VIAs Nano-Prozessor ist da
m Januar durften ein paar Journalisten schon einmal Prototypen der neuen VIA-Prozessor-Familie Nano (Codenamen bei VIA: Iasaiah und bei Centaur: CN) bewundern. Nun hat VIA die ersten Prozessoren der neuen Familie offiziell herausgebracht. Auf diese Familie stützt VIAs seine Zukunft ab, denn aus dem Chipsatzgeschäft für Prozessoren anderer Hersteller will die taiwanische Chipfirma ganz aussteigen. Man spekuliert aber, dass VIA in Zukunft verstärkt mit Nvidia zusammenarbeiten wird, um so eine CPU/GPU-Allianz gegen AMD/ATI und Intel zu formieren. Der Nano/CN/Isaiah (pdf) ist keine überarbeitete Version des aktuellen C7-Chips, sondern eine komplett neue Mikroarchitektur, dreifach superskalar für gebündelte (fused) Mikrooperationen, mit spekulativer Out-of-Order-Ausführung, mit sieben Ports hin zu den Ausführungseinheiten, mit AMD64-kompatiblen 64-Bit-Operationen, mit SSE3 und SSSE3, mit 64 KByte großen L1-Instruktions respektive -Daten-Caches und einem exklusiven L2-Cache von bislang 1 MByte sowie mit einem speziellen Prefetch-Cache. Vom C7 geerbt hat er zudem die Krypto-Engine namens Padlock samt zweier Hardware-Zufallsgeneratoren. Vor allem bei der mehr als mäßigen Gleitkommaperformance der bisherigen CPUs hat VIAs Chipsatz-Schmiede Centaur in Austin/Texas erhebliche Verbesserungen eingebracht, mit nunmehr 128-bittigen Pfaden und einer Multiplikation in zwei Prozessortakten. Blu-ray und H.264 sollen im Zusammenspiel mit dem Chipsatz flüssig funktionieren, und auch 3D-Spiele – bei Einsatz einer entsprechenden Grafikkarte – jetzt "exzellente Spielerfahrung" ermöglichen.
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