Minireview Need for Speed: Undercover - Verkehrserziehungssoftware?



Minireview Need for Speed: Undercover - Verkehrserziehungssoftware?

Die wohl nur für Männernasen wohlriechende Komposition von Benzin, verbranntem Gummi und heißem Asphalt liegt in der Luft. Der Sound der Motoren ist nicht zu überhören. Während die schnittigen Sportwagen im Drehzahlnirvana vor sich hin kreischen und amerikanische Muscle-Cars ihre schiere PS-Power durch den Endschalldämpfer brüllen, blubbern die Motoren der gestählten Karren mit der "State Police" geduldig vor sich hin. Sie warten - warten nur darauf, endlich einen dieser Verkehrs-Rowdys zu erwischen und dessen superteuren Sportwagen in Polizeigewahrsam zu nehmen.

Der erst seit wenigen Tagen erhältliche, neue Ableger der "Need For Speed"-Serie besinnt sich nach "Pro Streets" wieder auf die wesentlichen Bedürfnisse der Fans. Dazu zählen unter anderem die wilden Verfolgungsjagden mit den Gesetzeshütern und Hollywood-reife Filmsequenzen, die den Handlungsstrang unterstreichen.

Besonders aufgepeppt wurde die Grafik, die mit noch mehr Bewegungsunschärfe, Überstrahl- und Glanzeffekten einen gewissen, künstlerischen Touch erzeugen soll. Allerdings geht diese Effekthascherei auch sehr zu Hardware-Lasten des PC-Besitzers und kann durch den Optik-Overkill auch den einen oder anderen Ausgang des Rennens negativ beeinflussen. Stellt man die Effekteinstellungen jedoch auf mittlere oder niedrige Stufe, dann könnte man durchaus den Eindruck erlangen, vor einem technisch 4 oder 5 Jahre alten Spiel zu sitzen. Ebenfalls nur ein visueller Gag ist das Schadensmodell. Denn wenn auch die Karosserie noch so zerbeult ist - Einfluss auf das Fahrverhalten hat dies nicht. Aber dafür wurden die teuren Boliden wunderschön und detailreich modelliert - lediglich bei der Darstellung der Lacke wurde ein bisschen zu dick aufgetragen.

Wo man hingegen keine Abstriche machen muss, das ist die Soundkulisse von Need For Speed. Knackig und atmosphärisch ist der Soundtrack, der dem Geschwindigkeitsgefühl noch den richtigen Anschubser verpasst. Voluminös und wirklich authentisch klingen die Motorensounds. Denn die Sound-Designer gaben jedem einzelnen Wagen seinen eigenen, individuellen Klang-Charakter, der sich übrigens durch den Kauf von neuen Abgas-Einrichtungen im Tuning-Shop nachträglich verändern lässt.



Fazit: Need For Speed: Underground ist ein echter Arcade-Racer für Adrenalin-Junkies, der inhaltlich zu den Wurzeln von Need For Speed: Most Wanted zurückkehrt, aber den PC-Besitzern viel von ihrer Hardware abverlangt. Mit über 55 Autos, darunter Mercedes-Benz SL65 AMG, Audi R8, Porsche 911 GT2 und als Weltpremiere der neue Nissan 370Z, lassen sich die gut 160 Kilometer frei befahrbaren Straßen unsicher machen.

Ein ausführliches Review zum Spiel folgt in den nächsten Wochen.

Need for Speed Undercover ist erhältlich für PlayStation 3, Xbox 360, Nintendo Wii, PC, Nintendo DS, PSP, PlayStation 2.

Autor: Torsten




Bilder


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Kommentare


  • Rechtschreibfehler
    Allgemein gut verfasst, objektiv und dennoch durchaus anheizend. Es liegt jedoch leider ein kleiner Rechtschreibfehler vor und zwar im Fazit:
    "Need For Speed - Underground"
    Hab mir das Spiel btw schon geholt und kann sagen, das es für die PS3 auf jedenfall ziemlichen Spaß macht.

    mfG,
    dolklore

    24. Nov 2008 - 16:00 Uhr

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