Angriffe auf Google kamen von Chinas Regierung
Die Angriffe auf den Suchmaschinenbetreiber Google sowie über 30 weitere Unternehmen, die dazu geführt haben, dass Google mit dem Rückzug aus China droht, haben ihren Ursprung innerhalb der chinesischen Regierung. Von vielen Experten wurde bereits direkt nach der Ankündigung im Google-Blog vermutet, dass die Angriffe von der chinesischen Regierung in Auftrag gegeben wurden, allerdings gab es dafür bislang keine Beweise. Das Sicherheitsunternehmen iDefense konnte die Angriffe nun zurückverfolgen und Server innerhalb der chinesischen Regierung ausfindig machen, berichtet 'arstechnica.com'. Die Sicherheitsexperten konnten den Control-Server aufspüren, der die Malware verbreitet hat, mit der die Attacken durchgeführt wurden. Die Chinesen sollen eine Sicherheitslücke in Adobes PDF-Reader ausgenutzt haben und verbreiteten infizierte PDF-Dateien. Adobe erklärte in einer Stellungnahme, dass man für die Anschuldigung bislang keine Beweise finden konnte und deshalb davor ausgeht, dass die Software von Adobe keine Rolle bei den Angriffen gespielt hat. Zudem fand iDefense einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Angriffen und den Angriffen im Juli des vergangenen Jahres. Damals wurden zahlreiche US-Unternehmen Opfer von Attacken. iDefense behauptet, dass die gleichen Server genutzt wurden, um die Angriffe auszuführen. Sollten die Behauptungen von iDefense der Wahrheit entsprechen, würde das bedeuten, dass die chinesische Regierung seit Monaten Industriespionage durchführt und dafür keine Mittel scheut.
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