US Gericht will Spamhaus schließen



US Gericht will Spamhaus schließen

Das US-Gericht in Nord-Illinois verschärft die Gangart gegen das Anti-Spam-Projekt Spamhaus http://www.spamhaus.org. Richter Charles Kocoras wies in einer "Proposed Order" die Internetverwaltung ICANN und Tucows, Registrar von Spamhaus, an, die betreffende Domain vom Web zu nehmen. Dem ist ein Schadenersatzurteil voraus gegangen, in dem Spamhaus zu einer Schadenersatzzahlung in der Höhe von 11,7 Mio. Dollar an das klagende E-Mail-Marketing-Unternehmen E360Insight verdonnert wurde. Spamhaus ignorierte jedoch diesen Richterspruch.

Zu der jüngsten Entwicklung äußerte sich Linford auf der Webseite schriftlich und demonstrierte Selbstbewusstsein. "Wir glauben nicht, dass es zur Durchsetzung des vorgeschlagenen Urteils kommt, da dies Auswirkungen auf das Internet und Millionen User haben wird. Wir glauben, dass regierungsnahe US-Stellen zuvor noch einschreiten werden." Die Schließung hätte immense Auswirkungen auf das Netz und würde ernsthafte Probleme in manchen Ländern verursachen. "Abgesehen von den technischen Aspekten ist der Großteil der 50 Mrd. von Spamhaus herausgefilterten Mails illegal, enthält Werbung für Medikamente, Pornographie oder stellt den Versuch von Betrug und Phishing dar. Meiner Meinung nach ist es sehr gefährlich, 650 Mio. Mail-Empfänger dieser Gefahr auszusetzen", so Linford. Ferner ist sich der Spamjäger sicher, dass ICANN alles in ihrer Macht stehende tun wird, um sie Schließung zu verhindern. "ICANN versteht alle Dimensionen einer Schließung, die technische ebenso wie die politische (US-Kontrolle des Internets)", so Linford.



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