Web2.0 Geheimdienst: Asynchroner Google Analytics Tracking Code veröffentlicht
Google veröffentlicht neue Features für den eigenen Analytics-Dienst.
Wo kommen meine Besucher her? Was haben sie bei mir gesucht? Wie lange waren sie auf meiner Seite? Was haben sie sich bei mir angeschaut? Das sind alles Fragen, die einen Webseitenbetreiber interessieren - sei es aus Neugier, aus finanziellem Interesse oder weil der Website-Besitzer sein Informationsangebot verbessern möchte. Für all diese Fragen gibt es seit langem den Google Analytics Dienst des bekannten Suchmaschinenbetreibers. Stück für Stück wurden hier neue Funktionen eingebaut, wie zum Beispiel die Möglichkeit, sich mit ähnlichen Websites zu vergleichen oder den Dienst gleichzeitig mit den Adwords- bzw. Adsense-Kampagnen zu verknüpfen.
Gestern kündigte Google einige Neuerungen für Google Analytics an. Asynchronous Tracking Code heißt das Zauberwort in der kommenden Version. Dabei handelt es sich um einen alternativ einsetzbaren Codeschnipsel, der es unter anderem erlaubt, Besucher-Daten bereits während des Ladens der Website zu sammeln. Bisher war es notwendig, den Code ganz am Ende einer Website einzusetzen. Wurde die Seite noch vor dem vollständigen Laden vom Besucher verlassen, dann konnte es für diesen Besuch auch keine Analyse geben. Als Betreiber wusste man also bis dato nicht einzuschätzen, warum der Besucher die Website frühzeitig verlassen hat - geschweige denn hat man man überhaupt Kenntnis über den Besuch erlangt.
Google beschreibt die Logik hinter der neuen Technik mit dem Beispiel einer Autobahn. Während auf der einen Spur alle normalen Fahrzeuge (damit sind alle Scripte und übrigen Elemente einer Website gemeint) in ihre Richtung fahren, fährt auf einer separaten Spur der "Analytics"-Porsche - kann also parallel dazu Daten sammeln. Früher musste der "Analytics-"Porsche hinter den normalen Fahrzeugen hinterherbummeln, da es nur eine Spur gab. Dank der Parallelität sinkt auch die Ladezeit der Website, da nicht am Ende, nachdem alle Website-Elemente geladen wurden, noch zusätzlich der Analytics-Tracking-Code ausgeführt werden muss.
Die neuen Features im Überblick:
- schnellerer Tracking-Code lässt Seitenladezeiten und die Ausführungszeit im Browser sinken
- verbesserte Datenanalyse und kürzere Reaktionszeiten
- minimierte Tracking-Fehler durch Abhängigeiten, weil Javascripte nicht vollständig geladen wurden
Der neue asynchrone Tracking-Code wird noch als Beta gehandelt, befindet sich somit noch in der Testphase. Allerdings ist er bereits jetzt für alle Google-Analytics Benutzer einsetzbar. Es wird überdies empfohlen, den neuen Code schon einzusetzen. Der bisherige Tracking-Code-Schnipsel wird aber weiterhin unterstützt.
Und so schaut der Code aus
var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);
_gaq.push(['_trackPageview']);
(function() {
var ga = document.createElement('script');
ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
ga.setAttribute('async', 'true');
document.documentElement.firstChild.appendChild(ga);
})();
</script>







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