Left 4 Dead: Große Vorschau zu Valves neuem Zombie – Shooter (Teil 2)
18. Nov, 2008 - 16:59 Uhr | left4dead | | 4 Kommentare | 5772 Leser
Der zweite Bericht zu Valves neuestem Werk Left 4 Dead. Viel Spaß!
Der 2. offizielle Werbespot zum Spiel:
Die Präsentation des Spiels übernimmt, wie zu erwarten war, Valves Source Engine. Folgende Effekte sind im Spiel vorhanden:
- Color Correction: Mit der Farb-Korrektur wird das Erscheinungsbild der Welt drastisch verändert. Der KI-Regisseur steuert diese Funktion, um ein möglichst cinematisches Ereignis zu bieten, das auch mit dem abgestimmt ist, was in der Spielwelt gerade vor sich geht. Je weniger Health man hat, desto blasser wird das Bild. Allerdings sticht das Rot von Blut oder Healthpacks weiterhin hervor.
- Dynamische Schatten: Wie schon in Half Life: Episode Two werfen von der Taschenlampe angestrahlte Objekte oder Gegner dynamische Schatten. Dieses mal ist die Taschenlampe allerdings am Waffenmodel montiert, der Lichtschein kommt also mehr von der Seite und nicht mehr direkt vom Mittelpunkt des Spielers, weshalb die Schatten deutlich stärker und effektvoller erscheinen. Auch entstehen durch das Mündungsfeuer der Waffen dynamische Schatten.
- Normal Maps mit Selfshadowing: Da es sich um ein sehr dunkles Spiel handelt und die primäre Lichtquelle die eigene Taschenlampe darstellt, ist dieser Shader-Effekt besonders wichtig. Damit bekommen 2-dimensionale Flächen mehr Struktur, eingesetzt wurde dieser Shader beispielsweise auch in den Antlion-Höhlen in Half-Life 2: Episode Two.
- Vignetting: Dieser Effekt ist ganz neu, er dunkelt die oberen Ecken des Bildschirms ganz leicht ab, um den Blick des Spielers in die Mitte zu ziehen. Dieses Stilmittel wird gerne in der Malerei eingesetzt und ist laut Valve-Designer Randy Lundeen ein "wirklich toll aussehender Effekt".
- Film Grain: Anders als in Day of Defeat: Source, werden diese Störungen bzw. Filmrauschen nicht konstant über den Bildschirm gelegt, sondern je nach Lichtverhältnissen individuell. In Schatten und dunklen Stellen bringt dieser Effekt etwas mehr Details auf den Bildschirm, an hellen Orten fällt er komplett weg.
- Dynamische Musik: Der KI-Regisseur übernimmt auch die Funktion des DJs. Je nach Spielstatus und Parameter wird für jeden Spieler individuell die passende Musik ausgesucht. So hört beispielsweise jemand, der wenig Health und kaum mehr Munition hat, während einem Zombie-Angriff eine ganz andere Musik als sein Mitspieler mit vollem Healthbalken und genug Munition
- Beleuchtung und Design: Diese Dinge haben zwar nicht wirklich mit der Engine zu tun, allerdings haben sie großen Anteil am grafischen Endergebnis. Lichtquellen werden gezielt eingesetzt, um den Spielern den Weg zu weisen. In Playtests hat Valve herausgefunden, dass die Tester ganz automatisch wie die Motten immer Richtung Licht strömen. Außerdem haben sich die Entwickler von Horror-Filmen abgeschaut, dass es dort, wo es dunkel ist, interessanterweise auch fast immer nass ist - damit es interessante Lichtreflexionen und Spiegeleffekte gibt. Rauch und Nebel werden eingesetzt, um den Vordergrund besser vom Hintergrund abzutrennen und die Welt plastischer erscheinen zu lassen.
Einen großen Grafik – Test zu Left 4 Dead findet ihr hier.
