TinEye: Bilder-basierte Websuche - aber (ausnahmsweise) nicht für Pornos!
Wer regelmäßig im Web recherchiert, weil er beispielsweise für eine Zeitung arbeitet, wird das Problem kennen. Man verbringt die meiste Zeit mit der Suche nach interessantem Bildmaterial, um die Texte zu schmücken. Man zerbricht sich dabei oftmals den Kopf, was man da nun ins Suchfeld eingeben soll, ohne dass einem nackte Tatsachen oder blödsinnige Fotos ins Auge springen. Wäre es denn nicht toll, wenn man nicht einfach ein eigenes Bild angibt und darauf hin automatisch passende Bilder dazu ausgegeben werden?
Ja, nicht wahr? Und genau das macht TinEye. Ist man auf der Suche nach einem Bild zu einem ganz bestimmten Thema, dann lädt man einfach ein eigenes Bild dazu rauf und bekommt kurz danach alle äquivalenten Bilder, also Fotos mit stark ähnlichen Inhalten, aufgelistet. Also nochmal zum Mitschneiden, statt dass man eine Suchphrase mit Schlüsselwörtern eingeben muss, wird einfach ein Bild hochgeladen, welches dann von TinEyes eigener Suchlogik mit bereits indexierten Bildern verglichen wird. Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit, ein Bild, welches man nur in niedriger Auflösung besitzt, raufzuladen. Sofern eine qualitativ hochwertige Version dieses Bildes verfügbar ist, kann diese auch gefunden werden.
Die Suchmaschinen-Engine wurde von Idée Incorporated entwickelt, mit dem Ziel, eine intuitive und innovative Bildersuche anbieten zu können. Ganz grob erklärt, speichert die Suchmaschine alle Bilder als mathematischen Hash in einer Datenbank. Das heißt, das Bild analysiert, in Bits zerlegt und danach in einer Datenbank abgelegt. Eine intelligente Software vergleicht dann die Inhalte dieser Hashs und gibt für das gesuchte Quellbild entsprechende Datensätze aus.
Der Mitgründer der Firma Idée Incorporated, CEO Leila Boujnane, verspricht sogar: "Unser Service erlaubt, dass unsere Nutzer in [einem Gesamtvolumen von - Anm. der Redaktion] über 487 Millionen Bildern innerhalb von wenigen Sekunden suchen können."
Obwohl der Dienst derzeit nur für eingeladene Betatester nutzbar ist, scheint die Plattform bereits sehr rund zu laufen. Es gibt sogar schon ein erstes Firefox-Plugin, um die Suche für die Nutzer noch bequemer zu machen - denn ein Rechtsklick auf ein bestimmtes Bild reicht aus, um dafür entsprechende Ergebnisse ausgegeben zu bekommen. Noch sind nicht sehr viele Datensätze indexiert worden, aber mit steigender Anzahl der Nutzer wird auch die Anzahl der durchsuchbaren Inhalte rapide steigen.
Wer selbst ein Auge auf TinEye werfen möchte, kann sich auf der Website zum Closed Beta Test bewerben. Aber Geduld muss man auf jeden Fall mitbringen, denn alle Projektstartplätze sind bereits vergeben. Ob sich der Dienst gegenüber anderen Suchdiensten, wie etwa die Google Bildersuche, behaupten kann, ist sehr wahrscheinlich davon abhängig, wie schnell er sich etablieren kann und wie hochwertig die Ergebnisse sind.








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geil! :)
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