Six Days in Fallujah zu brutal? Konami lehnt es ab



Six Days in Fallujah zu brutal? Konami lehnt es ab

Six Days in Fallujah ist eine Kriegssimulation aus dem Hause Atomic Games, die besonders durch ihre knallharte Realität bestechen soll. Six Days in Fallujah wird aktuell zusammen mit US-Soldaten entwickelt, die ihre ganzen Erlebnisse und Erfahrungen in das Spiel einfließen lassen. Das Spiel soll den Spieler nicht direkt als Spiel ansprechen, sondern als eine Art Dokumentation des Irak-Krieges und ihn all das erleben lassen, was die Soldaten in der Realität erlebt haben.

In den letzten Wochen sorgte Six Days in Fallujah für viel Aufsehen und zahlreiche Kritiken, vor allem was die Killerspiel-Debatte angeht. Sogar Proteste von Angehörigen von im Irak-Krieg gefallenen Soldaten gab es, die sich gegen das Spiel stellten. Nun macht der japanische Publisher Konami einen Rückzieher und distanziert sich von dem Kriegsspiel. Demnach möchte Konami nichts mehr mit dem Spiel zu tun haben, weshalb die Entwickler wieder auf der Suche nach einem neuen Publisher sind.

Die Frage hierbei ist allerdings, ob sich überhaupt ein Publisher finden wird. Denn immerhin lastet auf ihnen ein sehr großer Druck und ein hohes Risiko. Ein Konami-Sprecher sagte folgendes: "Nachdem wir die Reaktion auf das Spiel in den Vereinigten Staaten gesehen haben und Meinungen über das Spiel via Telefon und Mail gehört haben, haben wir uns vor ein paar Tagen entschlossen, das Spiel nicht zu veröffentlichen"

(Quelle: intern)



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Kommentare


  • Sehr fragwürdiges Spiel-Design

    Zitat

    [...] Das Spiel soll den Spieler nicht direkt als Spiel ansprechen, sondern als eine Art Dokumentation des Irak-Krieges und ihn all das erleben lassen, was die Soldaten in der Realität erlebt haben. [...]


    Bei aller Liebe, wenn selbst hartgesottene Militärs nach monatelangen Einsätzen völlig verstört in die Heimat zurück kehren, wer will soetwas denn dann noch zu Hause spielen? Da bleiben doch nur verhaltens gestörte Personen...

    Was für ein Grandioses Beispiel und sicherlich auch gefundenes Fressen für Computerspiel-Gegner ala Schäuble!!

    27. Apr 2009 - 17:53 Uhr
  • Wieder mal...
    ...ein sehr präzises Statement aus dem Hause Hudson. Es gibt mittlerweile genügend Filme, Serien und Dokumentationen zum letzten (dem dritten) Irak-Krieg, in denen Greuel, "Mißverständnisse" (zivile Opfer, Fehler der Nachrichtendienste oder "Friendly Fire" und deren Folgen sowie die psychischen und physischen Belastungen und Auswirkungen auf die Soldaten sehr bildhaft skizziert werden.

    Da braucht es solch ein Spiel wirklich nicht.

    27. Apr 2009 - 18:07 Uhr
  • Und noch eins...
    Ich muss meinen beiden Kollegen voll zustimmen... Es gibt wahrlich genug Shooter. Das Problem an sehr realistischen Spielen ist wie immer das die Jugend, auch wenn sie es ja eigentlich nicht kann, an diese Spiele rankommt und versucht diese nachzuahmen (ich denke jeder weiß was gemeint ist). Und ich glaube wohl kaum das aus dem Krieg zurückgekehrte Soldaten nichts besseres zu tun haben als mit einem Spieleentwickler einen Shooter über das erlebte zu basteln...

    28. Apr 2009 - 17:05 Uhr
  • Das...
    ...müssen sie gar nicht. Häufig schreiben sie ihre Erlebnisse und Erinnerungen nieder, um es einerseits psychisch zu verarbeiten, und um andererseits eventuell auch daran zu verdienen. Denn die Versorgung von (verwundeten oder wie auch immer geschädigten) Veteranen ist in den USA nach wie vor unter aller Sau. Da bieten die diversen Verlage und/oder Magazinen doch horrende Summen für Kriegsberichte, die nur allzu gern in Anspruch genommen werden.

    Zumal die offiziellen Kriegsberichterstatter heutzutage natürlich auch oft hervorragende und vor allem unzensierte Arbeit leisten, natürlich sehr zum Leidwesen der verantwortlichen Stabschefs

    28. Apr 2009 - 22:48 Uhr

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