IFNG aus Mannheim mit dem WC3 Game – XlorD vs. Thurisaz



IFNG aus Mannheim mit dem WC3 Game – XlorD vs. Thurisaz

Heute brennt in Mannheim so richtig die Luft. Drei heiße Matchs stehen auf der Tagesordnung und wir konzentrieren uns auf das Warcraft 3 Match, bei dem heute der Favorit XlorD (zur Zeit 2.Platz) gegen Thurisaz (12.Platz) antreten wird. Eins kann man jetzt schon sagen, die Stimmung in Mannheim ist ausgezeichnet und wahrscheinlich ist mit einem neuen Besucherrekord zu rechnen. Die ersten Gäste mussten schon vor der vordersten Reihe auf dem Fußboden Platz nehmen, da die Stühle nicht mehr ausreichen. Ebenfalls ist erstmalig ein Fanbus von Alternate zu den IFNG angereist. Grund genug haben die Jungs, denn heute tritt in jedem Match des Abends ein Team von Alternate gegen einen Kontrahenten an. Doch wenden wir uns jetzt dem WC3 Game des heutigen Abend zu.

Im Kurzinterview vor dem Spiel, bestätigten beide Spieler, dass sie sich auf das heutige Match nicht explizit vorbereitet haben. XlorD, welcher in der vergangenen Woche zwei wichtige Spiele verlor, muss jetzt wieder punkten um sich einen Platz auf den Finals der EPS Series zu sichern. Bei Thurisaz dagegen ist der Zug schon abgefahren. Eine Qualifikation für die Finals ist ausgeschlossen. Schon aus diesem Grund hat er heute nichts zu verlieren und könnte somit XlorD das Leben schwer machen.

vs.

Nachdem beide Spieler ihre Plätze eingenommen haben, entscheidet sich Thurisaz unerwartet für die Rasse der Orks. Dies ist aus dem Grund ungewöhnlich, da man in den letzten Jahren, ihn immer nur als Spieler der Rasse Mensch kannte. Doch muss seine Kariere mit den Orks begonnen haben. Noch ein weiterer Punkt spricht für diese Entscheidung. XlorD (Rasse: Untote) verlor in der letzten Woche sein erstes wichtiges Match gegen einen Orkspieler. Vielleicht sitzt der Schrecken vor dieser Rasse noch so tief, dass er sich durch die Auswahl schon in die Defensive getränkt fühlt. Wir werden sehen.

Map 1

Das Spiel startet und beide Spieler beginnen damit ihre Base nach gewohnten Mustern aufzubauen. XlorD entscheidet sich für den Todesritter und Thurisaz wählt als ersten Helden den Klingenmeister. Beide befinden sich auf der Karte direkt nebeneinander, wobei XlorD scheinbar die bessere Position, direkt über Thurisaz, hat.

Nachdem beide Helden bereit stehen, beginnen sie auch direkt mit creepen (neutrale Einheiten, welche auf der Karte verteilt sind, töten) um ins nächste Level zu gelangen. XlorD und Thurisaz starten jetzt fast zeitgleich damit, ihre Hauptgebäude auf das zweite Level zu bringen. Dadurch schalten sie den Bau weiterer wichtiger Gebäude frei, welche schon siegentscheidend sein können. In der Zwischenzeit creepen  die Helden mit ihren ersten Einheiten fleißig weiter und sammeln Erfahrungspunkte. XlorD setzt hierzu auf jede Menge Ghule, was eine eher ungewöhnliche Taktik ist. Normalerweise baut der Untote mehrere Gruftbestien. Doch dies hat XlorD scheinbar nicht vor.

Nachdem XlorD mit seinem Hauptgebäude auf dem zweiten Level angelangt ist, beginnt er sofort damit dieses auf das dritte und damit letzte Level zu puschen. Durch diese Aktion muss er viele Rohstoffe investieren, welche vielleicht in den Bau neuer Einheiten besser investiert gewesen wären. Gleichzeitig hat er eine Opfergrube beschworen und bastelt an seinen ersten Schemen. Mit dieser unsichtbaren Einheit, kann man prima den Gegner observieren und seine Aktionen beobachten.

Dies weis auch XlorD, welcher sofort damit beginnt die Aktionen des Klingenmeister zu beobachten. Der Klingenmeister von Thurisaz creept gerade irgendwo auf der Karte und XlorD nutzt die Chance um die Base von Thurisaz anzugreifen. Direktes Ziel von ihm ist das Bestiarium, in dem wichtige Einheiten wie die Räuber gebaut werden können. Thurisaz geht auf direkten Weg zurück zu seiner Base, doch zu spät, sein Bestiarium ist soeben gefallen. Bei dieser Aktion hat XlorD nur auf seinen Todesritter und seine Ghule gesetzt. Doch diese reichten aus um Thurisaz einen schweren Schlag zu versetzen.

Thurisaz hat inzwischen seinen zweiten Helden fertig, den Schattenjäger, welcher unter anderem eigene Einheiten heilen kann und den Gegner kurzzeitig in ein Schaf verwandeln kann. Doch XlorD lässt nicht locker. Immer wieder kommt er mit seinen Ghulen und seinem Todesritter. In diesem Moment umstellt er den Level 1 Schattenjäger und schickt ihn in die vorrübergehenden Jagdgründe.