Doch das sind nicht alle Effekte. Valve hat nämlich eng mit der USK zusammen gearbeitet und so ist die deutsche Version leicht geschnitten. Man wird zum Beispiel den von der Source Engine bekannten Ragdoll – Effekt, der dafür sorgt, dass Leichen so realistisch wie möglich simuliert werden, nicht zu sehen bekommen, denn die Leichen lösen sich nach kurzer Zeit auf. Des weiteren sorgt Valve dafür, dass es keine abgetrennten oder explodierenden Gliedmaßen geben wird. Sogar das Cover des Spiels wurde entschärft. In der weltweiten Version sieht man eine Hand mit nur vier Fingern. Auf dem deutschen Cover sieht man aber fünf Finger. Als Grund für diese Entscheidung nannte Valve die Händler. Diese wollten in der Adventszeit, kurz vor dem Fest der Liebe, kein so brutales Cover in den Regalen stehen haben.
Das deutsche und das internationale Cover im Kontrast:

Wer sich jetzt aber trotzdem die Uncut – Version des Spiels kaufen will, benötigt nur Steam, Valves interne Vertriebsplattform. Dort bestellt man sich einfach die Uncut – Version des Spiels. Gerüchten zu Folge soll es wegen der deutschen IP ja keine Möglichkeit geben, die ungeschnittene Version nach Deutschland zu importieren. Doch Valve wiedersprach dieser Aussage eindeutig. Eine gute Nachricht für alle Splatter – Fans.
Ab dem 6.11 konnte jeder Vorbesteller des Spiels die Demo herunterladen, am 11.11 stand sie dann allen Steam – User zur Verfügung. Auch ich hatte die Gelegenheit, die zwei Level aus der ersten Kampagne „No Mercy“ anzuspielen. Meine Eindrücke seht ihr in diesem kleinen Kurztest der Demo.
Gameplay: Left 4 Dead setzt auf die klassische WASD – Steuerung. Wenn man sich duckt, wird der Schaden der eigenen Waffe logischerweise verstärkt. Wie die Steuerung der einzelnen Boss – Zombies funktioniert, seht ihr in diesem Video.
Grafik: Die aufgemotzte Source Engine erfüllt ihre Aufgabe gut. Die Zombies sehen wie richtige Zombies aus und besonders der Tank überzeugt mit einer tollen Darstellung.
Leveldesign: In der Demo war das einzige Ziel der Überlebenden, sicher in den Safe – Room zu gelangen. Die Vorgehensweise war egal. Auf der Karte verteilt, gibt es einige Räume, aus denen man die verstorbenen Gefährten befreien kann. An anderen Stellen des Spiels kann man Rohrbomben, Gesundheitspillen oder Molotov – Cocktails auftreiben. Insgesamt erfüllt der Director seine Aufgaben mit Bravour.
Atmosphäre: Ab der ersten Minute leidet man an Verfolgungswahn. Es ist immer die Angst da, dass man von einem der Boss – Zombies angegriffen werden könnte. Der Hunter oder der Smoker überraschen einen aus dem Hinterhalt während der Tank sich mit einem kleinen Erdbeben ankündigt. Aber am gruseligsten ist immer noch die Witch. Wenn sie mit lautem Gekreische und wutverzerrten Gesicht auf einen zurennt, spürt man den puren Wahnsinn.
Wiederspielbarkeit: Nach ca. sechs Stunden fingen die zwei Levels an, langweilig zu werden. Doch sechs Stunden sind für die beiden eher kleinen Karten ein gutes Ergebnis. In der Vollversion sind 20 Karten plus die Content – Updates enthalten und außerdem kann man sich seine eigenen Karten einfach mit dem Hammer – Editor selber zusammenbasteln.
Schwierigkeitsgrad: Es gibt vier Schwierigkeitsgrade: Leicht, Normal, Fortgeschritten und Experte. Meine ersten Online – Versuche im „Normal“ - Modus verliefen reibungslos. Als „Fortgeschrittener“ gab es dann schon einige Game Over – Bildschirme zu sehen, aber bald hatte ich auch das geschafft. Zuversichtlich ging es direkt weiter mit dem „Experten“ - Modus. Ein großer Fehler. Direkt am Anfang kam schon die große Ernüchterung in Form der Boomer – Kotze und den dementsprechenden Heerscharen von Zombies. Zwei Spieler verließen die Lobby. Einer der beiden Neuen hatte ein Headset, sodass die Absprache nun besser funktionierte. Es begann ein langer Kampf. Hatte ich „Normal“ und „Fortgeschritten“ in 20 Minuten absolviert, brauchte ich für den schwierigsten Modus drei Stunden. Immer und immer wieder überraschten uns die riesigen Zombie – Wellen. Falls dann doch einer überlebte, wurde dieser von einem Smoker oder Hunter grausam zerfetzt. Als wir es aber endlich geschafft hatten, war der Jubel riesig. Unser spanischer Mitspieler mit dem Headset schrie sogar so laut, dass er direkt drei „Shut up“s kassierte. Man kann es ja auch übertreiben mit dem Feiern.
