ladevideos vorangetrieben. Während man auf die nächste Mission wartet, bekommt man neue Informationen über die taktische Lage und mögliche Änderungen. Diese Videos bestehen aus Einzelbildern, werden aber mit Gesprächen und Telefonaten unterlegt. So erhält man einen Einblick in den psychischen Alltag eines Soldaten, welcher viel Leid und Elend ertragen muss.
Des Weiteren bekommt man durch Videos in Ingamegrafik noch einen weiteren Vorgeschmack auf das Kommende.
Im Zuge einer Mission bekommt man durch die Aussagen seiner Truppen oder die schon genannten Einspieler immer wieder Hassparolen gegenüber dem Russen zu hören.
Ob diese hilfreich sind oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Auf jeden Fall steigern sie so das Szenario und das Empfinden, man befinde sich wirklich in einem dritten Weltkrieg.

 

Fazit: World in Conflict ist ein Strategiespiel der nächsten Generation. Es schafft eine spannende und actiongeladene Atmosphäre. Das Szenario und die Grafik bestehen auf hohem Niveau und lassen vieles offen für mehr. Auch im Multiplayer macht das Spiel einen guten Eindruck. Der Spieler wird direkt in die heißen Gefechte des Kalten Krieges geschickt und muss dort seinen Mann stehen. Einzige Negativpunkte sind die zu kurze Kampagne und das man Eliteeinheiten, vergangener Missionen, nicht in die nächste übernehmen kann.



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