Moderne Sklaverei - Wie WoW zum Goldesel gemacht wird
12. Oct, 2006 - 13:54 Uhr | wow | Torsten Schmidt | 4 Kommentare | 3849 Leser
Nein, in China essen sie nicht nur Hunde. Das Bild des arbeitseifrigen, disziplinierten und immer ausgeglichenen Chinesen wird seit der Öffnung Chinas gegenüber der westlichen Welt immer brüchiger. Konfuzianische Weisheiten treffen auf Marktwirtschaft und Manchesterkapitalismus und das fordert viele Opfer unter Chinas Einwohnern.
Am allerdeutlichsten ist der respektlose Umgang mit den Menschenrechten der unteren Schicht. 80% der Bevölkerung leben nicht in den Großstädten sondern in ländlichen Gegenden und vor allem dort ist die Armut am grössten. Die offizielle Zahl von 200 Millionen Arbeitslosen spricht da eine deutliche Sprache. Und auch Menschenhandel, Folter und Mord sind leider keine Seltenheit in China. Vor allem die Kleinsten müssen darunter leiden und werden ohne Rücksicht ausgenutzt und missbraucht.
Mittlerweile haben sich in China kriminelle Banden gebildet, die Kinder als Online-Spieler missbrauchen. Die Minderjährigen müssen oftmals mehr als zwölf Stunden pro Tag ohne Pausen in Online-Rollenspielen wie eben dem beliebten "World of Warcraft" Geld verdienen, welches dann von Hintermännern für echtes Geld weiter verkauft wird.
Am Sonntag zeigten die ARD-"Tagesthemen" Sonntag Bilder des chinesischen Staatsfernsehens. Journalisten hatten dort mit versteckter Kamera ein enges Wohnbüro gefilmt, in dem Kinder und Jugendliche in zwei Zwölf-Stunden-Schichten abwechselnd arbeiten und schlafen. Auf den Monitoren flimmerte "World of Warcraft". Die Spieler "farmten" Gold, welches dann von den Bandenchefs über Online-Auktionshäuser wie Ebay weiter verkauft wird.
Die Akquise geschieht auf der Strasse. Kinder und Jugendliche werden angesprochen, ob sie denn nicht eben mal mitkommen wollen. Später werden die Ausweise von den Bandenchefs eingesammelt, um die Kinder von sich abhängig zu machen. Oftmals schämen sich die Kinder, von zuhause weggelaufen zu sein. Zurückkehren kommt jedoch nicht in Frage.
World of Warcraft ist mit 6,5 Millionen Abonnenten weltweit das erfolgreichste Online-Rollenspiel. Entwicklerstudio Blizzard-Entertainment hat 2006 mit "World of Warcraft" bereits einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar erzielt.
Bei Online-Spielen sind professionelle Spieler in der Regel nicht gerne gesehen, da sie die Spielbalance und den Spielfluss stören. Zudem gibt es immer wieder Berichte von Betrugsfällen, in denen die Anbieter virtueller Währung nach der Bezahlung nicht liefern. Beschwert sich der betrogene Kunde beim Spielbetreiber, riskiert er, seinen Spiel-Zugang gesperrt zu bekommen, da die Geschäfte gegen Nutzungsbedingungen verstoßen.
Mittlerweile haben sich in China kriminelle Banden gebildet, die Kinder als Online-Spieler missbrauchen. Die Minderjährigen müssen oftmals mehr als zwölf Stunden pro Tag ohne Pausen in Online-Rollenspielen wie eben dem beliebten "World of Warcraft" Geld verdienen, welches dann von Hintermännern für echtes Geld weiter verkauft wird.
Am Sonntag zeigten die ARD-"Tagesthemen" Sonntag Bilder des chinesischen Staatsfernsehens. Journalisten hatten dort mit versteckter Kamera ein enges Wohnbüro gefilmt, in dem Kinder und Jugendliche in zwei Zwölf-Stunden-Schichten abwechselnd arbeiten und schlafen. Auf den Monitoren flimmerte "World of Warcraft". Die Spieler "farmten" Gold, welches dann von den Bandenchefs über Online-Auktionshäuser wie Ebay weiter verkauft wird.
Die Akquise geschieht auf der Strasse. Kinder und Jugendliche werden angesprochen, ob sie denn nicht eben mal mitkommen wollen. Später werden die Ausweise von den Bandenchefs eingesammelt, um die Kinder von sich abhängig zu machen. Oftmals schämen sich die Kinder, von zuhause weggelaufen zu sein. Zurückkehren kommt jedoch nicht in Frage.
World of Warcraft ist mit 6,5 Millionen Abonnenten weltweit das erfolgreichste Online-Rollenspiel. Entwicklerstudio Blizzard-Entertainment hat 2006 mit "World of Warcraft" bereits einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar erzielt.
Bei Online-Spielen sind professionelle Spieler in der Regel nicht gerne gesehen, da sie die Spielbalance und den Spielfluss stören. Zudem gibt es immer wieder Berichte von Betrugsfällen, in denen die Anbieter virtueller Währung nach der Bezahlung nicht liefern. Beschwert sich der betrogene Kunde beim Spielbetreiber, riskiert er, seinen Spiel-Zugang gesperrt zu bekommen, da die Geschäfte gegen Nutzungsbedingungen verstoßen.







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