IDF: Strom sparen und trotzdem mehr Power
Derzeit findet das Intel developer Forum in San Francisco statt. Dort gibt es täglich neue Informationen zu Intels kommenden Produkten. Ganz hoch im Kurs stehen Infos zur neuen Nehalm Architektur und darauf basierenden Prozessoren.
Seit dem es Multi-Core Prozessoren gibt, besteht das Problem der Auslastung. Nur wenige Programme nutzen zwei oder gar mehr Kerne. Das liegt zum Einen daran, dass man die Programme extra dafür optimieren muss und zum Anderen daran, dass es nicht überall Möglich ist, Programm-Abläufe in mehrere „Threads“ aufzuteilen. Mit dem „Nehalm Turbo Mode“ will Intel das Problem angreifen und in den Griff bekommen.
Das Ganze besteht im Groben aus 3 Schritten. Als erstes erkennt die CPU, dass nur ein oder zwei Kerne gebraucht werden und die anderen zwei bzw. drei nur untätig Energie verbraten. Daraufhin schaltet die CPU zwei oder drei Kerne ab. Die neuen Power-Gates sorgen dabei dafür, dass die abgeschalteten Cores fast keine Energie mehr verbrauchen. Die mit dem Penryn eingeführte Stromspartechnik C6-State (Deep Power Down) lässt sich für jeden einzelnen Kern aktivieren und bietet somit eine Vielfalt am Möglichkeiten um Energie einzusparen.

Der letzte Schritt besteht in einer automatischen Übertaktung der restlichen Kerne. Sind nur noch zwei oder gar nur ein Kern im Einsatz, werden diese automatisch übertaktet. Dabei hat Intel darauf geachtet, dass die angegebene TDP von 130W nicht überstiegen wird. Sind zwei Kerne ausgeschaltet, werden die restlichen zwei mit 133MHz mehr getaktet, befinden sich drei Cores im Schlaf, steigt die Taktrate des verbleibenden Kerns um 266MHz. Eine Übertaktung bei drei aktiven Cores ist nicht geplant.

Gesteuert wird der ganze Vorgang von der „Power Control Unit“. Diese befindet sich in der CPU und überwacht und steuert Stromstärke, Spannung, Leistungsaufnahme und Temperatur. Alle genannten Funktionen lassen sich via BIOS ausschalten. Insgesamt wirkt Intels Konzept durchdacht und durchaus praxisnah.







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