Gelähmter Mensch bewegt sich durch Second Life



Gelähmter Mensch bewegt sich durch Second Life

Die schwächelnde Plattform „Second Life“ könnte bald Aufwind aus einer ganz neuen Richtung erhalten. Vor kurzem gelang es japanischen Forschern unter Beihilfe von Gehirnströmen, dass sich ein nahezu gelähmter Mensch durch diese virtuelle Welt bewegen konnte.

41 Jahre alt ist der Patient, welcher an dem Experiment teilnahm. Seit mehr als 30 Jahren leidet er an einer schweren Krankheit, durch die er nahezu vollständig gelähmt ist. Weder seine Hände noch seine Beine kann er bewegen. Eingaben an einem PC über Tastatur oder Maus sind für ihn nicht möglich. Durch seine Krankheit befindet er sich abseits des modernen gesellschaftlichen Lebens.

Seit langem schon arbeiten Forscher an einer Lösung des Problems. Ihre Vision, die Steuerung bestimmter wichtiger Kommunikationsgeräte mit Hilfe der eigenen Gehirnströme. Diese Vision rückte vor wenigen Tagen ein Stück weiter in die Realität. Dem 41jährigen Patienten wurde ein Steuerungsgerät mit drei Elektroden über den Kopf gestülpt. Ziel war es ein virtuelles Ego im Spiel „Second Life“ zu steuern.

Der Patient begann damit sich vorzustellen wie er einen Fuß vor den Anderen setzt. Der Erfolg zeigte sich auch sofort auf dem Bildschirm. Die virtuelle Figur fing an zu Gehen. Über ein Mikrophon konnte sich der Patient zusätzlich mit anderen Anwesenden im Spiel unterhalten.

Die Forscher waren über diesen Teilerfolg mehr als begeistert. Das erste Mal wurde es einen gelähmten Menschen ermöglicht sich selbständig in einer, wenn auch nur virtuellen Welt frei zu bewegen und eigene Aktionen auszuführen, ohne auf die Hilfe Fremder angewiesen zu sein. Die Visionen der Entwickler überschlugen sich nach diesem Erfolg. Jetzt will man das System noch mehr verfeinern. In Zukunft könnten dann gelähmte Menschen ihre sozialen Erledigungen wie Einkaufen oder Smalltalk in Cafes über eine Plattform wie „Second Life“ erledigen.



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Kommentare


  • ...
    Als nächstes planen die Entwickler eine WOW Schnittstelle zu schaffen und 2010 kann dann bereits ein Affe ferngesteuert werden

    11. Jun 2008 - 11:50 Uhr
  • Hat Potential
    Wenn wir alt und bettlegerig sind, dann können wir wenigstens noch zocken. Das Ganze gibts dann noch per VR-Brille direkt auf die Augen.
    Somit erschließt sich in ein paar Jahrzehnten auch ein ganz neuer Videospielemarkt. Während Rentner heute noch an die Wii gezwungen werden, werden sich in 6 Jahrzehnten unter Umständen die onlinespielerfahrenen Alten (Wir!) freiwillig und ohne groß Mühen zu müssen, sich prima beschäftigen zu wissen, wenn z.B. motorisch nichts mehr geht


    11. Jun 2008 - 19:22 Uhr
  • bioport
    bis 2015 bekommen babys nach der geburt einen (USB??)-Port eingeplatzt um sich ständig und überall mit der VR vernetzten zu können ^^

    11. Jun 2008 - 22:48 Uhr
  • @ aD
    Im ersten Teil von Perry Rhodan (Buchversion) wurde schon ein ähnliches Szenario beschrieben. Perry Rhodan traf in dem Buch auf ein Raumschiff der außerirdischen Rasse der Arkoniden. Das Raumschiff triftete seit mehreren Jahren verlassen im Weltraum, da die Besatzung mit einem Computerspiel beschäftigt waren. Dafür saßen sie nur auf iirgendwelchen Sitzen und kontrollierten das Spiel über ihre Gehirnströme.

    So langsam nähern wir uns dieser Vision von 1961.

    11. Jun 2008 - 22:59 Uhr

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