Kostenpflichtige Treiber für Creative Soundkarten?
Da Microsoft in Windows Vista einen neuen Software-Mixer für die Soundausgabe eingebaut hat, über den die CPU sämtliche Berechnungen für den Raumklang vornimmt, und man für diesen spezielle DSPs benötigte, sehen alle Besitzer einer Soundkarte von Creative Labs alt aus. Denn durch die fehlende Abwärtskompatibilität von DirectX 10 können ältere Spiele nicht mehr direkt auf die Soundhardware zugreifen und es kommt die Softwareberechnung zum Einsatz.
Damit einher geht natürlich auch das Fehlen verschiedener Synthesizerfunktionen der Creative Karten, aber vor allem verliert man die EAX-Raumklang Funktionalität. Die hochmodernen DSPs werden also soweit kastriert, dass sie einer onboard-Lösung nahezu ebenbürdig sind.
Derzeit arbeitet Creative Labs an einem Umweg über OpenAL. Der aktuelle Treiber bringt die Beta-Version eines OpenAL-Wrappers mit. Dieser "ALchemy" genannte Wrapper besteht aus einer dsound.dll und dsound.ini-Datei, die in die Installationsverzeichnisse der Spiele kopiert werden müssen. Er leitet DirectSound- und EAX-Befehle an den OpenAL-Treiber der X-Fi Soundkarte weiter. Der dadurch entstehende Overhead soll laut Creative "gering" ausfallen. Die erste Beta war nur für Karten der X-Fi Serie gedacht, um zu analysieren, wie wichtig der Treiber für die Creative-Besitzer ist.

Das Feedback durch Betatester und Presse war duchweg positiv und der Ruf nach einer Anpassung für die Audigy-Karten wurde laut. Da sich die Hardware-Architekturen der Chips beider Karten jedoch stark unterscheiden, kostet die Entwicklung laut Creative sehr viel Geld. Deswegen hat man nun angekündigt, die Treiber dieses Jahr noch als low-cost Upgrade zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet, dass Besitzer einer Audigy für die Kompatibilität ihrer Karte zusammen mit Vista nochmals in die Tasche greifen müssen.







Pvt. Hudson
Das merkt man sich!
Da ich seit 1994 immer nur Soundkarten von Creative benutzt habe -und bisher immer sehr zufrieden war - entsetzt mich dieser Schritt. Statt sich das geld von Microsoft zu holen, werden die Benutzer dazu verdonnert.
Das ist eine Sauerei und wird sicherlich bei der nächsten anstehenden Kaufentscheidung mit in die Wahl des herstellers einfließen. Den Negativpropaganda behält man (leider) meist häufiger im Gedächtnis, als positive.
Sachade eigentlich!
Torsten
Meine letzten 4 Mainboards,
sprich die letzten 9 Jahre, hatten onBoard-Soundchips. Ich habs nie vermisst, zumal die Audioqualität mittlerweile ziemlich gut ist.
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