Japanerin muss wegen Mord am virtuellen Ehemann ins Gefängnis



Japanerin muss wegen Mord am virtuellen Ehemann ins Gefängnis

 In Japan droht einer Frau jetzt der Prozess, weil sie die Figur ihres Ex-Mannes im Onlinespiel „MapleStory“ tötete. Durch diese Handlung erwartet sie jetzt bis zu 5 Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe von umgerechnet 5.000 Euro.

"Ich wurde plötzlich geschieden, es gab kein einziges Wort der Warnung. Das hat mich sehr wütend gemacht", mit diesen Worten äußerste sich die Japanerin zu ihrer Tat. Bis zu 5 Jahre Gefängnis, für den Mord an einem virtuellen Charakter, das sind die Konsequenzen, welche sie maximal am Ende dieses Rosenkriegs erwartet. Doch die Strafe bezieht sich nicht ausschließlich auf den Mord des Charakters, sondern vielmehr auf die illegale Benutzung der Nutzerdaten ihres Exmannes. Dieser gab seine Zugangsdaten freizügig an seine Frau weiter, als die Ehe noch rosige Zeiten erlebte. Nach der Trennung schmiedete die Japanerin Mordpläne, welche sie im Spiel „MapleStory“ umsetzte.

Bei dem Spiel „MapleStrory“ handelt es sich um eins der erfolgreichsten Onlinespiele im asiatischen Raum. Das Spiel hat kein festes Spielziel. Die Spieler können nur versuchen ihren Charakter auf ein höheres Level zu bringen. Dazu müssen sie wie gewohnt, Monster besiegen und Quests lösen. Der größte Unterschied zu bekannten Onlinerollenspielen ist die Spielansicht. Das Spiel wird nicht im typischen 3D dargestellt, sondern verwendet die klassische 2D-Side Scrolling Ansicht. Zusätzlich wird für das Spiel, im Gegensatz vieler MMORPG Spiele, keine finanzielle Gebühr verlangt. Auch in Europa gibt es einen Server für das Spiel, mit jedoch eher bescheidenem Erfolg.



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