Fazit: Left 4 Dead kann eindeutig mit Valves Versprechen mithalten. Mit toller Atmosphäre und dem grandiosen Director liefert das Spiel feinste Mehrspieler – Kost. Denn ohne Teamplay und gescheite Absprache ist man hier fehl am Platz.
Die beiden Videos zeigen das Demo - Level, während es von Gabe Newell kommentiert wird:
Zombies hin oder her, im Endeffekt zählt nur der finanzielle Erfolg des Spiels. Valve selbst peilt nach eigenen Angaben ca. 4.000.000 verkaufte Exemplare an. Und so wie es bisher aussieht, ist dieses Ziel sehr realistisch. Denn die Demo des Spiels wird schon von mehr Leuten gespielt, als es bei Counter - Strike der Fall ist und die Anzahl der Vorbestellungen ist doppelt so groß wie die von der Orange Box. Doug Lombardi, Valves Pressesprecher, äußerte sich wie folgt zum Thema Verkaufszahlen:
„Verkaufsziele sind erst dann wirklich zu definieren, wenn man sich kurz vor der Schlussphase befindet, vor allem bei einer neuen Marke. Trotzdem können wir jetzt schon sagen, dass Left 4 Dead sich ziemlich gut macht."
„Die Vorbestellungen von Left 4 Dead übertreffen die für die Orange Box um 40 Prozent, was zum großen Teil daran liegt, dass es für beide Versionen 10 Prozent Rabatt gab.“
„Und man kann davon ausgehen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, nachdem die Demo erscheint und die größte Werbekampagne für ein Valve-Spiel startet, auf Bussen, Häusern, Plakaten, im Fernsehen, auf Magazinen und Websiten über die nächsten Wochen.“
Zudem ist Left 4 Dead auch schon in drei Kategorien für die SPIKE-TV Video Game Awards nominiert. Wie sich das Spiel in den Kategorien „Best Shooter“, „Best PC Game“ und „Best Multiplayer Game“ schlägt, wird sich am 14.12 entscheiden.
Hier sind nochmal alle grundsätzlichen Fakten zum Spiel aufgezählt:
Name: Left 4 Dead
Genre: Mehrspieler – Shooter
Website: www.turtlerockstudios.com/">www.turtlerockstudios.com/
Hersteller: Turtle Rock Studios
Anbieter: Valve Software (Steam) (US)
Veröffentlichung: 18.11.08 für Vorbesteller über Steam, 20.11.08 für alle
Preis: € 48,45 (Amazon), $ 44,99 über Steam ($ 44,99 = € 35,71)
Plattformen: PC, Xbox 360
USK: ab 18 Jahren freigegeben gemäß § 14 JuSchG
Systemanforderungen:

Die E3 – Präsentation von Left 4 Dead, erklärt von Mitbegründer Gabe Newell. Sie fasst nochmal alle Fakten zum Spiel zusammen:
Die Computerzeitschrift PC Games und das Medienportal IGN.com brachten heute ihre Testberichte zum Spiel heraus. Die beiden Bewertungen bewegten sich zwischen 89% und 92%.
Quellen: uk.media.pc.ign.com/, www.f7c-network.com, www.pcgames.de, www.pcgameshardware.de/, www.youtube.com









Balo
Sehr gut!
Hacken!
Nicht jeder Computer kann durch so hohe und leistungsstarke Proscessoren z.B. dieses Spiel so gut durchsetzen !
Die "Geschichte" finde ich gelungen!
undmal wieder TOP dargestellt von Adrian!!
MfG Centaro
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