Nach diesem Erfolg zieht sich XlorD kurz zurück. In der Zwischenzeit erweckt Thurisaz wieder seinen Schattenjäger. Doch XlorD baut ebenfalls fleißig Einheiten und setzt wieder zu einem Angriff an. Das kann doch nicht wahr sein! Schon wieder ist der Schattenjäger umstellt und kann nicht mehr fliehen. Der Geist des Schattenjägers entweicht seinem Körper und auch der Klingenmeister, welcher gerade in den Kampf eingreift, muss jetzt schwere Verluste einstecken. Eine Einheit nach der Anderen wird von XlorD vernichtet und da kommt die Aufgabe von Thurisaz. Die erste Map geht an XlorD.

Kurze Zwischenfrage an Thurisaz. Dieser sieht sehr deprimiert aus und auf die Frage warum er sich für Orks entschied, meint er nur, dass er denkt mit Menschen überhaupt keine Chance zu haben. Nun dieses Match war jedoch ziemlich dünn und von Chancen konnte nicht die Rede sein.

Map 2

Die zweite Map ist Secred Valley. Xlord startet in der unteren linken Ecke und Thurisaz in der oberen Rechten. Durch die Entfernung kann man davon ausgehen, dass dieses Match etwas länger dauern wird, als das Erste. Beide beginnen wieder mit dem typischen Aufbau und wählen wieder die gleichen Helden wie schon auf der ersten Map.

Wo nimmt Xlord nur diese Ressourcen her? Kaum hat das Match begonnen sieht man XlorD schon mit sieben Ghulen und seinem Todesritter über die Karte zum ersten großen Creep hechten. Dieser bringt dem Todesritter jede Menge Erfahrungspunkte. In der Zwischenzeit arbeitet sich Thurisaz von der linken Seite zur Base von XlorD mit seinem Klingenmeister vor. Doch auch XlorD ist nicht untätig und vollzieht einen direkten Angriff auf die Base von Thurisaz.

In der Base von XlorD fällt der erste Ghul durch die starken Angriffe des Klingenmeister. XlorD lässt sich davon nicht beeindrucken und attackiert mit seinen Ghulen einen Orc-Bau. Diese sind wichtig, damit man weitere Einheiten bauen kann. Und da fällt der erste Orc-Bau auch schon und Thurisaz muss sich mit seinem Klingenmeister zurück in seine Base teleportieren um die Zerstörung eines weiteren Orc-Baus zu verhindern. Dies gelingt ihm auch, doch mit dem Bau neuer Einheiten ist erst einmal Schluss.

Zum Glück hatte Thurisaz vor dem Abriss des einen Orc-Baus schon damit begonnen seinen zweiten Helden, einen Tauren-Häuptling, ins Leben zu rufen. Doch auch XlorD hat in der Zwischenzeit seinen zweiten Helden, den Lich, eine starke Einheit, welche mit ihrer Frostnova die gegnerischen Einheiten stark verlangsamen kann. Thurisaz ist mit seinem neuen Helden gerade beim creepen um diesen in das nächste Level zu katapultieren, als XlorD mit seinem Todesritter bei ihm eintrifft. Da fliegt der Todesmantel, eine Spezialfähigkeit des Todesritter mit dem er dem Gegner sofort Lebenspunkte raubt, direkt auf den Tauren-Häuptling zu. Dieser befindet sich jetzt stark im roten Lebensbereich. Ein weiterer Schlag durch den Todesritter und der Tauren-Häuptling verliert sein Leben.

XlorD hat jetzt Blut geleckt und geht mit seinem Todesritter direkt zum nächsten Creep von Thurisaz. Ein weiterer Todesmantel auf eine neutrale Einheit. Diese stirbt und der Todesritter erhält weitere wichtige Erfahrungspunkte. Thurisaz scharrt jetzt den Großteil seiner Armee um sich und wagt sich in die Nähe der Base von XlorD. Dieser wartet kurz vor seiner Base schon auf einen Angriff von Thurisaz und geht in den direkten Kampf. Jetzt sieht man sehr genau, dass Thurisaz starke Probleme mit dem Händling der Orks hat. Einem Räuber nach dem anderen wird das Lebenslicht ausgepustet.

Thurisaz Armee ist stark dezimiert und er versucht zu seiner Base zurück zu kommen. Doch XlorD sieht seine Chance und setzt nach. Ein zwei weitere Schläge, der Klingenmeister geht in den roten Bereich und da kommt die Aufgabe von Thurisaz. Ein eindeutiger Sieg für Xlord und wichtige Punkte für ihn um in die Finals zu kommen.

Thurisaz zeigte eine schwache Leistung und ist auch selber davon überzeugt, dass er es besser kann. Er ist jedoch froh darüber, dass er jetzt alle Untoten Gegner hinter sich hat und sich jetzt nur noch auf Orks, Menschen und Nachtelfen konzentrieren muss. Die Untoten sind seine bevorzugte Hass-Rasse. Im abschließenden Interview der beiden Spieler gab es auch noch einmal lobende Worte von XlorD, welcher Thurisaz als einen sehr guten Spieler sieht und ihm prophezeit, dass er mit etwas mehr Übung  wieder zu Spitze der EPS gelangen kann. Ein schöner Abschluss an diesem Abend und viele hoffen, dass Thruisaz wieder zu seiner alten Leistung findet.



Bilder


Intel Friday Night Games 2007 in Berlin - Galerie 1 Intel Friday Night Games 2007 in Berlin - Galerie 1 Intel Friday Night Games 2007 in Berlin - Galerie 1 Intel Friday Night Games 2007 in Berlin - Galerie 1 Intel Friday Night Games 2007 in Berlin - Galerie 1

«
»


Kommentare


Du bist nicht eingeloggt! Bitte melde dich erst an, um ein Kommentar zu schreiben.