R.U.S.E.: Gameplayvideo zeigt Schlacht um Monte Cassino
Monte Cassino steht heute immer noch als Synonym für die sinnlose Zerstörungswut während eines Krieges. Im zweiten Weltkrieg befanden sich in diesem Kloster cirka 800 Menschen, als die Alliierten mit ihrem Angriff auf das Kloster begannen. Am Ende zählte man über 200 Tote und ein bis auf die Grundmauer zerstörtes Kloster, welches zu den christlichen Kulturschätzen zählte. In R.U.S.E. kann man diese Schlacht nach spielen. Ob dabei auch die Fehlentscheidungen der Alliierten zur Geltung kommen, zeigt das erste Gameplayvideo von R.U.S.E.
Es ist der 15. Februar. Das Kloster Monte Cassino liegt auf einem 516 Meter hohen Hügel zwischen Rom und Neapel. Vom Kloster aus kann man weit in das Land sehen. Deswegen vermuten die Alliierten auch, dass sich im Kloster Einheiten der deutschen Fallschirmjäger befinden. Doch diese Vermutung beruht auf einer gehörigen Portion von Fehlinterpretationen. Die deutschen Einheiten befinden sich zwar in den Hügeln um das Kloster, doch immer noch 300 Meter vom Kloster entfernt. Aufgrund von eindeutigen Anweisungen wurde es den deutschen Truppen untersagt, dass Kloster zu betreten. Warum dies so war? Hier kann man nur mutmaßen und davon ausgehen, dass die Deutschen es sich nicht mit dem Vatikan verscherzen wollten, welcher viel Wert darauf legte, dass das Kloster erhalten blieb. Davon zeugen auch die Hilfsmaßnahmen zur Evakuierung sämtlicher Schätze und der sterblichen Überreste des Klostergründers Benedikt von Nurisa, die von den Deutschen vor dem 15. Februar nach Rom gebracht wurden.
Auch als die Alliierten immer wieder Funksprüche abfingen, welche bestätigten, dass sich kein Kriegsgerät im Kloster befindet, wollten sie diesem Frieden nicht glauben. Stattdessen sahen sie die Bedeutung des Klosters als strategisch wichtigen Punkt im weiteren Vorstoß nach Rom. Mit dieser Entscheidung begann das Bombardement des Klosters. Innerhalb von drei Stunden war das Kloster vom Erdboden getilgt und nur noch die Grundmauern zeugten von diesem Ort, der vor 1.300 Jahren gegründet wurde. Daraufhin rückten die deutschen Fallschirmjägerverbände in das Kloster ein und es entbrannte eine Schlacht, die vier Monate währte und über 35.000 Soldaten das Leben kostete.
Im ersten Gamplayvideo von R.U.S.E. geht es um diese Schlacht. Das Video liefert mit deutschen Untertiteln einen ersten Einblick über eines der neuen taktischen Möglichkeiten des Spiels, mit den Namen Funkstille. Dabei manövriert man seine Einheiten hinter die Linien des Gegners ohne in Kontakt mit den eigenen Einheiten zu treten. Durch diese Funkstille, erkennt der Gegner die Truppenbewegung nicht, da diese früher auch durch abgefangene Funksprüche analysiert wurden. Das Video ist in HD und „Richtig“ man sieht, dass das Kloster noch steht und sich in diesem Artillerie befindet, was dem Spiel zu Gute kommt, jedoch geschichtlich nicht richtig ist. Jetzt aber viel Spaß mit dem Video.
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