Diese Woche hat der Bundestag ein zweites Gesetz zur Regelung des Urheberrechts verabschiedet. Im Fokus der Debatte steht das Anfertigen von urheberrechtlich geschützten Kopien für den Privatgebrauch, was auch weiterhin möglich sein soll. Während das Gesetz an dieser Stelle mit einer großen Mehrheit durchgewunken wurde, muss der Entwurf jetzt noch im Bundesrat Zustimmung finden.
Allerdings gilt es dabei zu beachten, dass kein Kopierschutz umgangen werden darf. Außerdem ist es verboten, von einer illegalen Vorlage Kopien anzufertigen, was sich besonders gegen die Nutzer von Internet-Tauschbörsen, die Kopien von illegal erstellen Vorlagen verbreiten, richtet.
Als Entschädigung dafür werden auch weiterhin Pauschalen an die Film- und Musikindustrie ausgezahlt, die auf Hardware und Medien erhoben werden. Diese Vergütung muss in einem angemessenen Rahmen zu den Preisen der Produkte stehen.
Nach Bundesjustizministerin Brigitte Zypries stellt dieser Gesetzesentwurf eine optimale Positionierung des Urheberrechts im digitalen Zeitalter dar.
Ein Abgeordneter der CDU ist der Meinung, dass "geistiges Eigentum eine wesentliche Grundlage für Wohlstand in unserer Gesellschaft ist" und daher "kein Weg an DRM vorbeiführt". Die "Internetpiraterie" bezeichnete er als "einen der größten Angriffe auf die Volkswirtschaft".
Die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung im Bundestag mit der Begründung, dass der Verbraucher aufgrund von Systemen zum digitalen Rechtemanagement (DRM) sein Recht auf Privatkopien nicht vollends durchsetzen könnte. Außerdem fände durch den Verbot von P2P- Netzwerken eine Kriminalisierung junger Menschen statt.
Die Linken hingegen stimmten gegen den Entwurf. Sie sehen den freien Zugang zu Wissen und Bildung gefährdet, der, so die Befürchtung, sich in Zukunft immer stärker kommerzialisieren wird.
Don't touch this! Forza 4 kommt mit kinect Bewegungssteuerung
Mafia 2 - Vito Scaletta live und in Farbe
Microsofts neue Xbox360 mit eingebautem WLAN - Update
Cops in Lamborghinis: Neues Need for Speed Hot Pursuit von EA
Das letzte Wort
»Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.«
Du bist nicht eingeloggt! Bitte melde dich erst an, um ein Kommentar zu schreiben.
aD
Kommentare: 267
"geistiges Eigentum eine wesentliche Grundlage für Wohlstand in unserer Gesellschaft ist"
Sicher hat der gute Mann da nicht ganz Unrecht. Doch hinkt dieser Vergleich bei einigen "geistigen Produkten" vor allem in der Medienbranche.