Call of Duty soll kostenpflichtigen Multiplayer-Modus bekommen



Call of Duty soll kostenpflichtigen Multiplayer-Modus bekommen

Liebäugelt Activision mit zusätzlichen Bezahlinhalten für Call of Duty?

Es ist nicht immer notwendig, ein neues Produkt herzustellen, um Geld damit zu erwirtschaften. Denn wie besagt schon ein deutsches Sprichwort? Das Geld liegt auf der Straße, man muss nur die Augen aufhalten. Das sieht wohl auch der Finanzvorstand des Publishers Activisions-Blizzard, thomas Tippl, und hat auf der Konferenz BMO Capital Markets alte Konzepte für neue Titel vorgestellt.

Micropayment, also das Buchen von Dienstleistungen für einen schmalen Taler über das Internet, scheint momentan der Goldesel schlechthin zu sein. Das ist einerseits der Bequemlichkeit der Kunden andererseits der Flexibilität und Aktualität des Internets anzurechnen. Denn mal eben schnell das Konto um 5 Euro zu belasten, damit das virtuelle Ego um ein paar Levelpunkte aufpoliert wird, das scheint viele weit weniger zu stören, als zum Beispiel wieder mal 10 Cent mehr pro Liter beim Tanken zu bezahlen, weil gerade Wochenende oder Urlaubssaison ist. Die Hemmschwelle beim Kaufen von virtuellen Gütern scheint, und dafür braucht es spätestens seit Erfindung der Klingelton-Abos keine eigene Studie mehr, ist deutlich niedriger als beim Erstehen von echten Waren im Tante Emma-Laden um die Ecke. Und davon hat vor allem Blizzard mit "World of Warcraft" in den letzten Jahren stark profitiert.

Nun hängt ja Blizzard seit Juli 2008 irgendwie mit Activision zusammen und deshalb ist es kein Wunder, dass man nun auch bei Bezahlmodellen gemeinsame Wegen gehen möchte. Fans der Call of Duty Reihe müssen nun damit rechnen, für den Multiplayer-Modus Geld ausgeben zu müssen, schreibt das Spielemagazin "Gamestar" und bezieht sich dabei auf eine Aussage von Thomas Tippl: »Das ist definitiv unser Bestreben, da wir dort großes Potenzial sehen, vor allem wenn wir die verschiedenen Geschäftsmodelle sehen, um Geld aus Online-Spielen zu ziehen«

»Es findet schon längst zwischen Blizzard und unseren Online-Jungs ein reger Wissenstransfer statt. Wir haben sehr viel Erfahrung bei Call of Duty mit dem Erfolg auf Xbox Live und dem PlayStation Network gesammelt. Daraus fließt wieder Wissen in die Battle.net-Plattform und dessen Design. Ich denke, davon profitieren alle. Sie sollten erwarten, dass wir demnächst neue Online-Erlösmodelle für unsere großen Marken wie Call of Duty testen und schlussendlich auch einführen werden", so Tippl. Dabei macht er sich keine Sorgen über die mögliche Kritik der Spieler. "Unsere Spieler berichten uns laufend über neue Dienste und Innovationen, die sie bei uns noch nicht bekommen. So, wie es sich bislang für uns darstellt, gibt es für zusätzliche Inhalte und Dienste, wie sie Blizzard anbietet, einen derartigen Bedarf, dass Spieler auch bereit sind, Geld dafür bezahlen.«

Es ist noch nicht klar, wie das Bezahlmodell für Call of Duty aussehen wird. Es könnte sich zum Beispiel um sogenannte Archivements, also Mini-Inhalte wie Waffen- oder Spieler-Upgrades handeln. Ein generelles Abonnement, um überhaupt am Multiplayer-Geschehen von Call of Duty teilzunehmen, ist ebenso denkbar.

Bildquelle: Flickr.com



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