15-jähriger wegen Xbox- Verbot von zu Hause geflüchtet *UPDATE 2



15-jähriger wegen Xbox- Verbot von zu Hause geflüchtet *UPDATE 2

Am 13. Oktober floh der 15-jährige Brandon Crisp von zu Hause, weil ihm dessen Eltern seine XBOX 360 weggenommen hatten. Nachdem sich neben Polizei und Freundes- sowie Verwandtenkreis auch Microsoft an der 3-wöchigen Suche beteiligte und die Situation sich für alle Beteiligten mehr und mehr zuspitzte, trat letztes Wochenende für alle traurige Gewissheit ein.

„Er rannte Weg, weil wir ihm seine Xbox weggenommen haben“, erklärt der Vater des 15-jährigen. Denn sein Sohn Brandon sei spielsüchtig. Vor allem der Weltkriegs-Shooter Call of Duty habe es ihm angetan, so der Senior. Nun befürchtet der Vater, dass Brandon online jemand kennen gelernt habe, zu dem er nun geflüchtet sei. Diese Vermutung wird durch die Erfahrungen der Polizei bekräftigt, wonach Kinder, die von zu Hause weglaufen, meist innerhalb von 24 Stunden wieder ins elterliche Haus zurückkehren. Zudem haben weder die Verwandtschaft noch Bekannte der Familie beziehungsweise Freunde von Brandon bislang ein Lebenszeichen von dem Jugendlichen erhalten.

Eine groß angelegte Suchaktion mit Polizeiunterstützung und Helikoptern am vergangenen Wochenende führte ebenso zu keinem Ergebnis.
Den Befürchtungen des Vaters Rechnung tragend weitete die Polizei ihre Ermittlungen nunmehr auch auf alle möglichen Xbox Online-Spieler aus, mit denen Brandon bis zum Tag seiner Flucht und zugleich seines letzten "Log-in" Kontakt hatte.



UPDATE

Seit nunmehr 18 Tagen fehlt von dem 15-jährigen Kanadier Brandon Crisp jede Spur. Lediglich sein Fahrrad, mit dem von zu Hause weggefahren sei, konnte gefunden werden. Verschiedene Stellen haben in der Zwischenzeit insgesamt 15.000 Dollar für Hinweise, die zu seiner Person führen könnten, ausgeschrieben.

Nun beteiligt sich sich auch XBOX 360- Hersteller Microsoft an der Suche. Zumindest indirekt. Zusätzlich zum genannten "Finderlohn" zahlt der Konzern 20.000 Dollar demjenigen, der Brandon aufspührt. Offensichtlerweise möchte man sein perfektes Home Entertainment- Produkt nicht als Familienspalter verstanden wissen. Außerdem unterstützt Microsoft die Polizeibehörden bei der Suche nach den letzten Online-Mitspielern von Brandon.

Brandons Vater kommt nunmehr zu der Einsicht, dass er seinem Jungen nie die Konsole weggenommen hätte, wenn er vorher gewusst hätte, wie wichtig diese seinem Sohn ist. Vielleicht sollte man sich einfach mal ab und an mit seinen Kindern näher auseinandersetzen.


UPDATE 2

"Erwartet nichts von euren Kindern. Umarmt sie jeden Tag und sagt ihnen so oft wie möglich, wie lieb ihr sie habt." Diese Worte sprach Brandons Vater auf einer gestrigen Presseerklärung, die der heutigen Bestattung seines Sohnes vorausging. Brandons Leiche wurde Mitte letzte Woche nur wenige Kilometer entfernt von Barrie in einem Kornfeld gefunden. Die Autopsie ergab, dass der Junge an einem Brusttrauma (Pneumothorax) starb. Dieses soll durch den Sturz von einem Baum verursacht worden sein.



TV-Nachrichtenbeitrag vom gestrigen Tag (engl.)
 



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Kommentare


  • ...
    schade, dass die sache so ausging...tragisch...mein beileid!

    14. Nov 2008 - 15:15 Uhr
  • beileid
    mein beileid!

    das ist ganz schön hart und das nur wegen so einem blöden streit wegen der xbox

    14. Nov 2008 - 22:27 Uhr
  • Mein Beileid!
    Es kommt mir irgent wie übertrieben vor so als ob da was faul ist!

    15. Nov 2008 - 10:27 Uhr
  • Wieso?
    Was soll da faul sein? Meinst du etwa, der Vater hat den Bengel wegen seinem XBoX-Gedaddel totgeschlagen und ihn dann im Kornfeld abgelegt? Oder dass der obligatorische Unbekannte dahintersteckt? Das finde ich seeeeeehr weit hergeholt.
    Es ist (leider) ein typisches Drama, wie es sich nahezu täglich überall auf der Welt abspielt. Kind oder Jugendlicher baut Mist oder vernachlässigt die Schule, bekommt deswegen einen heftigen Streit mit den Eltern und haut von Zuhause ab. Während es in den meisten Fällen glimpflich ausgeht, hat es hier ein tragisches Ende gehabt, leider und traurigerweise.
    Wenn es um Schulnoten oder sonstiges Gedöns gegangen wäre, hätte das Ganze nur als Randnotiz in der örtlichen oder regionalen Presse gestanden. Da aber (mal wieder) ein Computerspiel (in diesem Falle CoD 4) dahintersteckt, ist es ein gefundenes Fressen für die Weltpresse, mal wieder auf die Computerspielbranche zu zeigen.
    Die wahren Gründe für den Streit liegen wahrscheinlich gar nicht mal im "exzessiven Spielwahn" (Vorsicht, Ironie!) des Jungen, sondern im allgemeinen Verhältnis zwischen Eltern und Jungen bzw. in der Erwartungshaltung der Eltern betreffend Umsetzung von Anweisungen und schulischem Erfolg.
    Und das findet man überall in der Welt, leider ab und an mit solch einem tragischen Ausgang.
    Natürlich tut mir die Familie leid, keine Frage, und sicher war das Herangehen des Vaters an das Problem falsch, aber zu meiner Zeit gab es das in ähnlicher Form, nämlich Stubenarrest und Fernsehverbot, und ich bin auch mal deswegen ausgerissen. Daher wird es das Thema "Ausreisser" auch immer geben. Und ab und an auch ein tragisches Ende.

    15. Nov 2008 - 11:28 Uhr
  • ee
    der hätte besser ps3 spielen sollen

    15. Nov 2008 - 20:41 Uhr

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