Nach einem vier Jahre, sechs Monate und zwei Wochen andauernden Rechtsstreit hat die Redaktionsleitung von Lanparty.de nun erfreuliche Post erhalten. Details zu dem seit Dezember 2002 andauernden Rechtsstreit zwischen LANparty.de und einer (mittlerweile wohl nicht mehr tätigen) Netzwerkfirma aus Duisburg wird es derzeit noch nicht geben, aber dafür kann nun verkündet werden, dass der Rechtsstreit beigelegt werden konnte.
Viel ist in letzter Zeit passiert in der Szene - doch an so eine einscheidende Veränderung hätte nun wirklich niemand gedacht. Auf Lanparty.de ist zu lesen, dass die Webpräsenz ab...
Wie es dazu kam
Im Januar 2003 erhielt die Redaktion eine Abmahnung samt Kostennote durch die von IPRONEC GmbH beauftragten Anwälte. Grund war ein, im "Rahmen der freien Meinungsäußerung" geschriebenes Kommentar in einem bekannten Lanparty Forum. Streitgegenstand war ein Forenbeitrag von Sven "DeichShaf" Wagner zur Fusion-LANparty im Dezember 2002 in Hamm. Da ein - von den Anwälten unterstelltes - Wettbewerbsverhältnis zwischen Lanparty.de und Ipronec nicht vorlag, ignorierte die Redaktion die Abmahnung und verzichtete zum Zwecke des Selbstschutzes auf die zukünftige Berichterstattung und Nennung des klagenden Unternehmens.
Ipronec hat daraufhin im Februar 2003 beim Landgericht Duisburg Klage auf Unterlassung, Widerruf und Schadenersatz gegen Lanparty.de und Sven Wagner eingericht. Der Schadenersatz war seinerzeit mit 50.000 Euro angesetzt, wobei auf Lanparty.de 40% und auf Sven Wagner 60% der Schadenssumme entfallen sollten. Im Laufe des Verfahrens hatte man immer wieder sämtliche Forderungen bestritten und zudem darauf hingewiesen, dass Lanparty.de überhaupt nicht in einem Wettbewerbsverhältnis steht und zudem der Forenbeitrag freie Meinungsäußerung darstellte. Ipronec indes stellte Antrag auf Klageerweiterung und das Landgericht Duisburg gab diesem Antrag statt.
Fortan betrug der Streitwert 275.000 Euro - eine Schadenersatzforderung gegen Lanparty.de und Sven "DeichShaf" Wagner als Gesamtschulder/in. Ein Gutachten wurde erstellt, welches die angeblich aufgestellten Tatsachenbehauptungen technisch widerlegen sollte, es aber nicht zweifelsfrei konnte. Seitens der Redaktion wurde die Durchführung und auch das Ergebnis des Gutachtens bestritten.
Und das Ende der Geschichte
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Das letzte Wort
»Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.«
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Torsten
Kommentare: 1300
Schön, dass es doch noch zu einem glücklichen Ausgang kam. Mit einem ständig anhängenden Rechtsstreit lebt es sich sicherlich sehr stressig.
Beste Grüße an Deichshaf.