Schwedens Piratenpartei segelt ins EU-Parlament



Schwedens Piratenpartei segelt ins EU-Parlament

Schwedens Piraten wollen in den nächsten Jahren im europäischen Parlament mitmischen. Nach dem unerwarteten Erfolg von 7,1 Prozent der Stimmen, darf sich der 54jährige Informatiker Christian Engström nun auf einen Platz in Brüssel freuen.

Die Auszählung der Stimmen zur Europawahl am Wochenende sorgte in Schweden für jede Menge Freude. 7,1 Prozent der Schweden entschieden sich für die Piraten-Partei und sorgten dafür, dass die Partei erstmalig in ihrer Geschichte in das EU-Parlament einzieht. Die Partei ist seit den Ereignissen um die Gründer der Pirate-Bay, welche vor
wenigen Monaten verurteilt wurden, zu der drittgrößten Partei in Schweden angewachsen.

Gegründet wurde die Piratenpartei am 01.Januar 2006. Ihren Namen lehnte sie an der Anti-Copyright-Organisation „Piratbyran“ an, welche für freies geistiges Eigentum eintritt und die derzeitigen Copyrightrechte entschärfen möchte. Weitere Ableger der Partei gründeten sich im selben Jahr in mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland. Die Partei tritt unter anderem für ein verbessertes Patentrecht ein und lehnt Überwachungsmethoden durch staatliche Organisationen ab.

Auch in Deutschland trat erstmalig die Piraten-Partei zur EU-Wahl an und konnte 0,9 Prozent der Stimmen für sich erhaschen. Damit lagen sie mit 0,4 Prozent über ihr eigens gestecktes Mindestziel von 0,5 Prozent. Vor der EU-Wahl wurde die Piratenpartei immer wieder mit dem Pirate-Bay Urteil in Verbindung gebracht und unter anderem von der
Bild als Gaga-Verein bezeichnet.


Quellen: cnet.com, piratenpartei.de, bild.de, Wikipedia (Piratenpartei, Piratbyran)



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