Ausprobiert: Facebook, Twitter und Zune auf Xbox 360
Neue Funktionen in Benutzeroberfläche von Xbox 360 Schnell ein Statusbericht an den Freundeskreis, Urlaubsbilder auf Facebook und später ein Spielfilm - nach der jüngsten Aktualisierung geht das auch auf der Xbox 360. Trotzdem wird die Konsole dadurch längst nicht zum PC-Ersatz, wie Golem.de auch im Video zeigt. Ab sofort hat Microsoft neue Dienste in der Benutzeroberfläche der Xbox 360 integriert. Die bringen Unterstützung für Facebook, Twitter sowie einen neuen Service für Filme auf die Konsole. Alle sind nicht Teil eines typischen Firmwareupdates, sondern stehen unter den Rubriken "Community" und "Video" zum Download bereit. Mit Hilfe der Facebook-Applikation kann der Nutzer beispielsweise manuell eintragen, welches Spiel er gerade spielt, seine Freunde kontaktieren und deren Einträge und Statusupdates lesen sowie Fotos anschauen; Microsoft hat sich übrigens 2007 für rund 240 Millionen US-Dollar einen 1,6-Prozent-Anteil an dem sozialen Netzwerk gekauft. Video: Facebook, Zune und Twitter über Xbox Live (2:51) Alle Videos auf Golem.de Das Twitter-Angebot bietet im Grunde die gleichen Features wie über andere Plattformen, also kurze Botschaften an Mitleser. Zwei Nachteile haben allerdings Programme: Zum einen ist die Texteingabe über einen Spielecontroller umständlich, zum anderen verfügt die Xbox 360 über keinen Browser - es ist also nicht möglich, Links aufzurufen. Für den Zugriff ist in beiden Fällen eine kostenpflichtige Mitgliedschaft bei Xbox Live Gold nötig, außerdem müssen die Nutzer mindestens 18 Jahre alt sein. Neu im Angebot ist ein Film-Streaming-Dienst namens Zune, der Videos in 1080p-Auflösung mit 5.1 Surround Sound auf Xbox Live bringt. Nutzer können komfortabel durch Rubriken scrollen, bezahlt wird mit MS-Punkten, die Kosten liegen je nach Film und Auflösung bei etwa 4 Euro, und dann sofort gucken. Ob die gerade verwendete Internetverbindung schnell genug ist, prüft das Programm im Vorfeld. Etwas merkwürdig wirkt, dass die Filme erst in einer niedrigen Auflösung beginnen, die nach ein paar Sekunden mit immer mehr Bildinformationen angereichert wird. Immerhin kann der Zuschauer per On-Screen-Menü ohne große Zeitverzögerung Vorwärts- und Rückwärtsspulen, das Bildformat ändern oder eine Pause einlegen. Bis zu sieben Freunde können sich die Filme via Voice Chat oder mit ihren Avataren gemeinsam anschauen - sagt Microsoft. Größter Haken: Das Angebot ist derzeit noch sehr klein, und ausgerechnet ein - übrigens von Konkurrent Sony stammendes - Actionhighlight wie 007 James Bond: Quantum of Solace steht nur in niedriger Auflösung bereit.
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