GeForce-300M-Grafikchips für Notebooks
Still und heimlich hat der Grafikhersteller Nvidia seine Webseite überarbeitet und präsentiert dort nun Informationen über etliche Notebook-Grafikchips der neuen Chipfamilie GeForce 300M. Anders als bei den (noch nicht offiziell angekündigten) GeForce-300-Chips für Desktop-PCs kommt darin aber nicht die neue Fermi-Architektur zum Einsatz, sondern Altbewährtes: Die schnellsten Vertreter sind die beiden Performance-Chips GeForce GTS 360M und GTS 350M mit jeweils 96 Shader-Prozessoren. Damit dürften sie kaum mehr als minimal überarbeitete Versionen der bisherigen Modelle GTS 260M beziehungsweise GTS 250M sein; die 3D-Leistung sollte auf ähnlichem Niveau liegen. Der neue GeForce GT 335 nutzt 72 Shadereinheiten, die nächstkleineren GT 330 und GT 325 dagegen nur 48 Shadereinheiten, was einer geringeren 3D-Leistung entspricht. Wenn es sich bei den 72 Einheiten nicht um einen Tippfehler handelt, führt Nvidia Notebook-Käufer in die Irre, denn bislang standen so geringe Namensdifferenzen nur für unterschiedliche Maximalfrequenzen desselben Chips, nicht aber für einen völlig anderen Grafikkern. Bisher gabs es bereits ähnlich leistungstarke Modelle, etwa den GeForce GT 240M . Nach unter hin runden die Grafikchips GeForce 310M und 305M das Portfolio ab. Mit nur 16 Shaderprozessoren sind sie (wie der bisherige GeForce G 210M mit ebensovielen Einheiten) aber für viele aktuellen 3D-Spiele zu schwachbrüstig: Erst die GTS-Chips sind schnell genug, um moderne DirectX-9- und -10-Spiele bei hohen Details und Auflösungen flüssig darzustellen. Nvidias schnellster Grafikchip für den mobilen Einsatz bleibt weiterhin der GeForce GTX 280M mit 128 Shaderprozessoren. Es basiert auf dem G92-Kern, der erstmals Ende 2007 bei der Desktop-Karte GeForce 8800 GTS 512 zum Einsatz kam. Der Desktop-Chip GeForce GTX 280 (ohne M im Namen) greift dagegen auf 240 Shaderprozessoren zurück – die 3D-Leistung von Notebooks hinkt der von Desktop-PCs also deutlich hinterher.
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