Schweizer Informatiker haben ein Tool entwickelt, das Programmabstürze verhindern soll. Aus der Analyse von Software-Bugs lernt Dimmunix, den Rechner künftig vor dem Wiederauftreten solcher Fehler zu schützen. Im Netzwerk verbundene Dimmunix-PCs können sogar von den Erfahrungen anderer Systeme lernen.
Das von Informatikern am Dependable Systems Lab der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) vor allem für Server entwickelte Tool namens Dimmunix ist bislang in der Lage, nur vor schwerwiegenden Fehlern, wie Programmabstürze oder - hänger, zu schützen. "Wir haben Dimmunix zunächst für Server-Systeme bereitgestellt, weil der Umgang damit am schwierigsten ist. Sie sind groß, haben viele Threads und ein Aufhängen oder Einfrieren ist sehr teuer", erklärt der EPFL-Informatikprofessor George Candea.
Doch auch die Masse soll perspektivisch gesehen von den Möglichkeiten des Programms profitieren können. Dabei hofft Candea über die Veröffentlichung des Open-Source-Programms auf die Mitwirkung fähiger Entwickler, die bei der nutzerfreundlichen Umsetzung helfen sollen.
Wie funktioniert Dimmunix? Der Prozess ist denkbar logisch. Tritt ein Programmfehler zum ersten Mal auf, so analysiert und dokumentiert Dimmunix den Fehler sowie das Systemverhalten. Aus dieser Reihe von Informationen lernt das Tool, unter welchen möglichen Voraussetzungen das Problem erneut auftreten kann und an welcher Stelle es korrigierend in die Programmausführung eingreifen muss. Im Ergebnis läuft die absturzgefährdete Anwendung problemlos weiter.
"Die Dimmunix-Runtime passt dabei einfach das Scheduling der Programm-Threads auf einer Ebene unter dem betreffenden Programm an, um es praktisch auszutricksen, damit es fehlerfrei läuft", erläutert Candea.
Unter http://code.google.com/p/dimmunix/ kann der Quellcode zu Dimmunix abgerufen werden. Dazu Candea: "Gewissermaßen ist das ein Hilferuf nach weiteren Personen, die unsere Bemühungen unterstützen und uns helfen, ein Dimmunix zu schaffen, das auch Durchschnittsuser herunterladen und zu ihrem Schutz nutzen wollen", um den Maschinen einen weiteren Wegstein zur Weltherschafft zu legen.
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Das letzte Wort
»Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.«
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Krato5
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